Nach deutlichen Verlusten gestern rechnen Händler für heute erneut mit einem schwächeren Auftakt. Befürchtungen, die US-Notenbank könnte die Zinsen früher als geplant erhöhen, drücken die Wall Street. T-Online und MobilCom präsentieren rote Zahlen.
Frankfurt am Main - Starke Konjunkturdaten nähren in New York die Befürchtungen, die US-Notenbank könnte die Leitzinsen früher als geplant erhöhen. Marktteilnehmer rechnen erst für die Jahresmitte mit einer Anhebung der Zinsen, doch der unerwartet starke Anstieg der Hausverkäufe in den USA könnten auch für eine frühere Zinswende sorgen.
Verluste in New York ausgebaut
Nach der deutlichen Erholung der vergangenen Wochen legen die Märkte nun eine Pause ein. Der Dax rutschte gestern um 1,8 Prozent auf 5364 Punkte und dürfte heute zunächst weiter unter Druck geraten. Am Neuen Markt fiel der Nemax 50 um 1,8 Prozent. Händler rechnen damit, dass die Marke von 1000 Punkten erneut getestet wird. In New York bauten die Indizes ihre Verluste im späten Handel aus: Der Dow Jones notierte um 20 Uhr bei minus 0,9 Prozent und schloss 1,3 Prozent schwächer, der Nasdaq Composite vergrößerte das Minus von 1,6 auf 2,6 Prozent.
Eon und HVB geben Ausblick
Heute erläutern unter den Dax-Unternehmen der Energieversorger Eon und die HypoVereinsbank während ihrer Bilanz-Pressekonferenzen ihre Jahreszahlen und geben einen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr. Am Neuen Markt stellen T-Online und MobilCom ihre Zahlen vor. Eon hatte nach Vorlage der Zahlen gestern bereits zu einem kurzen Höhenflug angesetzt, ging bis Börsenschluss aber etwas schwächer aus dem Handel. Händler werten die überraschend starke Anhebung der Dividende auf 1,60 Euro je Eon-Aktie zwar als positiv.
Technologie- und Finanztitel unter Druck
Die Aktien der Finanzwerte Allianz , Münchener Rück , der HypoVereinsbank und der Deutschen Bank hatten ebenso wie Technologietitel gestern deutlich nachgegeben. An die Spitze der Verliererliste setzten sich mit einem Minus von knapp sechs Prozent auf 25,18 Euro die Aktien des Chipherstellers Infineon . Marktteilnehmer sagten, die Nachricht aus dem Hause Siemens zu den UMTS-Chips belasteten die Titel deutlich. Der für die Kommunikationssparten zuständige Siemens-Vorstand Volker Jung hatte in einem Interview gesagt, dass sich Siemens bei den UMTS-Chips nicht von einem Hersteller abhängig machen wolle. Zu den wenigen Gewinnern zählte gestern im Dax der Chemiekonzern Degussa , der von Analysten-Empfehlungen profitierte.
M-Dax: Holzmann im Sturzflug, ProSieben mit Kurssprung
In einem stark schwankenden Handelsverlauf verloren die Aktien des angeschlagenen Bauunternehmens Philipp Holzmann am Mittwoch bei extrem hohen Umsätzen mehr als 22 Prozent auf 4,98 Euro. Zuvor hatten die Commerzbank und die Dresdner Bank mitgeteilt, dass sie das Rettungskonzept für den Traditionskonzern ablehnen.
Die im MDax notierten ProSieben-Aktien sprangen um mehr als 23 Prozent auf 11,71 Euro, nachdem die geplante Fusion zwischen KirchMedia und ProSiebenSat.1 abgesagt worden war. "Der Markt wertet die Absage als sehr positiv, weil die Fusion die Ertragskraft der Pro-Sieben-Gruppe noch weiter geschwächt hätte", sagte ein Analyst.
