CHART-KOLUMNE:
In der letzten Handelswoche schien sich ein charttechnischer Großwetterwechsel anzukündigen, konnte jedoch in letzter Minute verhindert werden. Innerhalb der übergeordneten, seitwärts ausgerichteten Konsolidierungszonen setzten sich die tertiären Asbwärtstrends fort und rutschten per Mittwoch in einigen Indizes, wie dem EUROSTOXX 50 www.investorscreen.de/entrium/...s/chart?symm=PSX5E.PSE&hist=6 target="_new" rel="nofollow">PSX5E.PSE, dem NEMAX 50 www.investorscreen.de/entrium/...ts/chart?symm=NMPX.ETR&hist=6 target="_new" rel="nofollow">NMPX.ETR, aber auch im Dow Jones www.investorscreen.de/entrium/...ts/chart?symm=INDU.IND&hist=6 target="_new" rel="nofollow">INDU.IND, im NASDAQ 100 www.investorscreen.de/entrium/...s/chart?symm=COMPX.IND&hist=6 target="_new" rel="nofollow">COMPX.IND und im Hang Seng Index www.investorscreen.de/entrium/...rts/chart?symm=HSI.FX1&hist=6 target="_new" rel="nofollow">HSI.FX1, auf ihre unteren Begrenzungen ihrer übergeordneten Konsolidierungszonen. Entspannung folgte per Donnerstag mit kräftigen Kursanstiegen, der Freitag verlief dagegen eher gemischt.
Mit dem plötzlichen Richtungswechsel am Donnerstag, konnte sich die technische Verfassung an den internationalen Aktienmärkten zumindest kurzfristig etwas entspannen, mittelfristig halten wir an den strategischen Gesamteinschätzungen weiterhin fest.
Dennoch, wir verstehen unsere Beurteilungen der Märkte auch als eine Suche nach realistischen Entwicklungsszenarien und dem Abwägen des Für und Wieder. Und somit wollen wir auf einen Sachverhalt hinweisen, der unbedingt Beachtung finden sollte: Der Entwicklungsprozess der letzte zwei Tage letzter Woche ist zumindest bisher nichts weiter, als eine Reaktion auf den jüngsten Abschwung. Im Idealfall wächst sich diese Reaktion zu einem neuen tertiären Aufwärtstrend aus, im anderen Falle setzt sich der vorangegangene Abwärtstrend nach Abschluss der Reaktion nach unten hin fort. Da dieses entweder / oder immer gilt, benötigen wir ein zusätzliches Indiz, welches uns wenigstens im Ansatz einen leichten Informationsvorsprung liefern kann, in welche Richtung der nächste weiterführende Bewegungsimpuls denn mit höherer Wahrscheinlichkeit gehen könnte.
Das notwendige Hilfsmittel hierfür stellt die Bewegungsdynamik da, eine Messgröße, welche uns eine Idee dafür gibt, mit wieviel Kraft eine der beiden Marktseiten (Angebot oder Nachfrage) einen Entwicklungsprozess vorantreibt. Ein Dynamikanstieg in Richtung eines Bewegungsschubes läßt diesen in der Regel mit höherer Wahrscheinlichkeit als Impulsschub deutlich werden, Gegenbewegungen sind dann meist nur Reaktionen. Bleibt die Bewegungsdynamik in beiden Bewegungsrichtungen am Boden, ist die Ausbildung oder Fortsetzung einer Konsolidierungsphase (ähnlich dem Schema der letzten zwei Monate) das wahrscheinlichere Szenario, die Chance erfolgreicher Ausbrüche aus dieser Umklammerung ist meist gering. Bestenfalls kommt es zu Anpassungen der jeweiligen Begrenzungsniveaus, das war es dann aber auch schon in den häufigsten Fällen. Die letzten zwei Monate führten uns diesen Sachverhalt ja immer wieder eindrucksvoll vor Augen.
