Es wurde in der letzten ad hoc ein zweistelliger Millionen Gewinn angekündigt und dieser zweistellige Mio Gewinn wurde jüngst von Watzke bestätigt. Das sind die Fakten, die man nicht fehlinterpretieren kann.
Gewinne reinvestieren bedeutet nicht, daß man keine Gewinne hat. Gewinne reinvestieren sind extrem sinnvoll. Das bedeutet:
1. man hat Gewinne
2. der Buchwert je Aktie steigt
3. durch die Reinvestition in den Kader steigen die stillen Reserven
Sollte es tatsächlich zu einem Gündogan Transfer kommen, wird sich der Gewinn der Vorsaison verfünffachen, man wird versteuern, man wird reinvestieren,
man wird aber kein riesiges Festgeldkonto deswegen aufbauen wollen oder können. Darauf bezog sich die Aussage von Watzke.
Aber man wird einen Gewinn von über 20 Mio haben, dies kann man gar nicht verhindern, selbst wenn man das wollte:
Nur mal als Beispiel die Hummels Millionen. 35 Millionen (weitere mindestens 3 Millionen sind offensichtlich garantiert, werden aber erst später fällig) bekommt man für ihn. Diese 35 Millionen sind Reingewinn, denen Verluste in anderen Bereichenggü stehen. Von dem was übrig bleibt investiert man jeden einzelnen Cent in neue Spieler, ändert aber nichts am Reingewinn. Denn wenn man von dem übrig gebliebene Geld alles ausgibt, wird es erst in der nächsten Saison über die Vertragslaufzeit abgeschrieben.
Ein Spieler der 20 Mio kostet und 5 Jahre Vertrag hat, kostet ab der nächsten Saison pro Jahr 4 Mio Abschreibungen, diese 4 Mio Abschreibungen werden also ab dann das Ergebnis belasten.
Aber eben nicht für das abgelaufene Geschäftsjahr.Fazit: Der zweistellige Mio Gewinn im laufenden Geschäftsjahr wurde offiziell bestätigt und ist unstrittig.
Zur Kursentwicklung:
Kernproblem bei den hohen Gewinnen durch Spielertransfers sind nicht die Steuern und hohen Beraterprovisionen. Auch nicht die künftige Gewinnentwicklung aufgrund der hohen Abschreibungen. Borussia Dortmund schreibt 6 Jahre durchgehend Gewinne, diese sind durchschnittlich 12x höher als bei Bayern als diese einen ähnlich hohen Umsatz hatten: bvbaktie.blogspot.de/2016/03/vergleich-der-gewinne.html
sondern Kernproblem ist, daß die sportliche Wettbewerbsfähigkeit in Frage gestellt wird.
Nur deswegen hatte der Aktienkurs aufgrund der Toptransfers Kagawa/Barrios/Götze/Perisic kurzfristig sehr verhalten reagiert. Die mittelfristige Kursentwicklung war aber in diesen Jahren der Toptransfers exzellent: +150% plus Dividenden zwischen Juni 2012 und Juli 2014
Es geht also darum, ob sich Borussia Dortmund ohne Hummels und ohne Gündogan erneut für die Champions League qualifiziert. Nach dem Kagawa Wechsel stand der Aktienkurs im Juni 2012 bei 2,10. Der Aktienkurs stieg sehr rasch, als klar war, daß man auch ohne Kagawa erfolgreich sein würde. Erst in dem Moment wurde der Toptransfer "eingepreist". Nach dem CL Finale stand der BVB Aktienkurs bei 3,05. Er stieg in der neuen Saison sehr rasch und deutlich als man gegen ein paar Abstiegskandidaten gewann. Als also klar war, daß man auch ohne Götze erfolgreich sein würde.
Daher sehe ich als Kurstreiber für die Sommerpause den neuen TV Vertrag und danach in der neuen Saison bis mindestens November die Toptransfers, die erst in dem Moment eingepreist werden, wenn man sportlich auf Augenhöhe zu Platz 3 und CL Qualifikation ist.