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China - die Wiege des Bösen (für Aktien?)


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Anti Lemming:

China - die Wiege des Bösen (für Aktien?)

16
03.02.07 20:42
In China herrscht die totale Aktien-Euphorie. Der Shanghai Composite Index (Chart unten) ist parabolisch angestiegen. Investoren verkaufen Haus und Hof, um "dabei" zu sein. Wie sowas typischerweise ausgeht, zeigt der zweite Artikel unten aus Saudi-Arabien, wo die Börsen einen ähnlichen Höhenflug 2006 mit über 50 % Minus beendeten.

China ist aber ein weit wichtigerer Markt. Richard Russell befürchtet im ersten Artikel unten, dass ein China-Crash die ganze (Börsen-)Welt in Mitleidenschaft zieht.



The world according to Richard Russell
U.S., Shanghai stock markets worry veteran gold bug
By Peter Brimelow, MarketWatch
Last Update: 12:01 AM ET Feb 1, 2007

SAN FRANCISCO (MarketWatch) -- Stocks at new highs, but gold gaps up, too.

...

This is one reason why I like Russell: his restless mind.

In Wednesday night's hotline, he went on: "China is in a stock-buying super-frenzy with people mortgaging their homes, taking out loans, doing anything and everything to get in on that wild ride on the Shanghai Exchange. From below 1,000 in June of 2005, the Shanghai Composite has tripled to a current 3,000. The Composite has gone parabolic ... The price of the composite is an astounding 36% above its 40-week moving average.

"If you're looking for international trouble, you might start looking here. The Shanghai Exchange is on fire, and it's hard to know what to expect next. What would a stock crash in China mean? It would have worldwide implications, and it would be deflationary, particularly for commodities. By the way, the Chinese authorities are now actively warning the populace about over-speculating ("irrational exuberance"?)"

I've long been (irrationally?) uneasy about China. See Sept. 1, 2005 column
So this intrigues me.



Ein ähnliche Aktien-Euphorie in Saudi-Arabien endete 2006 mit über 50 % Verlusten. Auch dort hatten Kleinaktionäre Haus und Hof verkauft, um an den "sensationellen Gewinnen" teilzuhaben. Viele von ihnen, darunter viele Frauen, sind jetzt wegen Depressionen in psychologischer Behandlung, sofern sie sich das überhaupt noch leisten können.

Hier die Bilanz des Saudi-Hypes:

YEALD, 30.11.2006 19:13
Saudi-Arabien: Albtraum aus 1001er Nacht

JOURNALISTEN Der Crash an den arabischen Börsen traf besonders Saudi-Arabien ins Mark. Viele Anleger aus dem wüsten- und ölreichen Königreich verloren über Nacht nicht nur Hab und Gut, sondern offenbar auch fast den Verstand. Ärzte sprechen von einem Massenphänomen.

von Ronald Tietjen

Im islamisch-konservativen Königreich Saudi-Arabien muss man schon sehr verzweifelt sein, um auf offener Straße einen Striptease hinzulegen. Doch selbst davor schrecken frustrierte Kleinanleger derzeit nicht mehr zurück. In Damman ließ ein Kleinanleger laut „Arab News“ seiner Wut freien Lauf und riss sich vor einer Bank buchstäblich die Kleider vom Leib. Dabei schrie er seinen ganzen Frust über hohe Verluste an der Börse heraus. Sein Geld brachte ihm die Aktion nicht wieder, dafür 50 Schläge auf den Allerwertesten.

Der Schmerz der 50 Hiebe wird vermutlich schnell vergehen. Die seelische Pein über den Kursrutsch an der Börse dagegen eher nicht. Doch damit steht der Mann nicht allein da. Laut der Zeitung „Al-Watan“ hat der Börsen-Crash in Saudi-Arabien viele Tausend Anleger so schwer getroffen, dass sie wegen Depressionen und anderer psychischer Leiden arbeitsunfähig sind. In den vergangenen neun Monaten hätten die Ärzte im Königreich allein rund 40.000 Patienten untersucht, die ihre Beschwerden mit hohen Verlusten an der Börse begründet hätten, heißt es in dem Bericht.