Was liegt somit näher, als sich die Entwicklung der Bewegungsdynamiken der einzelnen Indizes in ihrer aktuellen Situation anzusehen ? Grundsätzlich können wir festhalten. Im allgemeinen befinden sich die Bewegungsdynamiken noch in (fast) allen Aktienindizes, welche wir beurteilen, am Boden. Auffallend ist jedoch ein Anstieg von tiefsten Niveaus aus im EUROSTOXX 50, im IBEX 35 www.investorscreen.de/entrium/...arts/chart?symm=IB.SIX&hist=6 target="_new" rel="nofollow">IB.SIX , im CAC 40 www.investorscreen.de/entrium/...ts/chart?symm=PCAC.PSE&hist=6 target="_new" rel="nofollow">PCAC.PSE, im MIB 30 www.investorscreen.de/entrium/...rts/chart?symm=930.MIX&hist=6 target="_new" rel="nofollow">930.MIX, im Dow Jones, etwas weniger eindeutig, aber auch sich stabilisierend im japanischen Nikkei 225 www.investorscreen.de/entrium/...s/chart?symm=NI225.FX1&hist=6 target="_new" rel="nofollow">NI225.FX1 und im Hang Seng Index. Gehen wir diese Aufzählung durch, fällt auf, dass unsere "Sorgenkinder" EUROSTOXX 50, Dow Jones und Hang Seng Index mit in der Aufzählung auftauchen. Die übrigen, aufgeführten Indizes sind in ihrer charttechnischen Ausprägung noch nicht soweit fortgeschritten, als dass trotz ihrer steigenden Dynamik schon die unteren Bereichsbegrenzungen zur Disposition stünden, dennoch kann es sich auch hier nur um Reaktionen handeln. Eine Ausnahme bildet der spanische IBEX 35, der bereits einen intakten sekundären Abwärtstrend aufweist. Damit liegt der Schluss nahe, dass sich diesmal die Art der Impulsentwicklung verändert hat im Vergleich zu den Wochen davor.
Wir messen die Bewegungsdynamik über den ADX, einem Standardindikator zur Dynamikbewertung. Bei all seinen Vorzügen (einer davon ist seine häufige Verfügbarkeit auf einer Vielzahl von Chartprogrammen), hat dieser Index auch Mängel. Wichtigster Mangel ist seine Zeitverzögerung, d.h. die Informationen, welche er uns liefert, sind streng genommen bereits Geschichte.
Somit wollen wir uns auf die Korrekturpotentiale stützen. Wir unterstellen: erste Annahme: das Risiko, dass uns die Märkte in den nächsten Tagen nach unten hin weg rutschen, ist etwas gestiegen, zumindest wenn der Gedankengang im Bezug auf das Dynamikverhalten richtig ist (statistisch wurde dies jedenfalls bestätigt). Wir unterstellen weiterhin, dass bei tatsächlich, augenblicklich gestiegener Dynamik auch der Druck auf den Entwicklungsprozess der Indexkurse zunimmt, d.h. es werden mit hoher Wahrscheinlichkeit (wenn denn unsere erste Annahme stimmt), nur minimale Korrekturen (vielleicht noch normale Korrekturen) möglich sein. Maximale Korrekturen dürften dagegen nicht mehr auftreten. Korrigieren die Märkte tatsächlich nur noch minimal und schwächen sich dann wieder ab, haben wir mit hoher Wahrscheinlichkeit vermehrt mit Brüchen der unteren Begrenzungsmarken der Konsolidierungszonen zu rechnen.
