Chancen und Risiken für europäische Biotechs

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Chancen und Risiken für europäische Biotechs Arbeiter
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Chancen und Risiken für europäische Biotechs

 
30.01.02 18:03
#1
Chancen und Risiken für europäische Biotechs

Die Aussichten für die Biotech-Branche in Europa bleiben nach Ansicht vieler Analysten positiv. Während der Nasdaq-Biotech-Index im letzten Monat um rund 15 Prozent gesunken ist, haben sich europäische Unternehmen als recht resistent gegen diese Entwicklung erwiesen. Wer jetzt selektiv vorgeht und den Newsflow bei Unternehmen genau studiert, dem können Biotechs die ein oder andere positive Überraschung im Portfolio präsentieren.

Goldman Sachs zeigt sich allerdings besorgt, dass besonders deutsche Anleger zu viele Wunden von ihren biotechnologischen Ausflügen am Neuen Markt abbekommen haben, als dass sie sich noch einmal in die Nähe des Feuers begeben würden. Denn eines darf nicht vergessen werden: Biotech bedeutet immer auch ein hohes Risiko.




Auf kommende Ereignisse blicken


Doch der Sektor wird langsam erwachsen. Konsolidierung, größere Lizenzverträge mit Pharmakonzernen und bessere Bewertungen - alles Pluspunkte für die Branche, in der Hoffnung und Enttäuschung so nah beieinander liegen. Geneigte Anleger sollten nun vor allem auf die kommenden News bei europäischen Biotechs blicken. Medigene entrium.teledata.de/entrium/chart/...ym=MDG.ETR&hist=&bFunds=0 target="_new" rel="nofollow">MDG.ETR, Crucell entrium.teledata.de/entrium/chart/...=CRUCE.ASX&hist=&bFunds=0 target="_new" rel="nofollow">CRUCE.ASX, Oxford GlycoSciences entrium.teledata.de/entrium/chart/...ym=OGS.ISE&hist=&bFunds=0 target="_new" rel="nofollow">OGS.ISE entrium.teledata.de/entrium/chart/...ym=OXY.FSE&hist=&bFunds=0 target="_new" rel="nofollow">OXY.FSE, Zeltia entrium.teledata.de/entrium/chart/...ym=ZEL.SNM&hist=&bFunds=0 target="_new" rel="nofollow">ZEL.SNM entrium.teledata.de/entrium/chart/...ym=ZEL.ETR&hist=&bFunds=0 target="_new" rel="nofollow">ZEL.ETR und Serono entrium.teledata.de/entrium/chart/...m=AREB.FSE&hist=&bFunds=0 target="_new" rel="nofollow">AREB.FSE entrium.teledata.de/entrium/chart/...ym=SEO.ZRH&hist=&bFunds=0 target="_new" rel="nofollow">SEO.ZRH kommen in diesem Jahr alle mit Nachrichten heraus, die ihre Aktien signifikant beeinflussen könnten - je nach News positiv oder negativ. Historische Daten zeigen, dass negative News den Kurs einer Biotech-Aktie am Tag nach der Ankündigung um durchschnittlich 56 Prozent nach unten treibt!

Goldman Sachs rät Privatanlegern daher, sich auf Unternehmen mit geringem Risiko zu konzentrieren, bei denen nicht alles von einem positiven Newsflow abhängt. Während das erste Quartal relativ ruhig ausfallen wird, können Anleger für den Rest des Jahres bei zahlreichen Unternehmen wichtige Ankündigungen erwarten.


