Bitcoin nicht, aber die Käufer dieser virtuellen Token schon.
Käufer und Verkäufer stehen sich diametral gegenüber.
Also sind sie Kontrahenten.
Sieht man auch an der Polarität hier in diesem Thread.
Ja, natürlich stehen sich bei einer Transaktion Käufer und Verkäufer gegenüber – das ist fast schon eine banale Feststellung. Daraus aber direkt ein klassisches Kontrahentenrisiko im selben Sinne wie im traditionellen Finanzsystem abzuleiten, greift zu kurz. Genau hier liegt der Denkfehler: Bei Bitcoin wird das Settlement atomar und ohne zentrale Gegenpartei abgewickelt. Es gibt kein dauerhaftes Kreditverhältnis zwischen den Parteien, wie es bei echten Kontrahentenrisiken der Fall wäre.
Du beschreibst im Grunde nur, dass zwei Marktteilnehmer existieren – nicht, dass ein strukturelles Risiko wie im Interbankenhandel oder bei Derivaten vorliegt. Das ist ein Unterschied, den man mit etwas mehr Präzision eigentlich nicht übersehen sollte.
Und die „Polaritität im Thread“ als Beleg anzuführen, ist eher ein soziologisches als ein ökonomisches Argument. Meinungsverschiedenheiten ersetzen keine saubere Analyse.