Der DAX www.investorscreen.de/entrium/...rts/chart?symm=DAX.ETR&hist=6 target="_new" rel="nofollow">DAX.ETR drehte per Donnerstag nach oben hin ab und realisierte per Schlusskurs einen Zugewinn von 3 Prozent. Damit können wir derzeit zunächst eine grundsätzliche Annahme treffen. Sollte sich der Kursverlauf weiterhin innerhalb der noch immer gültigen, aktuell völlig ungefährdeten Schiebezone aufhalten, werden wir mit hoher Wahrscheinlichkeit eine neue, etwas erhöhte untere Begrenzung in der seitwärts ausgerichteten Konsolidierungszone bekommen. Aktuell können wir im Bereich des Mittwochtiefs bei 4974 Indexpunkten eine bisher unbestätigte, damit auch untergeordnete, potentielle Unterstützung definieren, wir halten es allerdings für sehr wahrscheinlich, daß (wenn es bei einer fortgesetzten Pendelbewegung des Kursverlaufes innerhalb der Konsolidierungszone bleibt), dieses Niveau die neue untere / strategische Bereichsbegrenzung werden könnte. Ein Fall unter dieses Niveau (nach Abschluss der gestrigen (Noch-) Reaktion), würde zu einer übermäßigen Verlängerung des Tertiärtrends im Vergleich zu denen davor (innerhalb der Schiebezone) führen, so dass dann auch hier der ADX reagieren würde und das Risiko auf der Unterseite deutlich steigt (siehe dazu vergleichend die Entwicklung im EUROSTOXX 50, hier trat genau dieser Effekt ein).
Um allerdings auch hier einen Eindruck über das augenblickliche Niveau der Bewegungsdynamik zu bekommen, kalkulieren wir hier mit unseren getesteten Reaktionspotentialen: wir legen der Berechnung die Wegstrecke des jüngsten tertiären Abschwungs zugrunde: Hoch bei 5.352, Tief bei 4.974. Die Korrekturpotentiale berechnen sich wie folgt: 5.099 / 5.118 (Minimumkorrektur), 5163 (Normalkorrektur) und 5.207 / 5.226 (Maximumkorrektur). Statistische Tests haben im DAX gezeigt (zur Zeit liegen uns leider nur in diesem Index statistische Ergebnisse diesbezüglich vor, in den anderen Indizes sind wir noch an der Durchführung der Testreihen), daß wir bei einer vollendeten minimalen Korrektur derzeit mit etwas mehr als 67 Prozent Trefferquote rechnen müssen, daß sich im Anschluß an eine laufende Reaktion der vorangegangene Bewegungsimpuls fortsetzt. Auf die aktuelle Situation umgelegt: könnte der DAX nur bis höchsten 5.118 reagieren, wäre eine erneute Abschwächung mit Bruch der 4.974 zu 67 Prozent wahrscheinlich gewesen.
Im Donnerstagshoch erreichte der DAX die 5.135 Indexpunkte und schöpfte damit fast sein normales Korrekturpotential aus. Somit sinkt zumindest statistisch gesehen das Risiko etwas, nämlich immerhin noch auf etwas über 50 Prozent, daß wir uns von der bisher zwei Monate gültigen Konsolidierungszone nach unten hin verabschieden müssen.
Charttechnisch stecken wir somit jetzt folgende Eckpunkte ab: auf der Oberseite haben wir folgende herleitbaren Marken: die 5.180 als nächste übergeordnete Widerstandsmarke, danach die 5.341 / 5.352 als strategische obere Begrenzung der noch dominanten Konsolidierungszone. Auf der Unterseite haben wir die 4.974 (noch untergeordnete und unbestätigte Unterstützung, möglicherweise aber auch die neue, potentielle untere Begrenzung der aktuellen dominanten Konsolidierungszone. Der Bereich um 4.874 / 4.872 firmiert noch immer als untere strategische Unterstützung. Aus mittelfristigem Blickwinkel heraus bleibt der DAX noch immer neutral in seiner Beurteilung.