Neuer Markt: Entscheidung bei Mobilcom, Zahlen von T-Online
Die Aktien von MobilCom zählten gestern zu den wenigen Gewinnern am Neuen Markt. Offenbar deutet sich im Streit zwischen France Telecom und MobilCom eine Banken-Lösung an: Wie es am Mittwoch hieß, wollen mehrere der zu den großen Kreditgebern von Mobilcom gehörenden Banken Schmid dessen 42-prozentige Beteiligung an seinem Unternehmen abkaufen. Für die France Telecom ergäbe sich dadurch die Chance, Schmid aus dem Unternehmen zu drängen und mit Hilfe Dritter die UMTS-Investitionen auf längere Zeit zu strecken.
Heute stellen sowohl MobilCom als auch France Telecom ihre Bilanzen vor, und die ersten Zahlen sind tiefrot. Mobilcom hat das vergangene Jahr mit einem Verlust von 66 Millionen (Vorjahr: 11 Millionen) Euro abgeschlossen. Der Verlust ist deutlich höher als von Analysten erwartet. Die France Telecom meldete am Donnerstag einen Verlust von 8 Milliarden Euro.
T-Online: Verlust verdoppelt, Umsatz erhöht
Deutschlands größter Internet-Provider T-Online hat das vergangene Jahr mit einem Nettoverlust von 797 Millionen Euro abgeschlossen. Damit verdoppelte sich das Minus gegenüber dem Vorjahr, wie die Telekom-Tochter am Donnerstag Morgen mitteilte. Grund für das weitere Abrutuschen in die roten Zahlen waren Belastungen durch ausländische Beteiligungen sowie Abschreibungen zur Risikovorsorge der Comdirect in Höhe von 281 Millionen Euro. Der Umsatz stieg jedoch gegenüber dem Vorjahr gleichzeitig um 43 Prozent auf 1,140 Milliarden Euro.
Euro-Kurs gestiegen - Pause in Japan
Euro fester - Feiertag in Japan
Der Kurs des Euro hat am Donnerstag fester bei 0,8851 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwoch bei 0,8814 Dollar festgesetzt. Auf Grund des Feiertages "Frühlingsanfang" in Japan blieben am Donnerstag Börsen, Banken und Behörden geschlossen: Die japanische Börse hatte bereits am Vortag kräftig nachgegeben. In Hongkong setzte der Hang-Seng-Index am Donnerstag seine Talfahrt fort.
Gruß
Happy End
spiegel.de
Frankfurt am Main - Starke Konjunkturdaten nähren in New York die Befürchtungen, die US-Notenbank könnte die Leitzinsen früher als geplant erhöhen. Marktteilnehmer rechnen erst für die Jahresmitte mit einer Anhebung der Zinsen, doch der unerwartet starke Anstieg der Hausverkäufe in den USA könnten auch für eine frühere Zinswende sorgen.
Verluste in New York ausgebaut
Nach der deutlichen Erholung der vergangenen Wochen legen die Märkte nun eine Pause ein. Der Dax rutschte gestern um 1,8 Prozent auf 5364 Punkte und dürfte heute zunächst weiter unter Druck geraten. Am Neuen Markt fiel der Nemax 50 um 1,8 Prozent. Händler rechnen damit, dass die Marke von 1000 Punkten erneut getestet wird. In New York bauten die Indizes ihre Verluste im späten Handel aus: Der Dow Jones notierte um 20 Uhr bei minus 0,9 Prozent und schloss 1,3 Prozent schwächer, der Nasdaq Composite vergrößerte das Minus von 1,6 auf 2,6 Prozent.
Eon und HVB geben Ausblick
Heute erläutern unter den Dax-Unternehmen der Energieversorger Eon und die HypoVereinsbank während ihrer Bilanz-Pressekonferenzen ihre Jahreszahlen und geben einen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr. Am Neuen Markt stellen T-Online und MobilCom ihre Zahlen vor. Eon hatte nach Vorlage der Zahlen gestern bereits zu einem kurzen Höhenflug angesetzt, ging bis Börsenschluss aber etwas schwächer aus dem Handel. Händler werten die überraschend starke Anhebung der Dividende auf 1,60 Euro je Eon-Aktie zwar als positiv.