>> Hohe Verschuldung

Zu den Betroffenen zählten in überraschend großer Zahl auch Frauen. Viele hätten - ohne Wissen ihrer Männer - zum Teil Häuser und all ihren Schmuck verkauft, um Aktien zu kaufen. Die nach dem Aktiensturz geschockten Gatten haben dann die Scheidung eingereicht, weshalb die Frauen nun in völlig hysterischem Zustand die Ärzte aufsuchten, wird eine Medizinerin zitiert. Lehrer wurden entlassen, weil sie in der Schule online an der Börse handelten statt zu unterrichten. Polizisten erschienen nicht zum Dienst, weil der Kauf von Wertpapieren eine Zeitlang am Tag mehr einbrachte, als eine Woche auf Verbrecherjagd zu gehen.

Gier beherrschte auch lange Zeit die Märkte in Dubai, in Kairo, Doha, Kuwait, Amman und Abu Dhabi. Allein die Verluste des laufenden Jahres belaufen sich nach Angaben von Fondsmanagern inzwischen auf 500 Milliarden Dollar. Von den gigantischen Gewinnen, die seit Anfang 2005 an den arabischen Börsen gemacht wurden, ist fast nichts mehr übrig. Der saudische Tadawul All Share Index hat sich seit Neujahr halbiert. Der Dubai Financial Market Index fiel sogar noch stärker.

>> Verluste lange unbekannt

„Viele arabische Anleger kannten bisher überhaupt keine fallenden Aktienkurse“, so der Londoner Nahost-Börsenexperte Ben Kapetzky zu den Gründen des Hypes. „Die haben niemals erlebt, was es heißt, Geld zu verlieren, weil sie vor noch nicht allzu langer Zeit eingestiegen sind.“ Tatsächlich erlebten die Börsen Arabiens in den vergangenen zweieinhalb Jahren eine Blasenbildung, die zu vergleichen ist mit dem absurden Treiben, was Ende der 90er-Jahre in Deutschland am Neuen Markt ablief. Noch vor drei Jahren besaß nur jeder dreizehnte Saudi Aktien, heute ist es jeder sechste. Psychologen verweisen auf gesellschaftliche Zwänge in dem streng islamischen Land: „Saudis sind Spieler, die aber nicht spielen dürfen. Wetten ist verboten, Automatenspiele auch. Eben alles, was Spaß macht. Das Spekulieren ist so etwas wie ein Surrogat gewesen.“

>> Einstürzende Neubauten

Dass es irgendwann zu einer Konsolidierung oder sogar zu einem Kursabsturz kommen würde, darüber wurde allerdings schon Monate vor dem Crash gefachsimpelt. Auch schon, als in Euro noch Zertifikate aufgelegt wurden, die fantastische Gewinne versprachen. Bereits im März berichtete YEALD über das schlechte Timing des gerade aufgelegten "Dubai Top Select Zertifikat" (ISIN: DE000DB52810) der Deutschen Bank. Das Open End-Papier bildet keinen Index ab, sondern ist als Aktienkorb zu verstehen, der aus nur sieben Aktiengesellschaften besteht, die allesamt vom enormen Immobilienboom in den Vereinigten Arabischen Emiraten profitieren sollten.

Namentlich sind es National Central Cooling Company (TABREED), SHUAA Capital, Union Properties, Dubai Investment, Arab Technical Construction, Amlak Finance und auch Emaar Properties, die für das gigantische Vorzeigeprojekt "Burj Al Arab" verantwortlich zeichnen.
          §
Bereits nach wenigen Wochen mussten sich Anleger, die den märchenhaften Prospektunterlagen aufgesessen waren, über ein drastisches Minus ärgern. Die Bilanz ist bis dato nicht besser geworden: der Kursabschlag für 2006 beträgt 51 Prozent. Tendenz: eher weiter sinkend.

Von vielen Fondsmanagern heißt es: Die Börsen Arabiens sind heißer als der Sand der Sahara um die Mittagszeit. Da kann man sich schnell die Finger verbrennen. Privatanleger sollten eher nach Asien oder Südamerika schauen, wenn sie in Schwellenmärkte investieren wollen.

>> Interventionen bisher erfolglos

Viele noch investierte Anleger hoffen auf weitere Interventionen des saudischen Königshauses, das mehrfach bereits an den Börsen aktiv wurde und Stützungskäufe tätigte. Das konnte den Kurssturz bisher nicht bremsen, auch wenn sich die Situation an den Märkten Arabiens wieder leicht zu beruhigen scheint. Die Risikofaktoren sind aber immer noch da: Die Iran-Krise, der brüchige Friede zwischen Juden und Palästinensern, die Unsicherheit über den Ölpreis – in Saudi-Arabien ein Dauerthema auch an der Börse. Viele befürchten größere Abschläge, was vor allem Investoren zu noch mehr Zurückhaltung in die Länder des Nahen Ostens veranlassen könnte. Trotz des rund 25-prozentigen Preisrückgangs seit dem Sommer hält z. B. der Mineralölkonzern ExxonMobil den derzeitigen Ölpreis immer noch für viel zu hoch. "Etwa die Hälfte des Preises ist Spekulation und spiegelt keine Knappheit von Öl wider", sagte Gernot Kalkoffen, Deutschland-Chef von ExxonMobil.

