in Italien hat der Wahnsinn bei Parlamat, Italiens größtem Milchkonzern bereits seit 1988 Methode, - er wurde nur erst jetzt entdeckt. Ein ehemaliger Top-Manager soll zugegeben haben, dass bereits seit 15 Jahren Finanzmanipulationen von der obersten Unternehmensspitze angeordnet worden sind, - immer dann wenn es brenzlig wurde. Wie italienischen Medien berichten, klafft in der Bilanz ein Loch von 10 Mrd. Euro.
Heute hat Parmalat Gläubigerschutz unter der neuen Verordnung der Regierung beantragt. Durch die am Dienstag im italienischen Kabinett beschlossene Notverordnung sollen nachteilige Verzögerungen, wie sie bei den gängigen Insolvenzverfahren üblich sind, vermieden und der Zusammenbruch Konzerns verhindert werden. Es geht immerhin um 36.000 Arbeitsplätze in 30 Ländern.
Donnerstag, 25. Dezember 2003
24.12.2003 -- Tages-Anzeiger Online
Parmalat setzt auf Regierungshilfe
Der von der Pleite bedrohte italienische Lebensmittelkonzern Parmalat will sich mit Regierungshilfe retten. Parmalat beantragte am Mittwoch in Parma Gläubigerschutz.
Italienische Medien bezifferten das Finanzloch nach neuesten Hinweisen auf 7 bis 13 Milliarden Euro (10,5 bis 20,3 Milliarden Franken). Zugleich ordnete die Staatsanwaltschaft die Durchsuchung der Wohnung des Firmengründers und Ex-Vorstandschefs Calisto Tanzi in Parma an. Das staatliche italienische Fernsehen berichtete, Tanzi halte sich derzeit im Ausland auf.
Italienische Milchbauern gründeten unterdessen ein Komitee und drohten, ihre Lieferungen einzustellen. Sie haben nach eigenen Angaben teilweise seit Monaten keine Geld mehr erhalten.
Experten sprechen von einem der grössten Finanzskandale in der europäischen Unternehmensgeschichte. Bisherigen Erkenntnissen der Justiz zufolge hatte Parmalat wichtige Finanzdokumente gefälscht, um Bilanzwerte in Milliardenhöhe vorzutäuschen.
Parmalat-Gründer Calisto Tanzi sollte nach Angaben aus Ermittlerkreisen im norditalienischen Parma zu den Bilanzfälschungen befragt werden, halte sich aber "im Ausland" auf. Finanzermittler durchsuchten das Wohnhaus des 65-Jährigen in Collecchio bei Parma.
In Justizkreisen wächst der Verdacht, dass ehemalige Führungskräfte des Unternehmens mit Fotokopierern und Scannern Verträge fälschten, um von den Banken weitere Gelder zu bekommen. Mehrere Angestellte des Konzerns sagten zu Journalisten, dass frühere Parmalat-Manager sie vor Beginn der Ermittlungen angewiesen hätten, Aufzeichnungen und Computerdateien zu vernichten.
Die Polizei setzte die Befragung des ehemaligen Parmalat-Finanzdirektors Fausto Tonna fort, der seit 15 Jahren an Tanzis Seite gearbeitet hatte und als dessen rechte Hand gilt. Tanzi hatte am 15. Dezember alle Ämter abgegeben.
wenn da soo einfach ist,die Banken zu betrügen mit Fotokopierern und Scannnern,könnte man ja direkt auf Ideen kommen bei anderen Vorgängen LOL