Bilanzskandale: 200 Milliarden Dollar Schaden


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sir charles:

Bilanzskandale: 200 Milliarden Dollar Schaden

 
18.10.02 11:53
Bilanzskandale: 200 Milliarden Dollar Schaden  

Allein den Pensions-Investment-Fonds sollen durch den Kursverfall ein Schaden von 175 Mrd. Dollar entstanden sein, ergab eine Studie.  



 

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WASHINGTON (ag.). Mehr als 200 Milliarden Dollar (205 Mrd. Euro haben die Skandale um gefälschte Firmenbilanzen den amerikanische Anleger gekostet. Das ergab eine Studie im Auftrag von US-Verbraucherverbänden und Gewerkschaften. Allein bei den von Firmen unterstützten Pensions-Investment-Fonds seien 175 Milliarden Dollar Schaden entstanden, nachdem die Börsenkurse wegen der Vertrauenskrise der Anleger eingebrochen waren, teilte das Bündnis "No More Enrons" mit.

Die öffentlichen Pensionsfonds hätten geschätzt mindestens 6,4 Milliarden Dollar verloren. Dem Bericht zufolge verloren außerdem mehr als eine Million Arbeitnehmer ihren Arbeitsplatz bei den betroffenen Firmen.
In dem Bericht wurden Daten von der Regierung und anderen öffentlichen Quellen zusammengetragen, um die Auswirkungen der Bilanzfälschungen bei Enron, Arthur Anderson, WorldCom, Global Crossing, Adelphia Communications, Xerox, Tyco International, Qwest Communications und anderen Firmen abzuschätzen. Der Staat habe mindestens 13 Milliarden Dollar Steuereinnahmen deswegen verloren.

Senatsmehrheitsführer Tom Daschle nahm den Bericht zum Anlaß, der Regierung von Präsident George W. Bush Untätigkeit bei der Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität vorzuwerfen. Ein republikanischer Senatssprecher wies das als Wahlkampf zurück. In zwei Wochen wird ein Teil der Kongreßabgeordneten gewählt.



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