Die Kanonen hatten noch nicht angefangen zu donnern, da setzten Anleger bereits auf einen Sieg der US-geführten Truppen und entfachten eine spektakuläre Kriegsrallye. Innerhalb von nur sieben Handelstagen gewann der Dax in den vergangenen zwei Wochen mehr als 20 Prozent. Ob der Höhenflug anhält, ist fraglich. Der unerwartet heftige Widerstand der irakischen Armee hat die Stimmung an der Börse jedenfalls schon deutlich eingetrübt.
John Hatherly, Leiter der Abteilung Global Analysis bei der Prudential-Tochter M&G Investments, geht davon aus, dass der Dax noch einmal unter die Tiefststände von Anfang März zurückfallen könnte.
Die derzeitige Marktsituation erinnert den Anlageprofi an die vorangegangenen Bärenmarkt-Rallyes. Seit Beginn des Kursverfalls im März 2000 hätten die Aktienmärkte dreimal einen Ausbruchversuch gestartet. Jedes Mal hätten die Börsen aber nur kurzfristig deutliche Gewinne verzeichnet, um danach auf ein noch tieferes Niveau zu fallen.
Der Rallye geht die Puste aus
"Der Markt reagiert auf Schlagzeilen. Und die vorigen Rallyes wurden ausgebremst, weil die Nachrichtenlage so schlecht war", sagte Hatherly. Aber selbst wenn die aktuelle Irak-Krise gut ausgehen sollte, blieben immer noch die Probleme Nordkorea oder andere Länder, die US-Präsident George W. Bush als "Achse des Bösen" bezeichnet hat.
Der Markt werde also weiterhin von Unsicherheit und extremen Schwankungen geprägt sein. Ein Umfeld, das den reaktionsschnellen Hedgefonds zugute kommen kann.
Nach Ansicht von Hatherly ist es wahrscheinlich, dass vor allem angelsächsische Hedgefonds den deutschen Aktienmarkt in den vergangenen Monaten in die Knie gezwungen haben. Etliche Faktoren hätten dafür die nötigen Voraussetzungen geschaffen: die Zusammensetzung des Dax mit vielen Tech- und Finanzwerten, die lahmende deutsche Konjunktur, der steigende Euro-Kurs und die schleppenden Arbeitsmarktreformen der Regierung.
In dieser Kombination "sahen die Hedgefonds im Dax wohl ein One-Way-Ticket. Und in vielen Fällen lagen sie auch richtig."
Kritisch an der aktuellen Situation bewertet Hatherly jedoch, dass der Handel immer noch von den Hedgefonds dominiert sei, die in den vergangenen Tagen einen Richtungswechsel eingeschlagen hätten und nun auf steigende Kurse spekulierten. Dabei würden - trotz der angespannten weltpolitischen Lage - aber hauptsächlich gute Nachrichten eingepreist.
So long,
Calexa
www.investorweb.de
John Hatherly, Leiter der Abteilung Global Analysis bei der Prudential-Tochter M&G Investments, geht davon aus, dass der Dax noch einmal unter die Tiefststände von Anfang März zurückfallen könnte.
Die derzeitige Marktsituation erinnert den Anlageprofi an die vorangegangenen Bärenmarkt-Rallyes. Seit Beginn des Kursverfalls im März 2000 hätten die Aktienmärkte dreimal einen Ausbruchversuch gestartet. Jedes Mal hätten die Börsen aber nur kurzfristig deutliche Gewinne verzeichnet, um danach auf ein noch tieferes Niveau zu fallen.
Der Rallye geht die Puste aus
"Der Markt reagiert auf Schlagzeilen. Und die vorigen Rallyes wurden ausgebremst, weil die Nachrichtenlage so schlecht war", sagte Hatherly. Aber selbst wenn die aktuelle Irak-Krise gut ausgehen sollte, blieben immer noch die Probleme Nordkorea oder andere Länder, die US-Präsident George W. Bush als "Achse des Bösen" bezeichnet hat.
Der Markt werde also weiterhin von Unsicherheit und extremen Schwankungen geprägt sein. Ein Umfeld, das den reaktionsschnellen Hedgefonds zugute kommen kann.
Nach Ansicht von Hatherly ist es wahrscheinlich, dass vor allem angelsächsische Hedgefonds den deutschen Aktienmarkt in den vergangenen Monaten in die Knie gezwungen haben. Etliche Faktoren hätten dafür die nötigen Voraussetzungen geschaffen: die Zusammensetzung des Dax mit vielen Tech- und Finanzwerten, die lahmende deutsche Konjunktur, der steigende Euro-Kurs und die schleppenden Arbeitsmarktreformen der Regierung.
In dieser Kombination "sahen die Hedgefonds im Dax wohl ein One-Way-Ticket. Und in vielen Fällen lagen sie auch richtig."
Kritisch an der aktuellen Situation bewertet Hatherly jedoch, dass der Handel immer noch von den Hedgefonds dominiert sei, die in den vergangenen Tagen einen Richtungswechsel eingeschlagen hätten und nun auf steigende Kurse spekulierten. Dabei würden - trotz der angespannten weltpolitischen Lage - aber hauptsächlich gute Nachrichten eingepreist.
So long,
Calexa
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