Der NEMAX 50 testete am Mittwoch im Tief die charttechnisch definierte untere Begrenzung der Konsolidierungszone bei 1.130 Indexpunkten. Per Donnerstag setzte auch hier eine kräftige Reaktion ein und trieb den Index um 3,45 Prozent in die Höhe. Damit wurde auch hier die untere Begrenzungsmarke und damit auch der Bestand der übergeordneten Konsolidierungszone bestätigt. Somit bleibt die strategische Großwetterlage im NEMAX 50 unverändert zu den Aussagen der Vortage. Wir bleiben innerhalb der 1137 auf der Unterseite und der 1.355 / 1.363 auf der Oberseite weitestgehend neutral im Sinne weiterführender Neupositionierungen.
Aus markttechnischem Blickwinkel heraus, liegt uns im NEMAX 50 weiterhin eine fallende Tendenz vor, d.h. der zur Messung herangezogene ADX rutscht derzeit noch immer ab. Allein aus diesem Blickwinkel heraus, haben wir zumindest ein Indiz, welches für eine mittelfristige Fortsetzung der Konsolidierungsbewegung spricht. Da wir allerdings auch hier das Problem der nachhaltigen Zeitverzögerung haben, wollen wir uns zur aktuellen Dynamikbeurteilung auf die Korrekturpotentiale konzentrieren:
Zugrunde legen wir die jüngste Abschwächung mit den Extremmarken bei 1.300 im Hoch und 1.130 im Tief. Die sich daraus ergebenden Korrekturpotentiale lauten somit wie folgt: 1.186 / 1.195 (Minimumkorrektur), 1.215 (Normalkorrektur) und 1.235 / 1.243 (Maximumkorrektur). Im Tageshoch vom Freitag erreichte der NEMAX 50 die 1.180, somit schöpfte er die minimale Korrekturfläche noch nicht aus. Damit ist noch alles offen im Bezug auf die Wahrscheinlichkeiten, ob wir in den nächsten Tagen / Wochen mit weiter fallenden oder neutralen Kursen rechnen müssen. Ein statistisch belegbares Ergebnis wie im DAX, liegt uns hier im NEMAX 50 noch nicht vor, dennoch gehen wir davon aus, daß auch hier die Ergebnisse nicht dramatisch abweichen dürften / sollten.
Der EUROSTOXX 50 bestätigte per Donnerstag wiederholt die untere Begrenzung seiner übergeordneten Konsolidierungszone. Diese hatten wir wie folgt definiert: 3.575 / 3.567. Streng genommen können wir diese jetzt auch bis auf 3.557 Indexpunkte nach unten hin ausdehnen, da es hier am Dienstag einen Durchstich gab.
Im Tagesverlauf vom Donnerstag erholte sich der EUROSTOXX 50 um 2,04 Prozent, überwand damit sogar innerhalb der übergeordneten Konsolidierungszone den jüngst ausgebildeten tertiären Abwärtstrend und hat sich damit in eine überaus interessante Ausgangslage gebracht, in einen neuen Aufwärtsimpuls in Richtung oberer Bereichsbegrenzung zu starten.
Allerdings haben wir im EUROSTOXX 50 ein gesteigertes Risiko auf Grund der Dynamikentwicklung. In den letzten Tagen wiesen wir mehrfach darauf hin, daß der ADX im EUROSTOXX 50 ansteigt, und dieser Prozeß einherging mit der Ausbildung der jüngsten, abwärts ausgerichteten Tertiärtrendentwicklung. Somit wird hier das Verhalten des Kurses im Bezug auf seine Korrekturpotentiale umso wichtiger. Aktuell berechnen sich diese wie folgt: 3.659 / 3.674 (Minimumkorrektur), 3.710 (Normalkorrektur) und 3.746 / 3.761 (Maximumkorrektur). Im Donnerstag Hoch bei 3.652 hat der EUROSTOXX 50 sein minimales Korrekturpotential fast ausgeschöpft. Somit bleibt es hier sehr spannend.
