****Börsentipp / spekulativ: - Santa Claus AG ****


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proxicomi:

****Börsentipp / spekulativ: - Santa Claus AG ****

 
25.12.01 17:27

Claus Santa


****Börsentipp / spekulativ: - Santa Claus AG **** 520392


Börsentipp / spekulativ: - Santa Claus AG (WKN: 20011224)
Die neugegründete Santa Claus AG war ursprünglich ein Familienunternehmen, das auf eine mehrhundertjährige Geschichte zurückblicken kann. Im Zuge umfassender Restrukturierungsmaßnahmen, die das Ergebnis einer umfassenden Image-Kampagne im letzten Jahr war, hat das Unternehmen für Anfang 2002 den Gang an die Börse avisiert.


Im Rahmen eines Management Buy-Outs wurden erst Anfang 2001 eine vollständig neue Führungscrew für das Unternehmen angeworben. Einer Straffung der eigenen Firmenstruktur diente neben der Einführung intelligenter e-Procurement-Lösungen das Outsourcing des Geschäftsbereichs Fulfilment durch Gründung der Rendeer International Inc. mit Sitz in Schweden, einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft der Santa Claus AG, die innerhalb der nächsten beiden Jahren ebenfalls an der Börse notiert werden soll. Mit diesem Schritt signalisierte das neue Management bereits früh die angestrebte Trennung von e-Commerce- und Logistik-Bereich. Weiterhin wird eine Optimierung der Absatzstrukturen durch das geplante Joint Venture mit der Osterhasen International AG angestrebt. Hier könnte die Santa Claus AG vor allem von der Infrastruktur der Töchterfirmen Eastern Rapid sowie UBS (United Bunny Service) und den sich daraus ergebenden Synergie-Effekten profitieren.

Über allein sieben nationale Gesellschaften werden die wichtigsten europäischen Märkte erreicht. Damit gehört die Santa Claus AG zu den führenden Unternehmen im B2C-Bereich, das eine nahezu vollständige Flächenabdeckung erreicht. Auch wenn es sich bei der Santa Claus AG um einen Global Player handelt, ist doch das traditionell zurückhaltende Engagement vor allem im nah- und fernöstlichen Bereich auffällig. Zugleich richtet sich die besondere Konzentration der Marketing-Aktivitäten der Santa Claus AG auf die jüngeren Generationen, in denen das Unternehmen seine Haupt-Zielgruppe gefunden zu haben scheint. Fraglich bleibt allerdings, ob es sich hierbei um eine direkte Unterstützung der inzwischen ausgesetzten CDU-Aktion "Kinder statt Inder" handelt. Doch insgesamt müssen diese beiden Punkte nicht unbedingt als Defizite betrachtet werden, bieten die bisher vernachlässigten Märkte aufgrund fehlender Konkurrenz doch auch auf ferne Zukunft enormes Expansionspotenzial. Hier wird es vor allem auf die Marktstrategie des neuen Managements ankommen.

Ein präzises Workflow-Management gehört genauso zur neuen Firmenphilosophie wie auch besondere Anstrengungen im Consumer Relation Management, das vollständig durch die Christkind GmbH abgewickelt wird und durch ein intelligentes Zielkundenkonzept besticht. Für den Consumer Relation-Bereich steht unter anderem ein eigenes Support-Center zur Verfügung. Lediglich im Merchandising-Bereich scheint die Santa Claus AG noch etwas rückständig. Hier scheint ausschließlich die geschäftliche Verbindung zu einem großen amerikanischen Hersteller von Soft Drinks für die Zukunft Gewinne zu versprechen.

Auch die bisherige Konzentrierung der Marktaktivitäten auf die letzte Woche des Jahres scheint seit geraumer Zeit nicht mehr als unumstößliche Firmenphilosophie verstanden zu werden. So hat die Santa Claus AG schon vor geraumer Zeit durch Gründung der Nikolaus GmbH gezeigt, dass sie jederzeit in der Lage ist, neue Tochterfirmen am Markt zu platzieren.

