Der Verkauf der Schnellrestaurant-Gruppe Burger King steht unmittelbar bevor. Laut Branchenkreisen verhandelt die britische Mutter Diageo nun exklusiv nur noch mit einem potenziellen Käufer.
Das Gebot für Burger King ist nun offenbar bei 2,1 Mrd. $ angelangt. Burger King wäre damit um fast 50 Prozent niedriger bewertet als Konkurrent Wendy’s. Es könnte schon am Mittwoch zum Abschluss des Geschäfts kommen, wenn die fallenden Aktienmärkte nicht noch einmal zu einer neuen Preisfestsetzung zwingen. "Der Verhandlungsprozess geht weiter", zitierte die Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag einen Vertreter von Diageo. Die Aktie des Konzerns schloss mit 693 Pence höher.
Der Käufer von Burger King steht vor der Aufgabe, die in Miami beheimatete Burger-Kette - sie erwirtschaftet rund 320 $ pro Jahr, setzt 11 Mrd. $ um und musste zuletzt massive Geschäftseinbußen hinnehmen - gegen den dreimal so großen Erzkonkurrenten McDonald’s sowie den wachsenden Wettbewerb anderer Fast-Food-Ketten wie Wendy’s und Mickes D’s zu verteidigen.
Das Bieterkonsortium, das in die letzte Runde für die weltweit 11.500 Filial-Lizenzen von Burger King gekommen ist, wird von der US-Venture Capital-Gesellschaft Texas Pacific Group geführt. In der letzten Bieterrunde soll Diageo zwei Konkurrenzangebote als zu niedrig abgelehnt haben. Neben Texas Pacific gehört dem Konsortium die in Boston beheimatete Beteiligungsgesellschaft Bain Capital und die Private Equity-Tochter der Investmentbank Goldman Sachs an.
Rascher Wechsel der Geschäftsführer
Diageo, die weltweit größte Spirituosengruppe, hatte lange mit dem Verkauf gezögert. Die in den USA gegründete Burger-King-Gruppe wurde vor 14 Jahren von den Briten übernommen. In dieser Zeit führten neun Geschäftsführer die Kette. Immer wieder erhoffte sich Diageo eine Verbesserung der Geschäftslage, um einen besseren Preis beim Verkauf verlangen zu können. Doch zwischen 1996 und 2001 fielen die Kundenbesuche in Burger-King-Filialen um 20 Prozent. Die Umsätze pro Laden sanken 2001 erstmals unter 1 Mio. $, während der Fast-Food-Markt um fast fünf Prozent zulegte. Burger King musste mehrere Auslandsfilialen schließen und macht heute rund 75 Prozent des Geschäfts in den USA.
Derzeit steht der Ex-Chef der Fluggesellschaft Northwest Airlines, John Dasburg, an der Spitze der Whopper-Kette, die einst mit dem Versprechen dickerer Hamburger gegen McDonald’s antrat. Dasburg konnte Diageo zu einer Finanzspritze von 350 Mio. $ für Burger King bewegen und versprach zuletzt eine Umsatzausweitung von bis zu 24 Prozent. Die neuesten Zahlen weisen tatsächlich auf eine Umkehr des jahrelangen Negativtrends hin. Für Diageo war das offenbar der Grund, Burger King im März zum Verkauf zu stellen. Bis Ende August sollte ein Käufer gefunden sein.
Konzentration auf das Alkohol-Geschäft
Diageo will sich künftig auf das Geschäft mit Schnäpsen, Likören und Weinen konzentrieren. Der Konzern hatte nach dem im Februar vorgelegten Halbjahresergebnis den Gewinn vor Steuern und Sonderposten auf 1,23 Mrd. £ (2 Mrd. Euro) nach 1,89 Mrd. £ erhöhen können. Der Spirituosenumsatz legte um zehn Prozent auf 4 Mrd. £ (6,5 Mrd. Euro) zu.
Vor fünf Jahren war Diageo aus den Alkohol- und Lebensmittelunternehmen Guinness und Grand Metropolitan entstanden und wurde seither zum führenden Spirituosenhersteller neben der französischen Pernod-Gruppe und dem britischen Konkurrenten Allied Domecq aufgebaut. Der Konzern verdankt sein Wachstum Marken wie Smirnoff, Baileys, Guinness und Johnnie Walker. Die vormalige Lebensmittel-Tochter Pillsbury hat Diageo bereits an General Mills verkauft.