Technologie- und Finanztitel unter Druck
Die Aktien der Finanzwerte Allianz , Münchener Rück , der HypoVereinsbank und der Deutschen Bank hatten ebenso wie Technologietitel gestern deutlich nachgegeben. An die Spitze der Verliererliste setzten sich mit einem Minus von knapp sechs Prozent auf 25,18 Euro die Aktien des Chipherstellers Infineon . Marktteilnehmer sagten, die Nachricht aus dem Hause Siemens zu den UMTS-Chips belasteten die Titel deutlich. Der für die Kommunikationssparten zuständige Siemens-Vorstand Volker Jung hatte in einem Interview gesagt, dass sich Siemens bei den UMTS-Chips nicht von einem Hersteller abhängig machen wolle. Zu den wenigen Gewinnern zählte gestern im Dax der Chemiekonzern Degussa , der von Analysten-Empfehlungen profitierte.
M-Dax: Holzmann im Sturzflug, ProSieben mit Kurssprung
In einem stark schwankenden Handelsverlauf verloren die Aktien des angeschlagenen Bauunternehmens Philipp Holzmann am Mittwoch bei extrem hohen Umsätzen mehr als 22 Prozent auf 4,98 Euro. Zuvor hatten die Commerzbank und die Dresdner Bank mitgeteilt, dass sie das Rettungskonzept für den Traditionskonzern ablehnen.
Die im MDax notierten ProSieben-Aktien sprangen um mehr als 23 Prozent auf 11,71 Euro, nachdem die geplante Fusion zwischen KirchMedia und ProSiebenSat.1 abgesagt worden war. "Der Markt wertet die Absage als sehr positiv, weil die Fusion die Ertragskraft der Pro-Sieben-Gruppe noch weiter geschwächt hätte", sagte ein Analyst.
Neuer Markt: Entscheidung bei Mobilcom, Zahlen von T-Online
Die Aktien von MobilCom zählten gestern zu den wenigen Gewinnern am Neuen Markt. Offenbar deutet sich im Streit zwischen France Telecom und MobilCom eine Banken-Lösung an: Wie es am Mittwoch hieß, wollen mehrere der zu den großen Kreditgebern von Mobilcom gehörenden Banken Schmid dessen 42-prozentige Beteiligung an seinem Unternehmen abkaufen. Für die France Telecom ergäbe sich dadurch die Chance, Schmid aus dem Unternehmen zu drängen und mit Hilfe Dritter die UMTS-Investitionen auf längere Zeit zu strecken.
Heute stellen sowohl MobilCom als auch France Telecom ihre Bilanzen vor, und die ersten Zahlen sind tiefrot. Mobilcom hat das vergangene Jahr mit einem Verlust von 66 Millionen (Vorjahr: 11 Millionen) Euro abgeschlossen. Der Verlust ist deutlich höher als von Analysten erwartet. Die France Telecom meldete am Donnerstag einen Verlust von 8 Milliarden Euro.
T-Online: Verlust verdoppelt, Umsatz erhöht
Deutschlands größter Internet-Provider T-Online hat das vergangene Jahr mit einem Nettoverlust von 797 Millionen Euro abgeschlossen. Damit verdoppelte sich das Minus gegenüber dem Vorjahr, wie die Telekom-Tochter am Donnerstag Morgen mitteilte. Grund für das weitere Abrutuschen in die roten Zahlen waren Belastungen durch ausländische Beteiligungen sowie Abschreibungen zur Risikovorsorge der Comdirect in Höhe von 281 Millionen Euro. Der Umsatz stieg jedoch gegenüber dem Vorjahr gleichzeitig um 43 Prozent auf 1,140 Milliarden Euro.
Euro-Kurs gestiegen - Pause in Japan
Euro fester - Feiertag in Japan
Der Kurs des Euro hat am Donnerstag fester bei 0,8851 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwoch bei 0,8814 Dollar festgesetzt. Auf Grund des Feiertages "Frühlingsanfang" in Japan blieben am Donnerstag Börsen, Banken und Behörden geschlossen: Die japanische Börse hatte bereits am Vortag kräftig nachgegeben. In Hongkong setzte der Hang-Seng-Index am Donnerstag seine Talfahrt fort.
Gruß
Happy End
spiegel.de
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