02.02.03 12:01
EW - Dollar/Yen: Mittelfristige Seitwärtsphase noch nicht beendet
Zentraler kurzfristiger Support bei 118.50
KURZUPDATE Elliottwave-Analyse Dollar/Yen
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In den letzten Wochen hat der Dollar zum Yen in einer engen Tradingrange zwischen 117.50-119.50 Yen notiert. Zwar wurde damit teilweise die mittelfristige Haussetrendlinie im mittleren 118-er Bereich unterschritten, einen nachhaltigen d.h. dynamischen und signifikanten Bruch gab es allerdings nicht. Das oszillieren um die Trendbegrenzung kann somit nur als Test dieses wichtigen Supports gewertet werden und es ist klar, dass es sich charttechnisch um eine Gratwanderung handelt.
So lange der mittelfristige Aufwärtstrend nicht durchstoßen ist, kann am bisherigen Szenario festgehalten werden. Dieses sieht den Dollar seit Juli vergangenen Jahres innerhalb einer mittelfristigen Seitwärtskorrektur. Mitte Oktober ging bei 125.70 eine dreiteilige Aufwärtswelle zu Ende, die als Wave A gezählt wird. Die Preismuster seit diesem Top werden somit als Bestandteil der Wave B interpretiert, wobei sich wellentechnisch eine Flat-Korrektur bildet. Der Downmove seit Anfang Dezember wäre somit die impulsive Wave c von B. Bereits zum Jahreswechsel lagen alle Anforderungen für einen vollständigen Abwärtsfünfer vor. Dennoch wurde dieser in den letzten Wochen ausgedehnt, wobei mit 117.50 am 27. Januar die Subwave 5' als Failure-Five zu Ende ging. Eine Bestätigung dieses Tiefpunktes ist die Tatsache, dass die Welle B exakt 100% der zeitlichen Dauer der Welle A benötigt hat.
Sollte diese mittelfristige Einschätzung stimmen, dann wird sich der Dollar in den nächsten Wochen und Monaten tendenziell nach oben orientieren. Allerdings muss beachtet werden, dass es sich trotz allem nur um eine Korrektur handelt und das Gewinnpotenzial auf 127/128 begrenzt ist. Im Idealfall wird es Ende März oder Anfang Mai ein entsprechendes Top oberhalb von 126 geben. Das erste kurzfristige Ziel liegt bei 122.
Notwendig dafür ist in den nächsten Tagen ein weiterer Anstieg bis in den oberen 120-er Bereich. Wichtig ist zudem der Support bei 118.50, der im Rahmen einer Welle C nicht mehr unterschritten werden darf. Falls dies dennoch passiert, wird der Alternativ-Count aktiviert. Ein erstes bearishes Warnsignal wird in den nächsten Sitzungen bereits ausgelöst wenn der Dollar 119.25 durchbricht. Wünschenswert wäre ein direkter Move bis rund 121.
Alternativcount: Hierbei kann der Abwärtsfünfer bis zum 27. Januar auch als Wave i einer dynamischeren Abwärtswelle interpretiert werden. In diesem Fall würde der Dollar nach einer weiteren Seitwärtsbewegung nach unten ausbrechen und den mittelfristigen Aufwärtstrend durchstoßen, so dass auch die charttechnische SHS-Formation aktiviert ist und anschließend Abgaben bis deutlich unter 115 folgen.
Markttechnik: Auf Tagesbasis gab es Ende vergangener Woche wieder erste Long-Signale. Zwar stehen diese noch auf sehr wackeligen Beinen, aber in Verbindung mit den immer noch gültigen bullischen Divergenzen stehe die Zeichen auf steigende Preise.
Fazit: Bislang konnte trotz kurzzeitiger Irritationen der mittelfristige Aufwärtstrend bei 118+ verteidigt werden. Die Chancen stehen gut, dass die Wave C bis über 126 bereits gestartet ist. Allerdings darf der Dollar in diesem Fall nicht mehr unter 119.25 bzw. 118.50 fallen.
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Tageschart USD/JPY:

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Feedback: Mathias Onischka (elliott@gmx.net)