Allgemeine charttechnische Einschätzung der Marktlage
In der letzten Handelswoche schien sich ein charttechnischer Großwetterwechsel anzukündigen, konnte jedoch in letzter Minute verhindert werden. Innerhalb der übergeordneten, seitwärts ausgerichteten Konsolidierungszonen setzten sich die tertiären Asbwärtstrends fort und rutschten per Mittwoch in einigen Indizes, wie dem EUROSTOXX 50 www.investorscreen.de/entrium/...s/chart?symm=PSX5E.PSE&hist=6 target="_new" rel="nofollow">PSX5E.PSE, dem NEMAX 50 www.investorscreen.de/entrium/...ts/chart?symm=NMPX.ETR&hist=6 target="_new" rel="nofollow">NMPX.ETR, aber auch im Dow Jones www.investorscreen.de/entrium/...ts/chart?symm=INDU.IND&hist=6 target="_new" rel="nofollow">INDU.IND, im NASDAQ 100 www.investorscreen.de/entrium/...s/chart?symm=COMPX.IND&hist=6 target="_new" rel="nofollow">COMPX.IND und im Hang Seng Index www.investorscreen.de/entrium/...rts/chart?symm=HSI.FX1&hist=6 target="_new" rel="nofollow">HSI.FX1, auf ihre unteren Begrenzungen ihrer übergeordneten Konsolidierungszonen. Entspannung folgte per Donnerstag mit kräftigen Kursanstiegen, der Freitag verlief dagegen eher gemischt.
Mit dem plötzlichen Richtungswechsel am Donnerstag, konnte sich die technische Verfassung an den internationalen Aktienmärkten zumindest kurzfristig etwas entspannen, mittelfristig halten wir an den strategischen Gesamteinschätzungen weiterhin fest.
ENTWICKLUNG EINE REAKTION AUF JÜNGSTEN ABSCHWUNG
Dennoch, wir verstehen unsere Beurteilungen der Märkte auch als eine Suche nach realistischen Entwicklungsszenarien und dem Abwägen des Für und Wieder. Und somit wollen wir auf einen Sachverhalt hinweisen, der unbedingt Beachtung finden sollte: Der Entwicklungsprozess der letzte zwei Tage letzter Woche ist zumindest bisher nichts weiter, als eine Reaktion auf den jüngsten Abschwung. Im Idealfall wächst sich diese Reaktion zu einem neuen tertiären Aufwärtstrend aus, im anderen Falle setzt sich der vorangegangene Abwärtstrend nach Abschluss der Reaktion nach unten hin fort. Da dieses entweder / oder immer gilt, benötigen wir ein zusätzliches Indiz, welches uns wenigstens im Ansatz einen leichten Informationsvorsprung liefern kann, in welche Richtung der nächste weiterführende Bewegungsimpuls denn mit höherer Wahrscheinlichkeit gehen könnte.
Das notwendige Hilfsmittel hierfür stellt die Bewegungsdynamik da, eine Messgröße, welche uns eine Idee dafür gibt, mit wieviel Kraft eine der beiden Marktseiten (Angebot oder Nachfrage) einen Entwicklungsprozess vorantreibt. Ein Dynamikanstieg in Richtung eines Bewegungsschubes läßt diesen in der Regel mit höherer Wahrscheinlichkeit als Impulsschub deutlich werden, Gegenbewegungen sind dann meist nur Reaktionen. Bleibt die Bewegungsdynamik in beiden Bewegungsrichtungen am Boden, ist die Ausbildung oder Fortsetzung einer Konsolidierungsphase (ähnlich dem Schema der letzten zwei Monate) das wahrscheinlichere Szenario, die Chance erfolgreicher Ausbrüche aus dieser Umklammerung ist meist gering. Bestenfalls kommt es zu Anpassungen der jeweiligen Begrenzungsniveaus, das war es dann aber auch schon in den häufigsten Fällen. Die letzten zwei Monate führten uns diesen Sachverhalt ja immer wieder eindrucksvoll vor Augen.
