Zinskosten noch nicht verstanden.
Muss man ja auch zugeben, dass das bei Claranova aufgrund der Zinstilgunskosten schwer nachvollziehbar war. Solange die neuen Finanzberichte nicht veröffentlicht sind und sowohl die geringere Verschuldung aufzeigen als auch klare Aussagen zu zukünftigen Zinssaldo enthalten, dürften die Anleger es immernoch kaum glauben, dass wir von deutlich über 20 Mio Zinsen auf 1-2 Mio die Jahre an 2027 fallen sollen.
Claranova lässt sich dann eigentlich als Softwaretitel extrem leicht bewerten. Kaum Capex, kaum Zinsen. Normalerweise ist da eine EBITDA Multiple von mindestens 8 angebracht, wenn man 3-5% wächst und die Marge bei 20-22% bleibt. Aktuell liegt man bei einer EBITDA Multiple von 3,7. Das zeigt schon eindrucksvoll wie skeptisch der Markt für die nächsten Jahre ist. Da wird offensichtlich deutlicher Umsatz- und Margenrückgang unterstellt. Kann man nach den letzten zwei Quartalsmitteilungen ja auch verstehen. Aber es ist halt gar kein Funken Optimismus eingepreist. Da liegt dann halt die Chance.
the harder we fight the higher the wall