Nach den Unzulänglichkeiten im Vorverkauf und dem aktuellen WM-Karten-Chaos ist nun ein Fifa-Funktionär unter den Verdacht geraten, Tickets, die für den privaten Gebrauch bestimmt waren, mit Gewinn verhökert zu haben.

"Wo sind die Eintrittskarten?": Protestplakat beim Spiel Japan - Belgien
Seoul - Der Fußball-Weltverband Fifa hat Berichte über den angeblichen Verkauf von WM-Tickets auf dem Schwarzmarkt durch Exekutivmitglied Mohammed Bin-Hammam zurückgewiesen. "Die Fifa ist von seiner Integrität überzeugt", erklärte Fifa-Mediendirektor Keith Cooper am Freitag in Seoul. Der asiatische Spitzenfunktionär, der sich zur Zeit in Katar aufhält, habe auf die Vorwürfe "total geschockt und enttäuscht" reagiert, als ihn Fifa-Generalsekretär Michel Zen-Ruffinen am Telefon davon unterrichtet habe. Bin-Hammam gab zu, für Freunde Tickets käuflich erworben zu haben.
Nach den Berichten in der "Süddeutschen Zeitung" und dem englischen "Daily Mail" sollen bei der WM-Partie England - Schweden am vergangenen Sonntag im japanischen Saitama möglicherweise Eintrittskarten in "stattlicher Zahl" mit dem Namen Bin Hammams aufgetaucht sein. Als Beleg wurde in den Blättern die Kopie eines Tickets mit dem Namen Bin-Hammam veröffentlicht. Auch für das Spiel England - Argentinien am Freitag sollen Tickets auf dem Schwarzmarkt kursiert haben, die nur in den Händen von Fifa-Personen sein dürften, hieß es. Der Stückpreis für diese Karten habe nach Angaben eines Erwerber 650 bis 900 Dollar betragen. Der offizielle Wert soll bei 150 Dollar liegen, hieß es in den Zeitungsberichten.
150 Tickets für das Finale geordert
Fifa-Sprecher Cooper betonte in diesem Zusammenhang, dass den Exekutivkommissions-Mitgliedern für die Vorrunden-Spiele jeweils zehn Tickets zur Verfügung stünden. Vom Achtelfinale an seien es laut Fifa-Statuten noch fünf. Für das Finale soll ein Fifa-Offizieller sogar um über 150 Tickets gebeten haben.
Wegen des allgemeinen Eintrittskarten-Chaos haben nun auch die Organisationskomitees der Veranstalter reagiert. In Südkorea ist durch die Kawoc eine fünfköpfige Task Force eingesetzt worden, um die Kartenprobleme zu lösen. Seit Mittwoch haben sie den Ticketverkauf für die Spiele in Südkorea selbst übernommen, nachdem die von der Fifa beauftragte Agentur aus London keine Klärung der Unzulänglichkeiten liefern konnte. In Japan hat die Jawoc ebenfalls eine Hotline eingerichtet.

"Wo sind die Eintrittskarten?": Protestplakat beim Spiel Japan - Belgien
Seoul - Der Fußball-Weltverband Fifa hat Berichte über den angeblichen Verkauf von WM-Tickets auf dem Schwarzmarkt durch Exekutivmitglied Mohammed Bin-Hammam zurückgewiesen. "Die Fifa ist von seiner Integrität überzeugt", erklärte Fifa-Mediendirektor Keith Cooper am Freitag in Seoul. Der asiatische Spitzenfunktionär, der sich zur Zeit in Katar aufhält, habe auf die Vorwürfe "total geschockt und enttäuscht" reagiert, als ihn Fifa-Generalsekretär Michel Zen-Ruffinen am Telefon davon unterrichtet habe. Bin-Hammam gab zu, für Freunde Tickets käuflich erworben zu haben.
Nach den Berichten in der "Süddeutschen Zeitung" und dem englischen "Daily Mail" sollen bei der WM-Partie England - Schweden am vergangenen Sonntag im japanischen Saitama möglicherweise Eintrittskarten in "stattlicher Zahl" mit dem Namen Bin Hammams aufgetaucht sein. Als Beleg wurde in den Blättern die Kopie eines Tickets mit dem Namen Bin-Hammam veröffentlicht. Auch für das Spiel England - Argentinien am Freitag sollen Tickets auf dem Schwarzmarkt kursiert haben, die nur in den Händen von Fifa-Personen sein dürften, hieß es. Der Stückpreis für diese Karten habe nach Angaben eines Erwerber 650 bis 900 Dollar betragen. Der offizielle Wert soll bei 150 Dollar liegen, hieß es in den Zeitungsberichten.
150 Tickets für das Finale geordert
Fifa-Sprecher Cooper betonte in diesem Zusammenhang, dass den Exekutivkommissions-Mitgliedern für die Vorrunden-Spiele jeweils zehn Tickets zur Verfügung stünden. Vom Achtelfinale an seien es laut Fifa-Statuten noch fünf. Für das Finale soll ein Fifa-Offizieller sogar um über 150 Tickets gebeten haben.
Wegen des allgemeinen Eintrittskarten-Chaos haben nun auch die Organisationskomitees der Veranstalter reagiert. In Südkorea ist durch die Kawoc eine fünfköpfige Task Force eingesetzt worden, um die Kartenprobleme zu lösen. Seit Mittwoch haben sie den Ticketverkauf für die Spiele in Südkorea selbst übernommen, nachdem die von der Fifa beauftragte Agentur aus London keine Klärung der Unzulänglichkeiten liefern konnte. In Japan hat die Jawoc ebenfalls eine Hotline eingerichtet.