Dax zum Wochenbeginn im Minus unter 4 300 Punkten erwartet
Börsianer erwarten Forsetzung der Dax-Korrektur
Nach den deutlichen Abschlägen am Freitag erwarten Händler auch zum Wochenstart weitere Verluste am deutschen Aktienmarkt. Die Stimmung leide unter den erneut sehr schwachen Vorgaben aus den USA und aus Asien, heißt es.
HB FRANKFURT. Banken und Broker berechneten den deutschen Leitindex am frühen Morgen rund ein Prozent im Minus bei 4266 Punkten. Ein enttäuschender Quartalsbericht des Computerkonzerns IBM hatte die Kurse an Wall Street am Freitag auf ein Fünf-Monatstief gedrückt. So verlor der Standardwerteindex Dow Jones knapp zwei Prozent auf 10 080 Punkte. In Asien belastete zum Wochenauftakt zudem der politische Streit zwischen Japan und China die Stimmung an den Börsen.
Börsianer sagten am Montag, die Gefahr wachse, dass der Dax die gesamte Aufwärtsbewegung von 3.600 bis 4.435 Punkte korrigiere. Nach oben habe sich um 4.348 bis 4.362 Punkte ein erster stärkerer Widerstandsbereich herausgebildet, so ein Teilnehmer.
Besonders unter Druck stehen dürften Volkswagen. Händler verweisen auf das schwache China-Geschäft des Konzerns. Im Markt kursiert eine Studie von Goldman Sachs, nach der der Marktanteil von VW in China im Januar und Februar auf 11% zurückgegangen ist von 29% im gesamten Vorjahr. Goldman Sachs schreibe, VW werde 400 Mio EUR Verlust in China machen, wenn sich der Marktanteil bei 23% einpendele.
Erneute Verluste wird es vermutlich auch bei SAP geben. Auf die Stimmung drücke zum einen das Branchenumfeld mit den schwachen Vorlagen für Technologietitel. Zum anderen sei der Markt vor den SAP-Zahlen am Donnerstag vorsichtig, heißt es. In New York gaben die Aktien am Freitag verglichen mit dem Xetra-Schluss noch einmal 1,3% ab auf 114,37 EUR.
In der zweiten Reihe stehen IWKA mit der Bilanzpressekonferenz im Blick. Das Unternehmen hat die Ergebniserwartung wegen einer schwachen Nachfrage aus der Autoindustrie gesenkt. Man warte nun auf Erklärungen dazu, heißt es.
Ebenfalls im Fokus stehen dürften Depfa. Die Bank hat am Morgen mitgeteilt, den Verkauf der Deutschen Pfandbriefbank zu stoppen. Als Grund wurden zu niedrige Kaufangebote genannt. Händler bewerten die Entwicklung negativ. Das Umfeld für Verkäufe an Private-Equity-Gesellschaften sei derzeit gut. Da sei es ein schlechtes Zeichen, dass die Depfa die Pfandbriefbank nicht habe verkaufen können.
Quelle: HANDELSBLATT, Montag, 18. April 2005, 08:28 Uhr
...be invested
Der Einsame Samariter
Börsianer erwarten Forsetzung der Dax-Korrektur
Nach den deutlichen Abschlägen am Freitag erwarten Händler auch zum Wochenstart weitere Verluste am deutschen Aktienmarkt. Die Stimmung leide unter den erneut sehr schwachen Vorgaben aus den USA und aus Asien, heißt es.
HB FRANKFURT. Banken und Broker berechneten den deutschen Leitindex am frühen Morgen rund ein Prozent im Minus bei 4266 Punkten. Ein enttäuschender Quartalsbericht des Computerkonzerns IBM hatte die Kurse an Wall Street am Freitag auf ein Fünf-Monatstief gedrückt. So verlor der Standardwerteindex Dow Jones knapp zwei Prozent auf 10 080 Punkte. In Asien belastete zum Wochenauftakt zudem der politische Streit zwischen Japan und China die Stimmung an den Börsen.
Börsianer sagten am Montag, die Gefahr wachse, dass der Dax die gesamte Aufwärtsbewegung von 3.600 bis 4.435 Punkte korrigiere. Nach oben habe sich um 4.348 bis 4.362 Punkte ein erster stärkerer Widerstandsbereich herausgebildet, so ein Teilnehmer.
Besonders unter Druck stehen dürften Volkswagen. Händler verweisen auf das schwache China-Geschäft des Konzerns. Im Markt kursiert eine Studie von Goldman Sachs, nach der der Marktanteil von VW in China im Januar und Februar auf 11% zurückgegangen ist von 29% im gesamten Vorjahr. Goldman Sachs schreibe, VW werde 400 Mio EUR Verlust in China machen, wenn sich der Marktanteil bei 23% einpendele.
Erneute Verluste wird es vermutlich auch bei SAP geben. Auf die Stimmung drücke zum einen das Branchenumfeld mit den schwachen Vorlagen für Technologietitel. Zum anderen sei der Markt vor den SAP-Zahlen am Donnerstag vorsichtig, heißt es. In New York gaben die Aktien am Freitag verglichen mit dem Xetra-Schluss noch einmal 1,3% ab auf 114,37 EUR.
In der zweiten Reihe stehen IWKA mit der Bilanzpressekonferenz im Blick. Das Unternehmen hat die Ergebniserwartung wegen einer schwachen Nachfrage aus der Autoindustrie gesenkt. Man warte nun auf Erklärungen dazu, heißt es.
Ebenfalls im Fokus stehen dürften Depfa. Die Bank hat am Morgen mitgeteilt, den Verkauf der Deutschen Pfandbriefbank zu stoppen. Als Grund wurden zu niedrige Kaufangebote genannt. Händler bewerten die Entwicklung negativ. Das Umfeld für Verkäufe an Private-Equity-Gesellschaften sei derzeit gut. Da sei es ein schlechtes Zeichen, dass die Depfa die Pfandbriefbank nicht habe verkaufen können.
Quelle: HANDELSBLATT, Montag, 18. April 2005, 08:28 Uhr
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