Wenigstens aber sollen jetzt die Benzinpreise sinken in Saudi-Arabien. Von 18 Cents auf 14 Cents pro Liter. Nicht unclever von König Abdallah. Denn wenn der Saudi etwas noch lieber mögen soll als das Zocken an der Börse, ist es Autofahren...  
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China - die Wiege des Bösen (für Aktien?) 80632
Antworten
templer:

Nicht so pessimistisch Anti Lemming

2
03.02.07 22:12
Der Shanghai Composite fiel in den letzten Tagen um gut 10%. In China wettet man nicht nur auf Pferde sondern auch auf Aktien. Das hat eine lange Tradition. Lassen wir den Index nochmal um 10% fallen, das ist gesund und er wird danach konsolidieren. Chinesen sind Geld- und arbeitsgeil.
Bei uns sind die Aktienkurse in den 50-er Jahren auch jedes Jahr um 100% gestiegen. Ausserdem hatte der Shanghai Composite soviel ich weiss vor einem Jahr noch eine mind. 3-jährige Seitwärtsbewegung.

Ich glaube in 2 Jahren würde ein China-Crash die Märkte wohl bewegen, heute noch nicht.
Der arabische Raum ist da schon wesentlich problematischer.

Gruß templer
 
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Anti Lemming:

Templer - die Tradition fehlt, das ist ja die Crux

3
03.02.07 22:44
Genau diese "lange Tradition", die Du unterstellst, fehlt - sowohl in China als auch in Saudi-Arabien. In beiden Ländern kennen/kannten die Leute nichts als STEIGENDE Aktien. Die ex-kommunistischen Chinesen sind sogar zum ersten Mal in ihrem Leben mit dem Phänomen Aktienmarkt konfrontiert. Also gibt es auch keine Erfahrung - vor allem keine CRASH-Erfahrung.

Genau dies war nach dem Autor des zweiten Artikels im Eingangsposting der Grund, warum Aktien in Saudi-Arabien letztes Jahr um über 50 % fielen. Irrationaler Überschwang, der keinen Crash kannte, wurde schulbuchmäßig abgestraft. Da in China zurzeit die gleiche Aktien-Hysterie herrscht (Häuserbeleihungen, Kontoüberziehungen, Spekulieren auf Kredit bis zum Anschlag, sogar Kreditkartenüberziehung zum Aktienkauf), dürfte die Chose dort ähnlich enden.

Der China-Crash dürfte aber eine viel größere Tragweite haben als der bei den Saudis. Denn China ist inzwischen ein Riesengewicht im Weltmarkt - und steht kurz davor, Deutschland den dritten Rang nach USA und Japan abzulaufen. Wenn es dort crasht, bleibt IMHO auch hier kein Auge trocken.
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templer:

Anti Lemming bei Saudi Arabien

 
03.02.07 23:11
hast Du völlig recht. Moslems haben mit Aktien keinerlei Erfahrung. Das wird sich mit der Börse in Dubai irgendwann ändern.

Bezüglich China-Shanghai bin ich positiver. Chinesen sind zum Teil ziemlich irre Spekulanten, das habe ich schon 1991 in Hongkong erfahren. Es gab damals schon Wettbüros in denen man Aktien, wie bei uns einen Lottoschein kauft. Lass den Index 30% runtergehn, danach gehts wieder aufwärts. Vietnam ist derzeit auch überbewertet. Das BIP wächst dort mit ca.9% und die Industrieproduktion mit 26%. Die Volatilität ist natürlich in diesen Ländern zum Teil sehr hoch, doch der langfristige Trend zeigt aufwärts.