Im NewTec-Investor wurde bereits darauf hingewiesen, dass sich stets gegen Ende des Jahres die Cashburn-Rate exorbitant erhöht - ein genauer Grund dafür war bisher nicht herauszufinden. Selbst die renommierten Wirtschaftsprüfer von Pricewaterhouse Cooper stehen in dieser Hinsicht vor einem Rätsel. Eine Discounted-Cashflow-Analyse legt die Vermutung nahe, dass gerade in dieser Zeit das Unternehmen eine besonders hohe Geschäftstätigkeit entwickelt. Dennoch besteht keinerlei Zweifel an der vollständigen Solidität des Unternehmens, das bisher noch nie über Liquiditätsprobleme klagen musste. Die Erwartung steigender Kurse nach der Erstnotierung am 06. Januar 2002 könnte die Marktkapitalisierung des Unternehmens noch weiter verbessern.

Das 2001er Umsatzmultiple ist mit geschätzten Vier im Gegensatz zum weiteren Markt als absolut günstig anzusehen. Zudem verfügt das Unternehmen über einen Umsatzwachstum von 66 Prozent und ein EBIT-Wachstum von 117 Prozent pro Jahr. Bezahlt wird das alles mit einem KGV von läppischen 25 auf Basis 2002 - was sogar als eine sehr konservative Schätzung gelten muss.

Aufgrund zahlreichen Innovationen, die derzeit kurz vor dem Durchbruch stehen, lassen sich Umsatz- und Ergebnisschätzungen nur schwer prognostizieren. Nicht zuletzt deshalb hat die Santa Claus-Aktie eine wahnsinnige Fantasie, so dass der Titel eine eindeutige Kaufempfehlung bekommt.




gruß
proxi
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proxicomi:

**************FROHES FEST*********** o.T.

 
26.12.01 11:52
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proxicomi:

Das Kapital: Harry Potter und der Stein der Börsen

 
26.12.01 14:01



Aus der FTD vom 21.12.2001 www.ftd.de/kapital
Das Kapital: Harry Potter und der Stein der Börsen-Weisen

"Geschrumpft? Was heißt, der Schatz ist um ein Drittel geschrumpft?", fragte Harry. Der Kobold kratzte sich verlegen.

"Mr. Potter, Ihre verstorbenen Eltern beauftragten uns, den Schatz bestmöglich zu veranlagen. Oder glauben Sie wirklich", da rümpfte der Kobold die Nase, "dass sonst aus dem bisschen Silber ein kleines Vermögen geworden wäre?"

"Ähm ... nein", antwortete Harry, der die Welt der Hexenfinanz sehr verwirrend fand, "Aber was habt ihr mit dem Silber gemacht?"


"Wie vereinbart haben wir zwei Teile in Beteiligungen, so solide wie Dachsbauten, gesteckt und einen Teil in den neuen Markt-dessen-Name-nicht-genannt-werden-darf. Aber die Zeiten, Mr. Potter, die Zeiten ..." Der Kobold kramte in seinen Unterlagen. "Hier steht es schwarz auf weiß, unterschrieben von Ihrer Mutter persönlich: ,Hexenaktien können sowohl rauf- als auch runtergehen.‘"


Harry seufzte. Sein geschrumpfter Schatz würde nie bis zum Ende seiner Schulzeit reichen. Dann drehte er sich entschlossen zu seinen besten Freunden, Hermine und Ron, um: "Ab jetzt veranlage ich selbst."


"Lass das bloß sein", zischte Hermine, "du hast nicht mal ,The Penguin Guide to Finance‘ vom Hexenmeister Hugo Dixon gelesen." "Und wenn schon", erwiderte Ron, "So gut wie die Banken-Kobolde machen wir das noch lange. Das macht sicher riesig Spaß."



An der Hexenbörse


Die riesigen Halle, in die sie der Kobold führte, sah im wahrsten Sinne des Wortes drollig aus. Überall saßen Zwerge, mit Hexenprodukten aller Art. "Wie wär’s mit Kesselaktien!", bellte ein alter Zwerg, "Jeder braucht Kessel. Glaubt mir, außer Hexenanleihen ist nichts so sicher." "Sicher vielleicht", brummte sein Nachbar, "aber die Gewinne sind seit der Erfindung des selbst rührenden Kessels 50 vor Christus kaum gestiegen. Wir dagegen", und er zeigte stolz auf den vor ihm schwebende Handbesen, "wir entwickeln jedes Jahr neue Besen. Dafür zahlen die Leute dann auch anständig."