UnternehmenEreigniserwarteter Zeitpunkt
SeronoUS-Zulassung für MS-Medikament Rebifvor Mitte 2002
CrucellDaten aus Phase 1 für Merck HIV ImpfstoffQ2 2002
Oxford GlycoSciencesEU- und US-Zulassung für Gaucher-Medikament Vevescaca. Mitte 2002
MedigeneErgebnisse aus Phase 2 für Herzmedikament EtomoxirQ3 2002
Medigene

Zulassung für Prostatakrebs-Medikament Leuprogel / Ergebnisse aus Phase 3 für Turmor-Medikament Polyphenon

Q4 2002


Quelle: Goldman Sachs




Zu wenig M&A-Aktivität in Europa


Seit Mitte des vierten Quartals gab es insgesamt neun größere M&A-Deals, darunter jene zwischen Amgen entrium.teledata.de/entrium/chart/...m=AMGN.NAS&hist=&bFunds=0 target="_new" rel="nofollow">AMGN.NAS entrium.teledata.de/entrium/chart/...ym=AMG.FSE&hist=&bFunds=0 target="_new" rel="nofollow">AMG.FSE und Immunex entrium.teledata.de/entrium/chart/...m=IMNX.NAS&hist=&bFunds=0 target="_new" rel="nofollow">IMNX.NAS entrium.teledata.de/entrium/chart/...ym=IMX.FSE&hist=&bFunds=0 target="_new" rel="nofollow">IMX.FSE (Wert: 16 Milliarden Dollar) sowie LION Bioscience entrium.teledata.de/entrium/chart/...ym=LIO.ETR&hist=&bFunds=0 target="_new" rel="nofollow">LIO.ETR und NetGenics (25 Millionen Dollar). Die Biotechs haben den Pharmakonzernen in Sachen Branchenkonsolidierung schon längst die Schau gestohlen. Allerdings ist anzumerken, dass all diese Deals - mit Ausnahme von LION - zwischen amerikanischen Unternehmen geschlossen wurden. Nach Ansicht der Analysten bei Goldman Sachs müssen die Europäer diesen Abstand aufholen, wenn sie weltweit in der Branche mithalten wollen. Zum Vergleich: Der Gesamtwert amerikanischer M&A Deals 1999 betrug 38,5 Milliarden Dollar, mehr als der gegenwärtige Wert des Sektors in Europa, der bei 30 Milliarden Dollar liegt. Die Goldmänner bemängeln, dass es in Europa in den letzten Jahren nicht genug Deals gegeben habe, welche die Aussichten eines Unternehmens grundlegend verändert haben.

Dabei sind die Vorteile sich zusammenzuschließen sind für Biotech-Unternehmen offensichtlich: Erhöhung der kritischen Masse für Forschung und Entwicklung, Vertrieb oder Marketing; Zugang zu neuen Technologien; Akquisition neuer Produkte; Sprungbrett für weitere Übernahmen. Die finanzielle Lage bei vielen Anbietern in der Branche ist mittlerweile mehr als solide und die Unternehmen könnten diese Situation nutzen, um die Konsolidierung des Sektors ganz in die Hand zu nehmen, ohne Hilfe der Pharmakonzerne. Auf diese Weise kann auch die Kultur der Branche bewahrt werden.




Keine verfrühten Partnerschaften mehr


Die Zeiten, in denen die Pharmakonzerne in der Biotech-Branche das Sagen hatten, sind allerdings längst vorbei. Viele Biotechs erhalten nun einen substantiellen Anteil der Gewinne aus Partnerschaften mit Pharmakonzernen. Darüber hinaus behalten sich viele Biotech-Unternehmen das Recht vor, die gemeinsamen Produkte teilweise mitzuvermarkten. Finanzielle Schwierigkeiten spielen keine so große Rolle mehr, wie in der Vergangenheit, so dass Unternehmen nicht länger gezwungen sind, vielversprechende Entwicklungen frühzeitig und zu geringen Gewinnen auszulizenzieren.