In Peking (?) findet 2008 die Olympiade und 2010 die Weltausstellung statt, danach würde ich in China für eine gewisse Zeit die Longpositionen beenden.
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Anti Lemming:

Bislang war ja Deutschland mit seinen Turbos

 
03.02.07 23:40
und Waves das Land der härtesten Zocker. Dann werden uns die Chinesen wohl bald ablösen - aber erst NACH ihrem Crash...
Antworten
Sarahspatz:

Anti Lemming

2
03.02.07 23:52
jetzt rastest Du ja völlig aus. Völlige Selbstüberschätzung und Ignoranz. Du bist der Perma-Bär. Was Du in Deinem Dummdaybär Thread postest sind Binsenweisheiten, die jeder kennt. Keinerlei Abwägung zw. pro u. contra der akt. Weltwirtschaftslage. Z.B. stehen der inversen Zinsstruktur in USA (übrigens der einzigen weltweit) z.T. sehr  gute Unternehmensergebnisse in Europa und Asien gegenüber. Die Häuserpreise kommen zum stoppen. Die Bewertungen sind o.k. und von Übertreibung kann doch wohl noch keine Rede sein. Und Du weißt jeden Tag, das morgen der Crash kommt. Und dann sind da ja noch die Hausfrauen (wie ich), die am Top kaufen, lächerlich. Kann mir nicht vorstellen, dass Du an der Börse Geld verdienst (wie sieht es mit Deinen S&P Puts aus?) Natürlich fällt die Börse nach 4 Jahren mal wieder, aber wann? Und Deine Mitläufer haben bestimmt auch schon seit Anfang 06 viel Geld verschenkt.
Antworten
templer:

Turbos und Waves

 
03.02.07 23:52
ich finde es von den Banken und wohl auch von den Käufern übel was da in Dtld. abläuft.
Trotzdem wird Asien nicht mehr die Crashs erleben , wie in den 90-er Jahren. Das hohe Potential der Devisenreseren wiederspricht dem. Die hoffnungslose Überbewertung von China Life durch den Shanghai IPO ist mittlerweile auch zum grossen Teil abgebaut.
Petrochina war nie überbewertet und hat trotzdem 15% korrigiert.
Antworten
templer:

reg Dich nicht auf Sarahspatz

 
03.02.07 23:56
mit Morphosys hst Du ein geniales Investment
Antworten
Anti Lemming:

Sarahspätzchen

 
04.02.07 00:09
fühlst Du Dich auf die Hausfrauen-Schürze getreten? Ich glaube, dass das Viele anders sehen als Du. Allein die Binse, die Du heute aufzählst ("Die Häuserpreise kommen zum stoppen") ist so nicht ganz richtig. DU kaust hier die Binse wieder, während ich mich im Doomsday-Thread mit ihrem (fraglichen) Wahrheitsgehalt beschäftigt habe - mit Argumenten, die auch DU sicherlich vorher noch nicht gehört hast. Aber mir scheint, dass Du ohnehin nur wahrnehmen willst, was Deiner vorgefertigen Meinung entspricht.

Aber das gehört eigentlich nicht in diesen Thread. Hier geht es um den bereits ERFOLGTEN Crash in Saudi-Arabien (minus 50 % in 2006), den im Nachhinein nicht mal Du in Abrede stellen kannst (ist halt ein Fakt), und die drohende Wiederholung aus recht ähnlichen Gründen in China - mit weit höherer Tragweite. Ob ich da wirklich "völlig ausraste", wie Du behauptest, muss sich erst noch zeigen. Gern lass ich mir später von Dir hier im Thread nachweisen, dass ich falsch lag.

Die China-Blase (siehe Chart im Eingangsposting) wäre der erste mir bekannte hyperbolische Anstieg, der NICHT im Fiasko endet.
Antworten
templer:

Der Crash in China

 
04.02.07 00:18
wird so nicht eintreten, wie Du ihn siehst Anti Lemming, dafür wird die mittlerweile sehr effiziente post-kommunistische Regierung in Peking sorgen. Natürlich kann man hier in beiden Richtungen Geld verdienen oder verlieren.
Antworten
omei_omei:

*gg*

 
04.02.07 00:22
Hier gings jetzt 2 Tage runter !!!!

Ist das ein Crash ?



Sophix



__________________________________________

Es wiederholt sich ununterbrochen an der Wall - Street

                                            

China - die Wiege des Bösen (für Aktien?) 80650

      

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China - die Wiege des Bösen (für Aktien?) 80650
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Anti Lemming:

Solche Kehrtwenden nach hyperbolischen

 
04.02.07 00:30
Anstiegen sind meist mehr als nur "technische Korrekturen" im Aufwärtstrend. Natürlich kann jetzt noch niemand wissen, wie es weitergeht. Die überbordende Spekulation auf Kredit lässt aber nicht Gutes ahnen.