Harry war begeistert. Er wollte schon sein ganzes Gold in Besenaktien stecken, als er jemanden an seinem Umhang zupfen spürte. "Habt ihr nicht gehört", näselte ein bebrillter Elf, "dass uns im Sommer Jahrhundertregen bevorsteht. Da sacken die Besenaktien sicher ab. Zauberschachspiele dagegen werden sich blendend verkaufen."


Harry schwirrte der Kopf. Und dabei standen da noch so viele Elfen, Zwerge und Kobolde, die ihre Aktien anpriesen. "Nimm einfach beides", sagte Ron grinsend. "Das ist doch sinnlos", erwiderte Hermine. "Wenn Harry denkt, dass es regnet, muss er Schachaktien kaufen, ansonsten Besenpapiere."


"Aber wenn er beides hat, verdient er, egal wie das Wetter wird. Er kriegt im Schnitt höhere Erträge bei niedrigerem Risiko."



Die Entdeckung des CAPM


"In Ordnung", rief Harry, "Ich nehme beides. Aber nicht nur das! Ich kaufe von euch allen Aktien." Ein Raunen ging durch den Saal. "Und was gedenkt der junge Mann für jede Aktie zu zahlen?", fragte der Kobold.


"Das hängt von Ertrag und Risiko ab. Aktien müssen mindestens so viel wie risikofreie Hexenanleihen abwerfen, plus eine Risikoprämie." "Aber wo’s Risiko gibt, gibt’s auch Chancen", warf Ron ein. "Richtig. Deshalb stört mich Risiko nur, wenn es das Gesamtrisiko meines Portfolios erhöht. Eine Aktie ist riskant, wenn sie stark mit dem Gesamtmarkt schwankt. Aber ... wenn das jeder erfährt, dann wird man Aktien nur noch als Teil des Marktportfolios kaufen. Der Preis, den man zahlt, ergibt den Aktienkurs."


"Harry, Du bist ein Genie", sagte Hermine begeistert. "Der erwartete Ertrag einer Aktie entspricht dann dem Ertrag aus risikofreien Anleihen plus Beta mal der Risikoprämie. Dabei misst Beta das Schwanken mit dem Markt. Und die Risikoprämie ist einfach der durchschnittliche Ertrag am Aktienmarkt, minus des risikofreien Zinses."


"Vergiss die Formel", warf Ron ein, "kennst du nicht die alte Hexenregel? Jede Formel in der Zeitung halbiert die Auflage. Der entscheidende Punkt ist, dass Harry ein Preismodell für Aktien entdeckt hat. Klasse!"


In der Tat begann ein neues Zeitalter der Hexenfinanz. Zumindest wenn die Banken-Kobolde des Nachts nicht damit beschäftigt waren, Eigenkapitalkosten, erwartete Erträge und Betas zu schätzen, wurden hoch über vielen Dächern Londons Gläser erhoben, und gedämpfte Stimmen sagten: "Auf Harry Potter - den Jungen, dem wir das Capital Asset Pricing Model (CAPM) verdanken." Denn die Hexenwelt hatte die Aufsätze von Sharpe, Lintner und Treynor verschlafen.


Aber das Jucken seiner Narbe verriet Harry, dass niemand mit dem CAPM den Stein der Weisen gefunden hatte. Was, wenn sich die Betas mit der Zeit änderten? Und waren Hexenanleihen wirklich risikofrei? In Argentinien hatte sich ein inzwischen zurückgetretener Finanzalchemist dem Bösen zugewandt und Anleger gezwungen, Anleihen zu ungünstigsten Bedingungen umzutauschen. Außerdem gab es für Hexen viele andere Investments außer Aktien und Anleihen, zum Beispiel die eigene Ausbildung. Die hätten eigentlich alle ins Marktportfolio gehört - womit es fast unmöglich würde, durchschnittliche Erträge zu schätzen. Spätere Tests zeigten, dass die tatsächlichen Erträge oft nicht den Vorhersagen des CAPM entsprachen. Das ist eine andere Geschichte und zum Glück kein Märchen. Zumindest hatten Zauberlehrlinge der Hochfinanz weiter genügend Themen für Dissertationen.



© 2001 Financial Times Deutschland



gruß
proxi

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