Goldman Sachs gibt an, dass ein durchschnittliches Biotech-Unternehmen in Europa heutzutage genug Cash für drei Jahre hat. Das ist mehr als je zuvor. Auf der anderen Seite sind die Pharmakonzerne aber weiterhin auf die Biotechs angewiesen, um Lücken in ihren Produktpipelines zu schließen. Sie müssen daher immer mehr für biotechnologische Produkte zahlen. Zu den wichtigsten Biotech-Pharma-Deals gehören bis dato: ICOS entrium.teledata.de/entrium/chart/...m=ICOS.NAS&hist=&bFunds=0 target="_new" rel="nofollow">ICOS.NAS entrium.teledata.de/entrium/chart/...ym=ICO.FSE&hist=&bFunds=0 target="_new" rel="nofollow">ICO.FSE und Eli Lilly entrium.teledata.de/entrium/chart/...ym=LLY.NYS&hist=&bFunds=0 target="_new" rel="nofollow">LLY.NYS entrium.teledata.de/entrium/chart/...ym=LLY.FSE&hist=&bFunds=0 target="_new" rel="nofollow">LLY.FSE, Millennium entrium.teledata.de/entrium/chart/...m=MLNM.NAS&hist=&bFunds=0 target="_new" rel="nofollow">MLNM.NAS entrium.teledata.de/entrium/chart/...ym=MIP.FSE&hist=&bFunds=0 target="_new" rel="nofollow">MIP.FSE und Aventis entrium.teledata.de/entrium/chart/...ym=AVE.ETR&hist=&bFunds=0 target="_new" rel="nofollow">AVE.ETR entrium.teledata.de/entrium/chart/...m=PAVE.PSE&hist=&bFunds=0 target="_new" rel="nofollow">PAVE.PSE, CuraGen entrium.teledata.de/entrium/chart/...m=CRGN.NAS&hist=&bFunds=0 target="_new" rel="nofollow">CRGN.NAS entrium.teledata.de/entrium/chart/...ym=XCU.ETR&hist=&bFunds=0 target="_new" rel="nofollow">XCU.ETR und Bayer entrium.teledata.de/entrium/chart/...ym=BAY.ETR&hist=&bFunds=0 target="_new" rel="nofollow">BAY.ETR sowie Vertex entrium.teledata.de/entrium/chart/...m=VRTX.NAS&hist=&bFunds=0 target="_new" rel="nofollow">VRTX.NAS und Novartis entrium.teledata.de/entrium/chart/...m=NOVN.ZRH&hist=&bFunds=0 target="_new" rel="nofollow">NOVN.ZRH entrium.teledata.de/entrium/chart/...ym=NOT.FSE&hist=&bFunds=0 target="_new" rel="nofollow">NOT.FSE.




Viele Aktien attraktiv bewertet


Mit dem Erwachsenwerden des Sektors und den damit gesunkenen Risiken wird Biotechnologie wieder interessant für Anleger. Viele Unternehmen sind heutzutage sehr attraktiv bewertet und werden von Analysten noch immer oder wieder zum Kauf empfohlen.



Unternehmen (Homepage)Goldman Sachs EmpfehlungKaufempfehlungen MGE *Goldman Sachs Kursziel
www.gpc-biotech.de/ target="_new" rel="nofollow">GPC BiotechMarket Outperformer56 % 45 Euro
www.medigene.com/deutsch/index_deutsch.php target="_new" rel="nofollow">MedigeneMarket Outperformer70 %44 Euro
www.weston-medical.com target="_new" rel="nofollow">Weston MedicalMarket Outperformer100 % **4 Pfund
www.serono.com/ target="_new" rel="nofollow">SeronoRecommended List73 %1 700 CHF
www.evotec.de target="_new" rel="nofollow">EvotecMarket Outperformer44 %35 Euro
www.zeltia.com target="_new" rel="nofollow">ZeltiaMarket Performer42 %10,2 Euro
www.acambis.com/cfm/index.cfm target="_new" rel="nofollow">AcambisMarket Outperformer75 %5 Pfund
www.celltech.co.uk/ target="_new" rel="nofollow">CelltechRecommended List80 %20,50 Pfund
www.neurosearch.com/uk/ target="_new" rel="nofollow">NeurosearchMarket Underperformer60 %190 DKr
www.cambridgeantibody.com/ target="_new" rel="nofollow">Cambridge AntibodyMarket Performer74 %15,20 Pfund

Quelle: Goldman Sachs / Multex Global Estimates*) Multex Global Estimates;**) nur vier befragte Broker