In Saudi-Arabien konnte auch niemand den Crash verhindern, nachdem vergleichbare Gier die Kurs hochgejubelt hatte.

Oder hat US-Finanzminister Paulson, der Ex-Goldman-Sachs Boss, bei seinem letzten Besuch in China (Bernanke hatte er auch dabei...) schon mal prophylaktisch ein Plunge-Protection-Team (PPT) installiert, dass den Absturz nach der von ihm geforderten Yuan-Aufwertung abfedern soll?

;-))

Antworten
Sarahspatz:

Wer hat denn in Saudi-Arabien investiert? o. T.

 
04.02.07 00:38
Antworten
Stöffen:

Einige zusätzliche Infos

2
04.02.07 00:39

How close is the Chinese bubble to bursting?

Cheng Siwei, einer der führenden Ökonomen im Nationalen Volkskongress

"There is a bubble growing. Investors should be concerned about the risks," Cheng Siwei, vice-chairman of the standing committee of the National People's Congress, said in an interview published in the Financial Times on Tuesday. "In a bull market, people will invest relatively irrationally. Every investor thinks they can win. But many will end up losing. But that is their risk and their choice," Cheng added.

Warnung der Anleger

"Der Markt ist aufgebläht. Investoren sollen sich über die Risiken im Klaren sein", zitierte ihn die Financial Times. Nur jede dritte börsennotierte Firma gelte auch nach internationalen Standards als gutes Investment, sagte Cheng. "In einem Boommarkt investieren viele Leute vergleichsweise irrational. Investoren glauben, dass sie gewinnen können, aber viele werden verlieren. Das ist ihr Risiko und ihre Entscheidung."

Viele Anleger verstanden Chengs deutliche Worte als Warnung. Denn kein anderer chinesischer Politiker hat bisher in vergleichbarer Form die Entwicklungen auf dem Aktienmarkt gegeißelt. Chinesische Medien und Analysten spekulierten, Chengs Warnung könnte ein Abkühlungsprogramm der Regierung ankündigen. Auch der Chef der Börse in Schanghai warnte in einem im Internet veröffentlichten Schreiben vor "Risiken".

Seit einigen Wochen mehren sich die kritischen Stimmen. Der Markt sei um 400 bis 450 Punkte überbewertet, urteilte Ba Shusong vom Wirtschaftsforschungszentrum des Pekinger Staatsrates bereits Mitte Januar. "Vorsicht vor der Aktienblase", warnte der renommierte Ökonom Andy Xie im Finanzmagazin Caijing.

Regierung versucht gegenzusteuern

Auch die Regierung beobachtet den Aktienboom mit wachsender Sorge und hat bereits erste Maßnahmen ergriffen, um den Markt vor allzu großer Überhitzung zu schützen. Investmentfonds müssen das Tempo für die Auflage neuer Anlageprodukte künftig verlangsamen. Die Pekinger Bankenaufsicht hat die Geldinstitute angewiesen, den Kapitalzufluss auf den Aktienmarkt zu drosseln. Doch viele Marktexperten halten weitere Kursverluste für möglich. "Demnächst ist mit weiteren Korrekturen zu rechnen, da einige Aktien überbewertet sind", sagte She Minhua von China Securities.

Einige Links :

http://www.sueddeutsche.de/,finm2/finanzen/artikel/480/100380/

http://www.marketwatch.com/news/story/2000-old-ladies-kansas/story.aspx?guid=%7BF22BE830%2D3390%2D4664%2D8498%2D1B1660DFB407%7D

http://www.safehaven.com/article-6810.htm

http://www.bloomberg.com/apps/news?pid=20601089&sid=aeC6zLI5lsd0&refer=china

http://www.financialtimes.de/wirtschaftswunder/index.php?op=ViewArticle&articleId=160&blogId=10

Antworten
Anti Lemming:

Beispiel-Chart NACH hyperbolischem Anstieg

 
04.02.07 00:39
Ein gutes Beispiel dafür, wie hyperbolische Anstiege meist enden, zeigt die Rohstoff-Aktie TIE (Titanium Metals), die im Mai 2006 in der damaligen Rohstoff-Euphorie in luftige Höhen katapuliert wurde. Abwärts ging es zunächst genauso steil wie vorher aufwärts. Ingesamt betrug die Korrektur ab dem ATH bis zu 50 %.

