Bundestagswahl findet wohl ohne die Schill-Partei


Thema
abonnieren
Beiträge: 8
Zugriffe: 1.017 / Heute: 1
Brummer:

Bundestagswahl findet wohl ohne die Schill-Partei

 
17.02.02 14:04
„Eine Teilnahme ist eher unwahrscheinlich. Der Termin ist für uns zeitlich zu knapp“, so der Vorsitzende

München - Die Schill-Partei wird vermutlich doch nicht zur Bundestagswahl am 22. September antreten. „Eine Teilnahme an der Bundestagswahl ist eher unwahrscheinlich. Der Termin ist für uns zeitlich zu knapp“, zitierte „Focus Online“ den Gründer und Vorsitzenden der Partei Rechtsstaatlicher Offensive, den Hamburger Innensenator Ronald Schill.

Es sei nicht möglich, bis Juli in allen Bundesländern Landesverbände zu gründen. Fest steht bislang, dass die Schill-Partei am 21. April an der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt teilnehmen wird.

Am Montag wird das Ergebnis der Untersuchung einer Haarprobe Schills erwartet. Mit dem Test will der Politiker Gerüchten über seinen angeblichen Drogen-Konsum ein Ende bereiten. Er war in den letzten Wochen mehrfach mit Kokain in Verbindung gebracht worden. Zuletzt hatte in der NDR-Sendung „Panorama“ ein angeblicher Zeuge erzählt, er habe unter anderem bei einer Feier zum Wahlerfolg der Schill-Partei auf einem Ausflugsschiff beobachtet, wie sich der Senator „weißes Pulver“ mit dem Finger auf das Zahnfleisch gerieben habe. Auch habe Schill das Pulver anderen Personen angeboten. Der Parteigründer, der mehrfach versichert hat, keine Drogen zu nehmen, erstattete inzwischen wegen des Fernsehbeitrags Strafanzeige gegen unbekannt.AP

Quelle; DieWelt.de
Antworten
Levke:

war klar

 
17.02.02 14:16
in Hamburg wird es in 4 Jahren auch wieder vorbei
sein und die Partei verschwindet in den Analen der
Hamburger Geschichte....

Einzig positiv:
Die Etablierten sind wach geworden und es wurde
gerade in Hamburg mal ein bisschen am Filz gerüttelt
Antworten
utimacoSecur.:

@Levke

 
17.02.02 15:05
Ich hoffe nur für uns, dass Ronald B. Schill auch in vier Jahren um die 20 % erhält. Wach geworden sind die Etablierten nicht, das können die garnicht. Dafür ist die Parteiführung, auf Bundesebene, zu stark und zu wichtig. Das zeigt uns auch das Beispiel der "STATT-Partei". Aber noch haben wir fast vier Jahre Zeit, ein sauberes und dadurch besseres Hamburg zu bekommen.

Gruß
uS
Antworten
Levke:

Hallo Herr Mettbach

 
17.02.02 19:56
schön, daß Sie hier bei Ariva sind !
Zuerst den Job für die Tochter, als Sie noch bei der
Statt-Partei waren; jetzt den Job für die Geliebte bei
der Schill-Partei......

Sorry, aber mal im Ernst.......uS....jede Wette,
daß es das gewesen ist mit Schill & Consorten;
Gewinner wird Sylt-Sunnyboy Beust sein; er scheint sich
tatsächlich an Arbeit zu gewöhnen, aber die jungen
Sekretäre im Leinpfad arbeiten auch gern für ihren Chef....

Schill ist nur Schill - danach gibt es in der Partei
nichts und zwar garnichts.............
Antworten
mod:

Populisten unter sich

 
17.02.02 21:48
Die Woche im Rathaus

Populisten unter sich

Von Jens Meyer-Wellmann

Schill und kein Ende: Über Themen wie Arbeitslosigkeit, HafenCity oder Schulpolitik wurde in Hamburg in dieser Woche kaum geredet. Dafür ging es wieder pausenlos um die Person des Innensenators.
  Am Montag lud Ronald Schill die Medien zur Abgabe seiner Haarprobe nach München ein. Am selben Abend zeigte er in der Talkshow "Grüner Salon", dass er seinen Wählern viel Humor zutraut: Er habe zwar versprochen, die Kriminalität in 100 Tagen zu halbieren, so Schill. Er habe aber "nicht die ersten 100 Tage" gemeint. Am Mittwoch gab es Ärger um Schills München-Flug im Privatjet des Klinikmillionärs Ulrich Marseille. Am Donnerstag wurde Schill im Innenausschuss von SPD und GAL getriezt. Und die ganze Zeit über wartete die Stadt auf das Ergebnis der Haaranalyse ihres Zweiten Bürgermeisters.