BEWEGUNGSDYNAMIKEN AM BODEN
Was liegt somit näher, als sich die Entwicklung der Bewegungsdynamiken der einzelnen Indizes in ihrer aktuellen Situation anzusehen ? Grundsätzlich können wir festhalten. Im allgemeinen befinden sich die Bewegungsdynamiken noch in (fast) allen Aktienindizes, welche wir beurteilen, am Boden. Auffallend ist jedoch ein Anstieg von tiefsten Niveaus aus im EUROSTOXX 50, im IBEX 35 www.investorscreen.de/entrium/...arts/chart?symm=IB.SIX&hist=6 target="_new" rel="nofollow">IB.SIX , im CAC 40 www.investorscreen.de/entrium/...ts/chart?symm=PCAC.PSE&hist=6 target="_new" rel="nofollow">PCAC.PSE, im MIB 30 www.investorscreen.de/entrium/...rts/chart?symm=930.MIX&hist=6 target="_new" rel="nofollow">930.MIX, im Dow Jones, etwas weniger eindeutig, aber auch sich stabilisierend im japanischen Nikkei 225 www.investorscreen.de/entrium/...s/chart?symm=NI225.FX1&hist=6 target="_new" rel="nofollow">NI225.FX1 und im Hang Seng Index. Gehen wir diese Aufzählung durch, fällt auf, dass unsere "Sorgenkinder" EUROSTOXX 50, Dow Jones und Hang Seng Index mit in der Aufzählung auftauchen. Die übrigen, aufgeführten Indizes sind in ihrer charttechnischen Ausprägung noch nicht soweit fortgeschritten, als dass trotz ihrer steigenden Dynamik schon die unteren Bereichsbegrenzungen zur Disposition stünden, dennoch kann es sich auch hier nur um Reaktionen handeln. Eine Ausnahme bildet der spanische IBEX 35, der bereits einen intakten sekundären Abwärtstrend aufweist. Damit liegt der Schluss nahe, dass sich diesmal die Art der Impulsentwicklung verändert hat im Vergleich zu den Wochen davor.
Wir messen die Bewegungsdynamik über den ADX, einem Standardindikator zur Dynamikbewertung. Bei all seinen Vorzügen (einer davon ist seine häufige Verfügbarkeit auf einer Vielzahl von Chartprogrammen), hat dieser Index auch Mängel. Wichtigster Mangel ist seine Zeitverzögerung, d.h. die Informationen, welche er uns liefert, sind streng genommen bereits Geschichte.
Somit wollen wir uns auf die Korrekturpotentiale stützen. Wir unterstellen: erste Annahme: das Risiko, dass uns die Märkte in den nächsten Tagen nach unten hin weg rutschen, ist etwas gestiegen, zumindest wenn der Gedankengang im Bezug auf das Dynamikverhalten richtig ist (statistisch wurde dies jedenfalls bestätigt). Wir unterstellen weiterhin, dass bei tatsächlich, augenblicklich gestiegener Dynamik auch der Druck auf den Entwicklungsprozess der Indexkurse zunimmt, d.h. es werden mit hoher Wahrscheinlichkeit (wenn denn unsere erste Annahme stimmt), nur minimale Korrekturen (vielleicht noch normale Korrekturen) möglich sein. Maximale Korrekturen dürften dagegen nicht mehr auftreten. Korrigieren die Märkte tatsächlich nur noch minimal und schwächen sich dann wieder ab, haben wir mit hoher Wahrscheinlichkeit vermehrt mit Brüchen der unteren Begrenzungsmarken der Konsolidierungszonen zu rechnen.