Risiken nicht vergessen


Niemand weiß es besser als Neue-Markt-Anleger: Die Biotech-Branche birgt viele Risiken. Verzögerungen bei der Entwicklung oder abgebrochene Projekte sind an der Tagesordnung. Weiterhin sind die Entwicklungszeiten oft 10 Jahre oder länger. Zu den negativen Ereignissen in der Vergangenheit gehörten die geplatzte US-Zulassung für ImClones entrium.teledata.de/entrium/chart/...m=IMCL.NAS&hist=&bFunds=0 target="_new" rel="nofollow">IMCL.NAS entrium.teledata.de/entrium/chart/...ym=IMS.ETR&hist=&bFunds=0 target="_new" rel="nofollow">IMS.ETR Krebsmedikament Erbitux oder der Abbruch der Tests in der zweiten Phase bei Abgenix' entrium.teledata.de/entrium/chart/...m=ABGX.NAS&hist=&bFunds=0 target="_new" rel="nofollow">ABGX.NAS entrium.teledata.de/entrium/chart/...ym=ANX.FSE&hist=&bFunds=0 target="_new" rel="nofollow">ANX.FSE Arthritis-Präparat ABX-IK8.

Dennoch sollten Anleger die Augen offen halten. Chancen bieten vor allem die britische Acambis, die einen wichtigen Vertrag mit der US-Regierung über Pocken-Impfstoffe abgeschlossen hat, Medigene, wo mit Etomoxir (Herzversagen) und Leuprogel (Krebs) zwei Produkte mit hohem Potential aus der Pipeline kommen und Crucell, das mit Merck & Co. entrium.teledata.de/entrium/chart/...ym=MRK.NYS&hist=&bFunds=0 target="_new" rel="nofollow">MRK.NYS entrium.teledata.de/entrium/chart/...ym=MCC.ETR&hist=&bFunds=0 target="_new" rel="nofollow">MCC.ETR eine Partnerschaft zu Impfstoffen abgeschlossen hat.

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Arbeiter:

Medigene ist die Nr. 1 in Deutschland

 
30.01.02 18:35
#2
Medigene ist die Nr. 1 in Deutschland

Wie sich die Zeiten ändern. Lange Zeit galt Deutschland als rückständig bei innovativen Technologien wie beispielsweise in der zukunftsträchtigen Biotechnologie. Doch in den vergangenen Jahren haben deutsche Unternehmen kräftig aufgeholt und bereits beachtliche Erfolge erzielt. Insbesondere im Boomjahr 2000 gingen mehrere höchst interessante Biotech-Schmieden an den Neuen Markt. Eine davon ist der Deutschland-Primus Medigene entrium.teledata.de/entrium/chart/...ym=MDG.ETR&hist=&bFunds=0 target="_new" rel="nofollow">MDG.ETR.

Medigene hat seinen Hauptsitz im Münchner Vorort Martinsried gleich neben dem Chemie und Pharmazie-Campus der Münchener Universität. Das hat den Vorteil, dass das Unternehmen aus einem reichhaltigen Reservoir an wissenschaftlichen Nachwuchstalenten schöpfen kann. Darüber hinaus ist das Biotechnologieunternehmen mit einem Tochterunternehmen im kalifornischen San Diego vertreten.

Medigene hat sich auf die Behandlung von bisher unheilbaren Krankheiten spezialisiert, unter anderem wird an Herz-, Tumor- und durch Herpes-Erkrankungen geforscht. Außerdem vergibt Medigene Lizenzen für insgesamt fünf eigenen Technologien an Drittunternehmen. Das Umsatz- und Ertragspotential aus der Lizenzvergabe ist im Vergleich mit der eigenen Wirkstoffentwicklung allerdings zweitrangig.