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China - die Wiege des Bösen (für Aktien?) 80651
Antworten
templer:

Der Yuan

 
04.02.07 00:40
wird moderat und permanent aufgewertet, das ist ja ein zusätzliches Geschenk chinesischer Börsengewinne.  
Antworten
moebius:

Auch China wird seine Lektion erhalten

2
04.02.07 00:42
Früher oder später bestimmt.
So wie auch Rußland nach 3200% Kursanstieg in den letzen 9 Jahren. Für die ist das aber  nicht ganz so neu wie für Araber, Chinesen...

Ich würde gerne ein Geschäft eröffnen, zur Beratung dort heimischer, noch unbedarfter und unerfahrener Investoren, zwecks rechtzeitiger Gewinnmitnahmen und entsprechender Gegenmaßnahmen/Vermögenssicherungen.
Ließe sich die Wahrheit diesen noch naiven Investoren verkaufen, könnte aus nur 2% Provision für den Erfolgsfall von den im Nachhinein entgangenen Gewinnen ein schnelles und sicheres Vermögen aufgebaut werden.

China - die Wiege des Bösen (für Aktien?) 3069189isht.comdirect.de/charts/...000000&sSym=RTSUSDNDX.TWI&hcmask=" style="max-width:560px" >  
Antworten
Anti Lemming:

Stöffen - den erwarteten Asien-Chart

 
04.02.07 00:52
von Safehaven.com fand ich so interessant, dass ich ihn mal aus dem Link von Dir rausgezogen habe. Er deckt sich frappierend mit dem Chart von TIE aus # 14. Er zeigt auch sozusagen "archetypisch", dass hyperbolische Anstiege niemals und nirgendwo nachhaltig sind - und in der Regel starke Korrekturen nach sich ziehen.
(Verkleinert auf 96%) vergrößern
China - die Wiege des Bösen (für Aktien?) 80653
Antworten
templer:

Anti Lemming wie

 
04.02.07 02:38
kannts Du einen Chart auf das Jahr 2100 projezieren?
In China findet eine der grössten und längsten Phasen des Wirtschaftswachstums  der Geschichte statt. Die Globalisierung geht in die finale Endphase. Die Marktanteile werden in den nächsten Jahren verteilt. Wer sich einigelt ist erledigt. Indische und chinesische M&A-Aktivitäten stehen erst am Anfang. Elliot Wave ist für mich eher der Kaffeesatz für Chartentscheidungen. Die Menschheit stand noch nie vor so nachhaltigen, aber auch lohnenden Entscheidungen. In der Renaissance hat sich China, damals der Globalplayer begonnen einzuigeln und den Wettlauf verloren. 500 Jahre danach, in der Deng Xiao Ping-Phase hat China den Wettlauf wieder aufgenommen, und wird wahrscheinlich als Sieger hervorgehen. Mit Investments dort kann man kaum falsch liegen.  

viel Glück  
Antworten
Anti Lemming:

Templer - stärkere Korrektur, kein Crash

 
04.02.07 08:53
Ich behaupte ja nicht, dass China demnächst in einem Abgrund versinkt, sondern es wird - wie in Saudi-Arabien - eine schärfere Korrektur am Aktienmarkt geben, weil der Index in zu kurzer Zeit zu schnell (sprich: in Blasen-Manier) gestiegen ist. Der Kurs hat sich von den Fundamentals, getrieben durch Gier, zu schnell zu weit entfernt. Drücken könnte auch, dass die Wirtschaft in USA, dem Haupthandelspartner Chinas, jetzt nur noch einstellig wächst - nach 18 Quartalen mit zweistelligem Wachstum in Folge.

Sieh Dir oben den Chart von TIE in # 15 an. So könnte die KORREKTUR in China ebenfalls aussehen. Das heißt nicht, dass das jetzige Hoch nicht vielleicht schon in einem Jahr wieder überboten werden könnte. China bleibt ein interessantes Wachstumsland, und Saudi-Arabien wird nun auch nicht in die Steinzeit zurückfallen.