--------------------------------------------------

Gegner wie Anhänger Schills warten nun auf das Ergebnis der Haaranalyse.


--------------------------------------------------


  Wer die überregionalen Medien verfolgte, fand den Namen Hamburgs fast nur noch in negativen Zusammenhängen. Wer aber trägt die Verantwortung dafür? Schill selbst? Oder seine Gegner?
  "Die Uhr tickt", befand jedenfalls SPD-Fraktionsvize Michael Neumann am Donnerstag im Innenausschuss. "Sie tickt für Hamburgs guten Ruf." Die SPD wolle mit ihren Nachfragen keinesfalls "mit Schmutz werfen", so die Genossen. Es gehe lediglich um "Wahrheit und Klarheit".


--------------------------------------------------

Politikwissenschaftler Greven rügt die Opposition


--------------------------------------------------


Soviel Edelmut nimmt man den Genossen bei der CDU nicht ab. Nie zuvor seien Gerüchte so sehr instrumentalisiert worden, schimpfte der CDU-Abgeordnete Karl-Heinz Warnholz. Und fügte hinzu: "Das Klima ist so schlecht wie noch nie, weil die Abgewählten so verbittert sind."
Auch Politikwissenschaftler Michael Greven rügt vor allem die rot-grüne Opposition. "Das ist eine schlimme Entwicklung für die politische Kultur, wenn auf einen populistischen Regierungsstil mit einem populistischen Oppositionsstil geantwortet wird", so der Professor. Ähnlich bewertete Handelskammer-Chef Hans-Jörg Schmidt-Trenz die Lage: "Die SPD sollte mehr Sachopposition machen und weniger Personalopposition."
Bei den Genossen ist man sich keiner Schuld bewusst. "Wir handeln nie maßlos", so Parteichef Olaf Scholz. "Wir produzieren weder die Gerüchte noch die Ereignisse, über die berichtet wird." Es sei allerdings die Aufgabe einer Oppositionspartei, kritisch nachzufragen.


--------------------------------------------------

Manche Ausdrücke sind eines Senators unwürdig


--------------------------------------------------


Überraschenden Beistand bekam der SPD-Chef vom ehemaligen CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Ulrich Karpen. Der sieht die Hauptverantwortung für die Verrohung der Sitten beim Innensenator. "Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus", so Karpen. "Und der Rufer in den Wald ist eindeutig Schill." Von Schill gebrauchte Ausdrücke wie "Abschussliste", "Maul stopfen" oder "Dreckschleuder" seien eines Senators unwürdig. Der Bürgermeister müsse seinen Vize zur Ordnung rufen. Das sieht der CDU-Abgeordnete Dietrich Wersich anders: "Schill ist Opfer einer Kampagne. Wenn man so unter Druck steht, sind solche Ausdrücke menschlich verständlich."
Gegner wie Anhänger des Innensenators warten nun auf das Ergebnis der Haaranalyse, das Montag kommen soll. "Das wird die am besten untersuchte Haarprobe sein, die es jemals gegeben hat", kündigte der zuständige Toxikologe an.
Und wenn das Ergebnis der Analyse Schill vom Drogenvorwurf freispricht - kehrt dann wieder Ruhe ein? Geht es dann endlich wieder um politische Inhalte? Politologe Greven ist pessimistisch: "Es wird wahnsinnig schwer, den vor 100 Tagen eingeführten politischen Stil wieder auf ein sachliches Fundament zu bekommen."
www.hamburgerabendblatt.de/contents/ha/...kales/html/index.htm
Antworten
mod:

Harburg: Zwei Schill-Fraktionen?

 
17.02.02 21:50
Harburg: Zwei Schill-Fraktionen?

Die Querelen in der Harburger Schill-Fraktion haben ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht: Die Bezirksabgeordneten Peter Schindler, Ulrike Schindler, Gisela Schlobeit und Raimund Winckler wollen zum 28. Februar aus der Fraktion in der Bezirksversammlung austreten. Danach wollen sie eine eigene Fraktion bilden. Am Freitagabend wollte Vize-Landesvorsitzender Mario Mettbach einen letzten Versuch unternehmen, den Bruch zu verhindern. Im Mittelpunkt der Querelen stand immer wieder Peter Schindler, der vergeblich auf das Amt des Fraktionsvorsitzenden gehofft hatte. Vor vier Wochen war er als Vize-Fraktionschef zurückgetreten.
  CDU-Kreischef Ralf-Dieter Fischer macht sich wenig Sorgen um den Fortbestand der Koalition in der Bezirksversammlung Harburg: "In meinem Tresor liegt ein Koalitionsvertrag, der von allen 23 Abgeordneten unterzeichnet ist." (ag)
www.hamburgerabendblatt.de/contents/ha/...kales/html/index.htm
Antworten
mod:

Sag mal, Levke, warum

 
17.02.02 21:53
spielst Du immer auf die jungen Männer an?

