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Die Aktie der Leverkusener Bayer AG hat am Dienstag ihren Kurseinbruch vom Vortag nahezu ungebremst fortgesetzt. Der Kurs ist auf ein Niveau gefallen, das die Aktie zuletzt Mitte 1993 erreicht hatte. Weiterhin werde massiv Kapital aus der Aktie abgezogen, berichteten Händler. Bayer-Aktien sanken um 6,02 Prozent auf 13,43 Euro. Der DAX verlor zugleich 1,69 Prozent auf 2.528,36 Punkte und wurde damit nahezu auf dem Niveau von 1996 gehandelt.
Die Anleger reagierten damit auf Vorwürfe, nach denen das Unternehmen bereits deutlich vor der Rücknahme des Cholesterinsenkers Lipobay/Baycol von dessen schwerwiegenden Nebenwirkungen gewarnt habe, zugleich aber im Wirkstoff höher dosierte Versionen des Medikamentes neu auf den Markt brachte.
Eine führende europäische Investmentbank teilte am Morgen ihren Kunden mit, dass die Schätzungen für die Gesamtkosten des Lipobay-Skandals stark erhöht werden könnten. Das derzeit laufende Verfahren im texanischen Corpus Christi könne sich als Präzedenzfall für weitere Schadensersatzprozesse erweisen. Bislang sei die Schadenssumme der Baycol-Affäre auf schlimmstenfalls 1,6 Milliarden Euro beziffert worden./mr/ak/