Wirkstoffpipeline ist viel versprechend


Der mit Abstand größte Hoffnungsträger ist das Medikament Etomoxir gegen Herzinsuffizienz. Nach Angaben von Medigene leiden weltweit ungefähr 15 Millionen Menschen an der Krankheit, die beispielsweise durch Bluthochdruck oder Herzinfarkt ausgelöst wird. Das maximale jährliche Umsatzpotential wird auf über 500 Millionen Euro geschätzt. Und das erscheint noch konservativ. Denn allein in den USA werden im Jahr rund zwei Milliarden US-Dollar für die medikamentöse Behandlung der Krankheit ausgegeben. Das Medikament befindet sich in der zweiten klinischen Phase, eine Zulassung ist für das Jahr 2005 geplant.




Den Anfang machen Leuprogel und Polyphenon


Bereits für das Jahr 2003 ist die Markteinführung ist des Medikaments Leuprogel zur Behandlung von Prostatakrebs vorgesehen. Medigene hatte im April 2001 vom amerikanischen Biotechnologieunternehmen Atrix Labs die europäischen Vermarktungsrechte erworben. Die Vermarktung in den USA übernimmt der französische Pharmakonzern Sanofi-Synthelabo.

Vergangene Woche erhielt Atrix die Zulassung für die Einmonatsdosierung von Leuprogel. Die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA ist für ihre sehr kritische Haltung gegenüber neuen Medikamenten bekannt. Daher ist es wahrscheinlich, dass die Einmonatsdosierung von Leuprogel noch im laufenden Jahr auch in Europa zugelassen wird. Später sollen auch die Drei- und Viermonatsdosierung auf den Markt kommen.

Der Markt für Prostatakrebs-Medikamente ist stark umkämpft. Marktführer sind Abbott Laboratories mit Lupron und Casodex von AstraZeneca, die zusammen fast die Hälfte eines rund drei Milliarden US-Dollar großen amerikanischen Marktes abdecken. Die Konzentration der Vermarktungsrechte auf Europa und die harte Konkurrenz begrenzt das maximale jährliche Marktpotential für Medigene. Es wird für alle drei Dosierungen auf immerhin über 50 Millionen Euro geschätzt.

Im Jahr 2003 dürfte es dann auch für das Medikament Polyphenon so weit sein. Polyphenon soll zur Behandlung von Genitalwarzen eingesetzt werden, eine sich stark ausbreitende Geschlechtskrankheit. Polyphenon wird ein maximales jährliches Marktpotential von ungefähr 50 Millionen Euro zugebilligt.

Neben diesen drei Medikamenten sind noch Wirkstoffe gegen Gehirntumore, Gebärmutterkrebs, Lebermetastasen und schwarzen Hautkrebs in der Entwicklung. Deren Markteinführung könnte bei einem Erfolg der klinischen Forschung in den Jahren 2005 bis 2007 erfolgen.




Kurzfristige Bewertung von Medigene bleibt Ansichtssache


Auf den ersten Blick macht Medigene bei einem Kurs von 24 Euro mit einer Marktkapitalisierung von rund 270 Millionen Euro einen überbewerteten Eindruck. Das Unternehmen wäre bei einem durchschnittlich erwarteten Umsatz von acht Millionen demnach mit dem 34–fachen Umsatz bewertet.

Medigene erwirtschaftet einen Teil des Umsatzes mit Forschungs- und Entwicklungszahlungen von Partnerunternehmen wie Aventis und Schering. Diese Zahlungen sind wiederum von den Kosten abhängig, die bei den gemeinsamen Forschungsprojekten entstehen. Somit führen höhere Kosten auch zu höheren Umsätzen. Damit wird deutlich, dass Bewertung auf Basis des Kurs-Umsatz-Verhältnisse für die Beurteilung des Unternehmenserfolgs im jetzigen Unternehmensstadium nicht geeignet ist. Erst wenn die ersten vermarktete Medikamente zu Umsätzen führen, wird sich das ändern.

Die Martinsrieder verfügen seit dem Börsengang über ein solides Finanzpolster. Ende September waren noch fast 95 Millionen Euro in der Kasse. Diese Mittel braucht das Unternehmen, um seine aufwändige Forschungsvorhaben weiterzuführen. In den ersten neun Monaten des vergangenen Geschäftsjahres betrug der monatliche Cashverbrauch 2,8 Millionen Euro. Somit kann nicht ausgeschlossen werden, dass Medigene vor dem geplanten Erreichen der Gewinnzone im Jahr 2005 noch einmal auf externe Finanzmittel angewiesen ist.