Der DOW JONES war, um noch einmal ein anderes Beispiel zu bringen, im Jahr 2000 ebenfalls zu schnell zu stark gestiegen. Es folgte die allfällige scharfe Korrektur. Sechs Jahre später wurde das alte Hoch wieder erreicht und überboten. Die KGVs sind dabei heute etwas niedriger als damals - allerdings mit 24 für 2006 immer noch so hoch, dass auch diesmal wieder eine Korrektur zu befürchten ist. Auf lange Sicht STEIGT der Dow, allerdings in größeren Wellen. Zurzeit sind wir mal wieder auf einem Wellenberg, dem ein Tal folgt - genau wie in China.
Antworten
Anti Lemming:

Roubini: China-Blase ist Folge fixer Wechselkurse

 
04.02.07 10:42
Der bis auf gelegentliche kleinere Anpassungen fixe Wechselkurs zwischen Yuan und Dollar ist nach N. Roubini (Artikel unten) teilweise schuld an der chinesischen Aktien-Blase: Die Geldmenge in China wuchs nach massiven Währungs-Interventionen stark, die Zinsen werden vom Staat künstlich niedrig gehalten, Chinesen sparen sehr viel. So suchte das viele Geld nach neuen "Anlagemöglichkeiten", was die Aktienmarkt-Blase erzeugte.

Roubini glaubt, dass China dieser Blase nur Herr werden kann, wenn es - wie USA es seit langem verlangt - den Wechselkurs des Yuan (RMB) freigibt. Solange dies nicht geschieht, schwillt die Blase weiter - und die Gefahr einer "harten Landung" in China wächst.



Nouriel Roubini's Blog
Why the Chinese Stock Market “Bubble” and "Frenzy" is Partly Due to Its Fixed Exchange Rate Regime
Nouriel Roubini | Jan 31, 2007


A series of news items have been recently written on the Chinese stock market “bubble” and investors' "frenzy" (a 130% surge in 2006 and more upward pressure in January), on its risks and on the concerns of the Chinese authorities about such a "bubble" getting out of hand and then bursting.

The key issue is why we observe such a stock market “bubble” and investors' "frenzy" in China now? In my view the main explanation, one that has not been discussed so far and that I find the most likely one, is that such a bubble is indirectly related to the Chinese policy of effectively fixing its exchange rate to the US dollar (the rate of upward crawl of the RMB is at such a snail’s pace that we have an effective peg on China).

This policy has led to forex intervention of the order of about $250 billion a year in 2005 and 2006 (see the recent work by Brad Setser Casson Rosenblatt on this). Since only 70 to 80% of such intervention was sterilized (according to sources close to the PBoC) this intervention led to a sharp increase in 2006 of base money and credit. The Chinese authorities tried to control such monetary and credit growth via administrative controls on credit and by tightening reserve requirements on the banks while, at the same time, maintaining very low deposit rates and very low interest rates on the sterilization bonds. But monetary, liquidity and credit growth have been substantial in spite of these controls.

One would have expected that such large monetary growth would lead to goods price inflation. But in China a series of factors (elastic labor supply and slow real wage growth, administrative controls on prices, bumper crops) have kept goods inflation low. Instead, as in many other countries, the excess liquidity created by the forex policy has led to asset inflation. This asset inflation took first the form of a housing bubble; but with some credit controls being binding the existing housing bubble seems to show some signs of cooling off. Also, with deposit rates so low and capital controls, the 50% of GDP savings of the Chinese needs to go somewhere. And increasingly, the liquidity created by the fixed exchange rate is now going into the stock market.

So the fixed rate regime is an indirect cause, through liquidity and credit creation, of the equity market frenzy and bubble. And with deposits rates and sterilization bond rates being so low, increasingly the hot money - that is flowing into China because of the leaky capital controls on inflows - is going directly into the stock market, thus feeding the bubble frenzy. This also implies that, as long as China maintains a fixed peg, it will not be able to regain monetary policy autonomy and credit policy independence and will not be able to control the bubble in the stock market.

I have recently written a paper on why China should move to a more flexible exchange rate regime (available here for RGE Premium subscribers; see here a brief summary of this paper). The paper clearly discusses how the Chinese exchange rate policy has led to a loss of control of monetary and credit policy and has fed the investment, credit and asset bubbles – including now the stock market bubble – that are overheating the Chinese economy.

As the Chinese authorities correctly worry now, the bursting of this bubble could lead to a financial and real hard landing. What they do not seem to grasp yet is that such bubbles are direct consequences of their exchange rate policy. Unless they move away from their effective peg towards a more flexible exchange rate, these asset bubbles will fester and the risk of a hard landing will increase. Administrative actions to control this stock market bubble will be as ineffective as the mostly failing administrative controls on credit and investment. What China needs to do to control its stock market bubble is a more flexible exchange rate regime.

(Artikel geht noch weiter, aber nur für Abonnenten - ziemlich teuer... )
Antworten
templer:

Eine Korrektur

 
04.02.07 11:11
von 20-30% kann ich mir in Shanghai momentan schon vorstellen aber an eine entsprechende Korrelation zu westlichen Indizes glaube ich derzeit nicht.
Die derzeitige Situation Shanghai -15% HangSeng -1,3% von den Höchstkursen.