DAX
Der DAX www.investorscreen.de/entrium/...rts/chart?symm=DAX.ETR&hist=6 target="_new" rel="nofollow">DAX.ETR drehte per Donnerstag nach oben hin ab und realisierte per Schlusskurs einen Zugewinn von 3 Prozent. Damit können wir derzeit zunächst eine grundsätzliche Annahme treffen. Sollte sich der Kursverlauf weiterhin innerhalb der noch immer gültigen, aktuell völlig ungefährdeten Schiebezone aufhalten, werden wir mit hoher Wahrscheinlichkeit eine neue, etwas erhöhte untere Begrenzung in der seitwärts ausgerichteten Konsolidierungszone bekommen. Aktuell können wir im Bereich des Mittwochtiefs bei 4974 Indexpunkten eine bisher unbestätigte, damit auch untergeordnete, potentielle Unterstützung definieren, wir halten es allerdings für sehr wahrscheinlich, daß (wenn es bei einer fortgesetzten Pendelbewegung des Kursverlaufes innerhalb der Konsolidierungszone bleibt), dieses Niveau die neue untere / strategische Bereichsbegrenzung werden könnte. Ein Fall unter dieses Niveau (nach Abschluss der gestrigen (Noch-) Reaktion), würde zu einer übermäßigen Verlängerung des Tertiärtrends im Vergleich zu denen davor (innerhalb der Schiebezone) führen, so dass dann auch hier der ADX reagieren würde und das Risiko auf der Unterseite deutlich steigt (siehe dazu vergleichend die Entwicklung im EUROSTOXX 50, hier trat genau dieser Effekt ein).
Um allerdings auch hier einen Eindruck über das augenblickliche Niveau der Bewegungsdynamik zu bekommen, kalkulieren wir hier mit unseren getesteten Reaktionspotentialen: wir legen der Berechnung die Wegstrecke des jüngsten tertiären Abschwungs zugrunde: Hoch bei 5.352, Tief bei 4.974. Die Korrekturpotentiale berechnen sich wie folgt: 5.099 / 5.118 (Minimumkorrektur), 5163 (Normalkorrektur) und 5.207 / 5.226 (Maximumkorrektur). Statistische Tests haben im DAX gezeigt (zur Zeit liegen uns leider nur in diesem Index statistische Ergebnisse diesbezüglich vor, in den anderen Indizes sind wir noch an der Durchführung der Testreihen), daß wir bei einer vollendeten minimalen Korrektur derzeit mit etwas mehr als 67 Prozent Trefferquote rechnen müssen, daß sich im Anschluß an eine laufende Reaktion der vorangegangene Bewegungsimpuls fortsetzt. Auf die aktuelle Situation umgelegt: könnte der DAX nur bis höchsten 5.118 reagieren, wäre eine erneute Abschwächung mit Bruch der 4.974 zu 67 Prozent wahrscheinlich gewesen.
Im Donnerstagshoch erreichte der DAX die 5.135 Indexpunkte und schöpfte damit fast sein normales Korrekturpotential aus. Somit sinkt zumindest statistisch gesehen das Risiko etwas, nämlich immerhin noch auf etwas über 50 Prozent, daß wir uns von der bisher zwei Monate gültigen Konsolidierungszone nach unten hin verabschieden müssen.
Charttechnisch stecken wir somit jetzt folgende Eckpunkte ab: auf der Oberseite haben wir folgende herleitbaren Marken: die 5.180 als nächste übergeordnete Widerstandsmarke, danach die 5.341 / 5.352 als strategische obere Begrenzung der noch dominanten Konsolidierungszone. Auf der Unterseite haben wir die 4.974 (noch untergeordnete und unbestätigte Unterstützung, möglicherweise aber auch die neue, potentielle untere Begrenzung der aktuellen dominanten Konsolidierungszone. Der Bereich um 4.874 / 4.872 firmiert noch immer als untere strategische Unterstützung. Aus mittelfristigem Blickwinkel heraus bleibt der DAX noch immer neutral in seiner Beurteilung.