Im Branchenvergleich interessant


Medigene hat insgesamt über insgesamt sieben Wirkstoffe in der klinischen Entwicklung. Dadurch ist das Unternehmens- und damit das Kursrisiko deutlich niedriger als beispielsweise bei einigen anderen am Neuen Markt notierten deutschen Biotechnologieunternehmen. Beispielsweise hat GPC Biotech erst einen Wirkstoff in der klinischen Entwicklung, Morphosys und LION Bioscience noch keinen einzigen.




Medigene ist etwas für risikobewusste Anleger


Medigene bleibt weist das branchentypische Risiko auf. Großen Chancen durch die Wirkstoffforschung stehen beachtliche Risiken gegenüber. Insbesondere die Forschungsfortschritte bei Etomoxir werden die Anleger mit Argusaugen begutachten. Etwaige Rückschläge oder gar ein Scheitern des Präparats würde zu heftigen Kursverlusten führen. Doch im Falle eines erfolgreichen Markteinführung insbesondere von Etomoxir wäre der aktuelle Aktienkurs nur als Schnäppchen zu bezeichnen.

Wie man es dreht und wendet: Wer auf Biotechnologie aus deutschen Landen setzten möchte, kommt an Medigene kaum vorbei.
Sharper.de
 
Chancen und Risiken für europäische Biotechs Arbeiter
Arbeiter:

Bundestag stimmt Einfuhr von Stammzellen zu

 
30.01.02 21:09
#3
Bundestag stimmt Einfuhr von Stammzellen zu

Embryonale Stammzellen dürfen künftig unter strengen Voraussetzungen zu Forschungszwecken nach Deutschland importiert werden. Das hat die Mehrheit des Bundestag am Mittwoch beschlossen.

Der Bundestag stimmte ohne Fraktionszwang nach mehrstündiger Debatte mit 340 Stimmen für einen entsprechenden Kompromissantrag der Abgeordneten Margot von Renesse (SPD), Maria Böhmer (CDU) und Andrea Fischer (Grüne). Für ein Importverbot stimmten 265 Abgeordnete. Zehn Parlamentarier stimmten mit Nein, zwei enthielten sich. In einem ersten Wahlgang hatten die Parlamentarier zuvor die weitgehende Freigabe der Zelleinfuhr abgelehnt. In der Debatte war deutlich geworden, dass die Meinungen in fast allen Fraktionen bei diesem Thema geteilt waren.

Der Bundestag muss nun ein Gesetz verabschieden, das nur die Einfuhr embryonaler Stammzellen erlaubt, die bis zu einem bestimmten Stichtag hergestellt wurden. Damit soll verhindert werden, dass die Zellen eigens für die Einfuhr nach Deutschland hergestellt werden. In Deutschland bleibt die Herstellung embryonaler Stammzellen verboten.

Für diesen Antrag hatte sich auch Bundeskanzler Gerhard Schröder ausgesprochen. Die Import-Gegner hatten gewarnt, durch den Import würden die Türen für weitergehende gentechnische Forschungsmethoden geöffnet. Sie lehnen die Forschung mit Embryo-Zellen zudem ab, da für die Herstellung der Zellen Embryos in der Größe weniger Zellen getötet werden.




Wissenschaftler warten auf Erlaubnis


Mit den embryonalen Stammzellen hoffen Mediziner, in Zukunft schwere Krankheiten heilen und die Funktion verschlissener Organe wieder herstellen zu können. Jeder Organismus enthält solche Zellen. Sie sind Ursprungszellen, die noch nicht auf eine bestimmte Funktion spezialisiert sind, und können sich noch in verschiedene Zelltypen entwickeln.

