'Biologische Ohrmarke' der november AG wird nicht in EU eingesetzt
BRÜSSEL/ERLANGEN (dpa-AFX) - Die von dem Biotechnologie-Unternehmen november AG (Erlangen) entwickelte "Bio-Ohrmarke" zur Markierung von Fleisch wird auf europäischer Ebene vorerst nicht zum Einsatz kommen. Über die Zuverlässigkeit dieser Methode zur Identifizierung von Schlachttieren und deren Fleisch sei noch zu wenig bekannt, antwortete EU-Verbraucherschutzkommissar David Byrne auf eine Anfrage der österreichischen Europa-Abgeordneten Daniela Raschhofer.
Forscher der november AG hatten die angeblich fälschungssichere Markierungsmethode für Fleisch entwickelt. Wie bei einer Schutzimpfung werden den Tieren verschiedene Eiweißstoffe unter die Haut gespritzt. Der Körper bildet daraufhin jeweils unterschiedliche Antikörper, die in einem Farbtestverfahren nachgewiesen werden können. Das Verfahren soll den Herkunftsnachweis für jedes einzelne Stück Rind- oder Schweinefleisch vom Hof des Erzeugers bis zur Ladentheke garantieren. Für seine Forschungen hatte das Unternehmen im Januar 2000 den Innovationspreises der deutschen Wirtschaft erhalten.
Nach Angaben des EU-Verbraucherschutzkommissars haben sich die EU- Mitgliedsstaaten auf vier Methoden zur Markierung von Fleisch festgelegt. Dazu zählten Ohrmarken, mit denen einzelne Tiere identifiziert werden könnten, computergestützte Datenbanken, Tier- Pässe und eigene Register für jeden Viehbestand.
Mit diesen Maßnahmen werde die EU die Überwachung von Schlachtvieh verschärfen, berichtete der Kommissar. Die BSE-Krise habe gezeigt, dass die bestehenden Regeln für die Identifizierung und Registrierung nicht ausreichten. Bis Ende des Jahres werde die Kommission dem Parlament und dem Rat einen Bericht über die elektronische Kennzeichnung vorlegen. Alternative Methoden, wie die biologische Ohrmarke, seien darin nicht vorgesehen./DP/mt/bz
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BRÜSSEL/ERLANGEN (dpa-AFX) - Die von dem Biotechnologie-Unternehmen november AG (Erlangen) entwickelte "Bio-Ohrmarke" zur Markierung von Fleisch wird auf europäischer Ebene vorerst nicht zum Einsatz kommen. Über die Zuverlässigkeit dieser Methode zur Identifizierung von Schlachttieren und deren Fleisch sei noch zu wenig bekannt, antwortete EU-Verbraucherschutzkommissar David Byrne auf eine Anfrage der österreichischen Europa-Abgeordneten Daniela Raschhofer.
Forscher der november AG hatten die angeblich fälschungssichere Markierungsmethode für Fleisch entwickelt. Wie bei einer Schutzimpfung werden den Tieren verschiedene Eiweißstoffe unter die Haut gespritzt. Der Körper bildet daraufhin jeweils unterschiedliche Antikörper, die in einem Farbtestverfahren nachgewiesen werden können. Das Verfahren soll den Herkunftsnachweis für jedes einzelne Stück Rind- oder Schweinefleisch vom Hof des Erzeugers bis zur Ladentheke garantieren. Für seine Forschungen hatte das Unternehmen im Januar 2000 den Innovationspreises der deutschen Wirtschaft erhalten.
Nach Angaben des EU-Verbraucherschutzkommissars haben sich die EU- Mitgliedsstaaten auf vier Methoden zur Markierung von Fleisch festgelegt. Dazu zählten Ohrmarken, mit denen einzelne Tiere identifiziert werden könnten, computergestützte Datenbanken, Tier- Pässe und eigene Register für jeden Viehbestand.
Mit diesen Maßnahmen werde die EU die Überwachung von Schlachtvieh verschärfen, berichtete der Kommissar. Die BSE-Krise habe gezeigt, dass die bestehenden Regeln für die Identifizierung und Registrierung nicht ausreichten. Bis Ende des Jahres werde die Kommission dem Parlament und dem Rat einen Bericht über die elektronische Kennzeichnung vorlegen. Alternative Methoden, wie die biologische Ohrmarke, seien darin nicht vorgesehen./DP/mt/bz
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