Bei Wowereit machst Du das nie.

Diskrimierung von Minderheiten?

Viele Grüsse
Antworten
Levke:

Moin, Moin mod

 
18.02.02 09:25
Ich wollte garnicht diskreminieren und Wowereit hatte ja auch
den Mut sich zu outen im Gegensatz zu Ole von Beust.
Hier sind natürlich Parteizwänge auferlegt worden; ein Homosexueller
in der CDU und das bei einem Kanzlerkandidaten Stoiber.......geht
halt nicht.

Ansonsten hätte ich vielleicht nicht so polemisch auf die Äusserungen
von uS reagieren sollen, aber dieses Geschrei nach einer sauberen Stadt
ist eine Farce....Du kennst Dich doch aus..vergleiche doch mal Hamburg
und Berlin und sagen mir, welche Stadt "sauberer" ist.......

Na ja - gerade aktuell gerade die Kriminalitätsstatistik in Hamburg;
sicher schon gelesen:
»Schill täuschte die Öffentlichkeit«

Kritik von Minister Christian Pfeiffer...

Hamburgs Innensenator ein Täuscher und Trickser? Niedersachsens Justizminister Christian Pfeiffer (SPD) wirft Ronald Schill vor, die Öffentlichkeit bei der Vorstellung der Kriminalitätszahlen 2001 der Hansestadt im Januar (MOPO berichtete) bewusst getäuscht zu haben.

In den vergangenen 25 Jahren „hat es keinen Innenminister oder Innensenator gegeben, der die Öffentlichkeit derart ungeniert und grundlegend über das Kriminalitätsgeschehen falsch informiert hat, wie das Schill am 17. Januar getan hat“, schreibt Pfeiffer in einem Papier. Er hatte vor der Berufung zum Minister das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen geleitet, war Professor an der Uni Hannover.

Schill habe den Anstieg der registrierten Straftaten um 12,1 Prozent oder 34 256 Fälle in den Vordergrund gestellt und nur nebenbei erwähnt, dass dazu vor allem ein Komplex zum Thema Wirtschaftskriminalität mit 26 388 Fällen von Anlagebetrug beigetragen habe. Blende man diese Kategorie aus, bleibe ein Anstieg von 2,6 Prozent. Der Senator habe zudem „schlicht verschwiegen, dass es im Vorjahr in nahezu allen Kriminalitätsbereichen, die für den Bürger von zentraler Bedeutung sind, zu einem starken Rückgang der Zahlen gekommen ist.“

Als Beispiele nennt der Minister die Zahl von Mord und Totschlag, die mit 35 auf den niedrigsten Stand seit 1985 gefallen sei und um 45 Prozent unter dem Höchststand 1993 gelegen habe. Die Raubdelikte seien im Vergleich zu 2000 um 11,2 Prozent auf 5279 Fälle zurückgegangen. Der sexuelle Missbrauch von Kindern habe 2001 in Hamburg mit 286 registrierten Fällen den niedrigsten Stand seit 1985 erreicht. Auch die erstmals seit 1988 mit 4,4 Prozent rückläufige Jugendgewalt

habe Schill nicht erwähnt. Es wäre „seine Amtspflicht gewesen“, den Bürgern „besonders zu solchen Kriminalitätsbereichen umfassende Informationen anzubieten, die erfahrungsgemäß starke Ängste auslösen“, heißt es in dem Papier. „Die Tatsache, dass Schill insoweit geschwiegen hat, ist als bewuss-te Täuschung der Öffentlichkeit zu bewerten.“ Hinter dem „skandalösen Verschweigen“ der positiven Trends stehe Kalkül, da Schills Erfolg zentral auf Kriminalitätsfurcht der Bürger beruhe. Dies sei ein „zynischer und verantwortungs-loser Umgang mit den Ängsten“.

Antworten
Auf neue Beiträge prüfen
Es gibt keine neuen Beiträge.


Börsen-Forum - Gesamtforum - Antwort einfügen - zum ersten Beitrag springen
--button_text--