Drei Wissenschaftler möchten derzeit in Deutschland mit finanzieller Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) menschliche embryonalen Stammzellen importieren. Sie haben dazu bei der DFG Anträge gestellt. Der Oberarzt Wolfgang-Michael Franz von der Universität München will aus embryonalen Stammzellen Herzmuskelzellen gewinnen, um Durchblutungsstörungen des Herzen, etwa nach einem Infarkt zu behandeln. Er hat bereits menschliche embryonale Stammzellen eingeführt, aber noch nicht damit gearbeitet.

Auch der Virusexperte Ulrich Martin von der Medizinischen Hochschule Hannover will untersuchen, ob die bereits vorhandenen menschlichen embryonalen Stammzelllinien mit Mäuseviren infiziert sind, weil solche Stammzellen bisher nur mit Hilfe von Mäusezellen wachsen können. Sollten sie infiziert sein, wären sie für eine Anwendung beim Menschen nicht geeignet. Der Neurobiologe Oliver Brüstle von der Universität Bonn möchte neues Nervengewebe aus embryonalen Stammzellen gewinnen. Er will untersuchen, ob Zellen zur Transplantation in Gehirn und Rückenmark gewonnen werden können.
ftd..


Chancen und Risiken für europäische Biotechs Egozentriker
Egozentriker:

Au weia

 
30.01.02 21:12
#4
Zu dem Satz: "In Deutschland bleibt die Herstellung embryonaler Stammzellen verboten" fällt mir nur ein einziges Wort ein.

LÄCHERLICH

Chancen und Risiken für europäische Biotechs cap blaubär
cap blaubär:

wenn ich die Dinger in Nährlösung vermehren kann

 
30.01.02 21:36
#5
hat das Heute wohl nix gebracht tätichmalsagen,zudem Nichtstaatliche Stellen darauf soviel geben wie die CDU auf Spendengesätze
Politik iss verwaltung der Ohnmacht+in diesem Fall iss dasgutso,das Problem iss ja nunauch in der diffrenzierung einer Zelle können Fehler auftreten die man Krankheiten nennt also hat das ganze was von dem Leichensektionsverbot im Mittelalter    
blaubärgrüsse
Chancen und Risiken für europäische Biotechs Arbeiter
Arbeiter:

Up, für die Frühschicht: Guten Morgen o.T.

 
31.01.02 07:25
#6
Chancen und Risiken für europäische Biotechs Rexini
Rexini:

ich weis ja...

 
31.01.02 07:36
#7
...das mit den stammzellen ist ein heikles thema , aber wenn damit erfolge erziehlt werden ,wedem wir alle froh sein wenn wir 'ersatzteile' für unseren körper brauchen.
Chancen und Risiken für europäische Biotechs Arbeiter

Serono

 
#8

Serono Chance für Neueinstieg


Den Analysten des Anlegermagazins "Die Telebörse" zufolge bietet sich bei der Aktie Serono www.investorscreen.de/entrium/chart/...=SEO.ZRH&hist=&bFunds=0 target="_new" rel="nofollow">SEO.ZRH www.investorscreen.de/entrium/chart/...AREB.FSE&hist=&bFunds=0 target="_new" rel="nofollow">AREB.FSE (WKN 873438) eine Chance für Neueinsteiger.

Da Seronos Mittel Rebif gegen Multiple Sklerose in Zusammenhang mit zwei Fällen schwerer Hepatitis gebracht worden sei, sei der Kurs um fast 10% abgestürzt. Aber zum einen habe es sich nicht um neue Daten gehandelt und zum anderen sei es hier um lediglich einen Patienten gegangen und dieser habe ein weiteres Präparat genommen, was bekannt dafür sei, dass es Schäden an der Leber verursachen könne.

Nun sei die Serono-Aktie günstig. Der Titel sollte Auftrieb erhalten, da noch im ersten Halbjahr die amerikanische Zulassungsbehörde wahrscheinlich das Multple-Sklerose-Mittel für den US-Markt freigeben werde.

Daher bietet sich bei der Serono-Aktie nun eine gute Chance für Neueinsteiger, so die Analysten von "Die Telebörse".


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