NEMAX 50
Der NEMAX 50 testete am Mittwoch im Tief die charttechnisch definierte untere Begrenzung der Konsolidierungszone bei 1.130 Indexpunkten. Per Donnerstag setzte auch hier eine kräftige Reaktion ein und trieb den Index um 3,45 Prozent in die Höhe. Damit wurde auch hier die untere Begrenzungsmarke und damit auch der Bestand der übergeordneten Konsolidierungszone bestätigt. Somit bleibt die strategische Großwetterlage im NEMAX 50 unverändert zu den Aussagen der Vortage. Wir bleiben innerhalb der 1137 auf der Unterseite und der 1.355 / 1.363 auf der Oberseite weitestgehend neutral im Sinne weiterführender Neupositionierungen.
Aus markttechnischem Blickwinkel heraus, liegt uns im NEMAX 50 weiterhin eine fallende Tendenz vor, d.h. der zur Messung herangezogene ADX rutscht derzeit noch immer ab. Allein aus diesem Blickwinkel heraus, haben wir zumindest ein Indiz, welches für eine mittelfristige Fortsetzung der Konsolidierungsbewegung spricht. Da wir allerdings auch hier das Problem der nachhaltigen Zeitverzögerung haben, wollen wir uns zur aktuellen Dynamikbeurteilung auf die Korrekturpotentiale konzentrieren:
Zugrunde legen wir die jüngste Abschwächung mit den Extremmarken bei 1.300 im Hoch und 1.130 im Tief. Die sich daraus ergebenden Korrekturpotentiale lauten somit wie folgt: 1.186 / 1.195 (Minimumkorrektur), 1.215 (Normalkorrektur) und 1.235 / 1.243 (Maximumkorrektur). Im Tageshoch vom Freitag erreichte der NEMAX 50 die 1.180, somit schöpfte er die minimale Korrekturfläche noch nicht aus. Damit ist noch alles offen im Bezug auf die Wahrscheinlichkeiten, ob wir in den nächsten Tagen / Wochen mit weiter fallenden oder neutralen Kursen rechnen müssen. Ein statistisch belegbares Ergebnis wie im DAX, liegt uns hier im NEMAX 50 noch nicht vor, dennoch gehen wir davon aus, daß auch hier die Ergebnisse nicht dramatisch abweichen dürften / sollten.
EUROSTOXX50
Der EUROSTOXX 50 bestätigte per Donnerstag wiederholt die untere Begrenzung seiner übergeordneten Konsolidierungszone. Diese hatten wir wie folgt definiert: 3.575 / 3.567. Streng genommen können wir diese jetzt auch bis auf 3.557 Indexpunkte nach unten hin ausdehnen, da es hier am Dienstag einen Durchstich gab.
Im Tagesverlauf vom Donnerstag erholte sich der EUROSTOXX 50 um 2,04 Prozent, überwand damit sogar innerhalb der übergeordneten Konsolidierungszone den jüngst ausgebildeten tertiären Abwärtstrend und hat sich damit in eine überaus interessante Ausgangslage gebracht, in einen neuen Aufwärtsimpuls in Richtung oberer Bereichsbegrenzung zu starten.
Allerdings haben wir im EUROSTOXX 50 ein gesteigertes Risiko auf Grund der Dynamikentwicklung. In den letzten Tagen wiesen wir mehrfach darauf hin, daß der ADX im EUROSTOXX 50 ansteigt, und dieser Prozeß einherging mit der Ausbildung der jüngsten, abwärts ausgerichteten Tertiärtrendentwicklung. Somit wird hier das Verhalten des Kurses im Bezug auf seine Korrekturpotentiale umso wichtiger. Aktuell berechnen sich diese wie folgt: 3.659 / 3.674 (Minimumkorrektur), 3.710 (Normalkorrektur) und 3.746 / 3.761 (Maximumkorrektur). Im Donnerstag Hoch bei 3.652 hat der EUROSTOXX 50 sein minimales Korrekturpotential fast ausgeschöpft. Somit bleibt es hier sehr spannend.