Die berühmteste aller Tulpenzwiebeln, die "Semper Augustus" kostete im Jahre 1637
10000 Gulden in Amsterdam, eine Summe , die damals ausreichte eine mehrköpfige holländische Familie das halbe Leben lang mit Essen, Kleidung und Unterkunft zu versorgen, oder eines der grössten Stadthäuser Amsterdams an der vornehmsten Gracht komplett mit Remise und Garten in bar zu erwerben - und dies zu einer Zeit, als sonst nirgendwo auf der Welt die Häuser so teuer waren wie in dieser Stadt.
Der anschliessende Verfall der Preise von Tulpenzwiebels führte zum ersten Börsencrash der Geschichte.
Der zweitgrösste Crash erfolgte mit dem Niedergang der Ostindien-Kompanie (die grösste Firma, die je auf der Welt existierte). Die Britische Krone gab dieser Gesellschaft 1600 für 15 Jahre einen Freibrief zum alleinigen Handel zwischen dem Kap der Guten Hoffnung und der Magellan-Strasse.
Antworten
pfeifenlümmel:

Steil rauf,steil runter,

 
04.02.07 11:49
die Frage ist immer dieselbe: Wann genau? vergl. Dubai
http://www.ariva.de/board/249811
Antworten
Sarahspatz:

AL #9

 
04.02.07 11:57
Du willst Dich an Deinen Postings messen lassen?

Zitat Anti Lemming am 13.1. (Roland Leuschel Thread):
Zum TIMING: Ich glaube, der Abverkauf beginnt in USA (und im Dax, als Reflex) in der nächsten Woche, wenn die neuen - und enttäuschenden - US-Quartalszahlen kommen.

Das könnte schon ganz schön teuer gewesen sein. Aber natürlich wirst Du das auch wieder schönreden.
Antworten
J.B.:

Nun, ich unbedarfter Anleger sag auch mal was..

3
04.02.07 12:19
Dass in China sowas kommen würde, war jedem halbwegs informierten Spekulanten klar!!

1. Wer nun Null auf 100 beschleunigt lässt immer Gummi auf der Strasse zurück, sehen tut man das erst, wenn sich der Rauch verzogen hat!!

Man muss sich einmal denn Umbruch vorstellen, der da vor sich ging und noch geht, vom Chinesischen Kommunismus zum Chinesischen Kapitalismus!! Man merkt es auch an dem Verhalten mancher Provinzgouverneure, welche von Peking nur mehr schwer bei der Stange gehalten werden können! Dort spielen sich Sachen ab, die kann sich niemand vorstellen! Da werden Kraftwerke, Fabriken usw.. gebaut die niemand braucht, diese Überkapazitäten blieben, solange es bei den Ami`s lief halbwegs verborgen, da aber den Ami`s langsam die Luft ausgeht, hat das schwere Folgen auf die Chinesen, da die eigentlich der Hauptexporteur in Richtung USA sind. Sinkt dort die Nachfrage, dann sinkt in China auch der Bedarf, dies wieder hat zur Folge dass die Preise fallen, sich Überkapazitäten abbauen und die Arbeitslosigkeit steigt usw..

Der Verfall der Rohstoff-Preise kommt nicht alleine von den Nachlassen der Rohstoff-Blase, sondern auch von der gesunkenen Nachfrage!

10% in einer Woche sind schon ein Anfang, wenn man bedenkt dass Ende Dezember noch 2,1 Milliarden hineingepulvert wurden. Wer verkauft auf dem angeblichen Boommarkt jetzt?? 3xmal dürft ihr raten!!
Sobald auch der Letzte begriffen hat was da läuft, gibts 10% oder auch 20% am einem Tag, da sinkt logischerweise der Börsenwert, Kredite können dann durch die als Sicherheit hinterlegten Aktien nicht mehr gedeckt werden, Nachschussforderungen, da wirds sicher interessant.

Und wenn die größte Asiatische Wirtschaft korregiert, dann hat das sicher zuerst Auswirkungen auf asiatischen Raum, aber ist sofort auf Börsenplätzen präsent, wohin werden denn momentan noch sehr viele hochwertige Güter verkauft??

Also wenns dort kracht, dann bleibt das sicher nicht ohne Auswirkung auf übrigen Börsen!!


Servus, J.B.
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"One should count each day a separate life." (Seneca)

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