Zuletzt hatte sich Diageo vor allem auf leicht alkoholische Mixgetränke mit Malz-Zusätzen konzentriert, die gerade Biertrinker ansprechen sollen. Topmarke ist das in kleinen Flaschen abgefüllte Wodka-Mixgetränk Smirnoff Ice. Das Trendgetränk hat allein in den USA seit Einführung Anfang vergangenen Jahres ein Prozent des Biermarktes erobert.
ftd.de
Das Gebot für Burger King ist nun offenbar bei 2,1 Mrd. $ angelangt. Burger King wäre damit um fast 50 Prozent niedriger bewertet als Konkurrent Wendy’s. Es könnte schon am Mittwoch zum Abschluss des Geschäfts kommen, wenn die fallenden Aktienmärkte nicht noch einmal zu einer neuen Preisfestsetzung zwingen. "Der Verhandlungsprozess geht weiter", zitierte die Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag einen Vertreter von Diageo. Die Aktie des Konzerns schloss mit 693 Pence höher.
Der Käufer von Burger King steht vor der Aufgabe, die in Miami beheimatete Burger-Kette - sie erwirtschaftet rund 320 $ pro Jahr, setzt 11 Mrd. $ um und musste zuletzt massive Geschäftseinbußen hinnehmen - gegen den dreimal so großen Erzkonkurrenten McDonald’s sowie den wachsenden Wettbewerb anderer Fast-Food-Ketten wie Wendy’s und Mickes D’s zu verteidigen.
Das Bieterkonsortium, das in die letzte Runde für die weltweit 11.500 Filial-Lizenzen von Burger King gekommen ist, wird von der US-Venture Capital-Gesellschaft Texas Pacific Group geführt. In der letzten Bieterrunde soll Diageo zwei Konkurrenzangebote als zu niedrig abgelehnt haben. Neben Texas Pacific gehört dem Konsortium die in Boston beheimatete Beteiligungsgesellschaft Bain Capital und die Private Equity-Tochter der Investmentbank Goldman Sachs an.
Rascher Wechsel der Geschäftsführer
Diageo, die weltweit größte Spirituosengruppe, hatte lange mit dem Verkauf gezögert. Die in den USA gegründete Burger-King-Gruppe wurde vor 14 Jahren von den Briten übernommen. In dieser Zeit führten neun Geschäftsführer die Kette. Immer wieder erhoffte sich Diageo eine Verbesserung der Geschäftslage, um einen besseren Preis beim Verkauf verlangen zu können. Doch zwischen 1996 und 2001 fielen die Kundenbesuche in Burger-King-Filialen um 20 Prozent. Die Umsätze pro Laden sanken 2001 erstmals unter 1 Mio. $, während der Fast-Food-Markt um fast fünf Prozent zulegte. Burger King musste mehrere Auslandsfilialen schließen und macht heute rund 75 Prozent des Geschäfts in den USA.
Derzeit steht der Ex-Chef der Fluggesellschaft Northwest Airlines, John Dasburg, an der Spitze der Whopper-Kette, die einst mit dem Versprechen dickerer Hamburger gegen McDonald’s antrat. Dasburg konnte Diageo zu einer Finanzspritze von 350 Mio. $ für Burger King bewegen und versprach zuletzt eine Umsatzausweitung von bis zu 24 Prozent. Die neuesten Zahlen weisen tatsächlich auf eine Umkehr des jahrelangen Negativtrends hin. Für Diageo war das offenbar der Grund, Burger King im März zum Verkauf zu stellen. Bis Ende August sollte ein Käufer gefunden sein.
Konzentration auf das Alkohol-Geschäft
Diageo will sich künftig auf das Geschäft mit Schnäpsen, Likören und Weinen konzentrieren. Der Konzern hatte nach dem im Februar vorgelegten Halbjahresergebnis den Gewinn vor Steuern und Sonderposten auf 1,23 Mrd. £ (2 Mrd. Euro) nach 1,89 Mrd. £ erhöhen können. Der Spirituosenumsatz legte um zehn Prozent auf 4 Mrd. £ (6,5 Mrd. Euro) zu.
Vor fünf Jahren war Diageo aus den Alkohol- und Lebensmittelunternehmen Guinness und Grand Metropolitan entstanden und wurde seither zum führenden Spirituosenhersteller neben der französischen Pernod-Gruppe und dem britischen Konkurrenten Allied Domecq aufgebaut. Der Konzern verdankt sein Wachstum Marken wie Smirnoff, Baileys, Guinness und Johnnie Walker. Die vormalige Lebensmittel-Tochter Pillsbury hat Diageo bereits an General Mills verkauft.
Zuletzt hatte sich Diageo vor allem auf leicht alkoholische Mixgetränke mit Malz-Zusätzen konzentriert, die gerade Biertrinker ansprechen sollen. Topmarke ist das in kleinen Flaschen abgefüllte Wodka-Mixgetränk Smirnoff Ice. Das Trendgetränk hat allein in den USA seit Einführung Anfang vergangenen Jahres ein Prozent des Biermarktes erobert.
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