Die Gespräche dauern an
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Die Verhandlungen zur Rettung des angeschlagenen Maschinenbaukonzerns laufen auf Hochtouren. Bund und Land wollen den Konzern unterstützen. Die Gläubigerbanken diskutieren nach wie vor über ihren Rettungsbeitrag.
Verhandlungsmarathon bei Babcock Borsig: "Jetzt verhandeln wir, bis es fertig ist", sagte ein Babcock-Sprecher
Düsseldorf/Oberhausen - Hoffnungen auf eine Rettung des angeschlagenen Maschinenbaukonzerns Babcock Borsig haben neue Nahrung erhalten. "Wir sind ein Stück zuversichtlicher als heute Nacht," sagte ein Sprecher der Düsseldorfer Staatskanzlei am Donnerstagnachmittag. Inzwischen liege der Entwurf für eine Rahmenvereinbarung zur Sicherung des Unternehmensbetriebs vor. Ein Teil des Sanierungsentwurfs beinhalte auch die Bürgschaft von Land und Bund.
Aus der Düsseldorfer Landesregierung hieß es am Nachmittag, die Chancen für eine Einigung stünden etwa 50 zu 50. Am Donnerstag gingen die Bemühungen um ein Sanierungskonzept für das gefährdete Unternehmen weiter. Babcock-Sprecher Hans-Joachim Wieckmann kündigte an: "Jetzt verhandeln wir, bis es fertig ist."
Gläubigerbanken setzten Gespräche fort
Nach Angaben der IG Metall trafen sich die Vertreter der Gläubigerbanken am Nachmittag, um die Gespräche in der Konzernzentrale von Babcock Borsig fortzuführen. Eine Gewerkschaftssprecherin wertete dies als positives Zeichen für eine mögliche Rettung des Konzerns. Doch bis zum frühen Abend hatten sich die verhandelnden Parteien noch auf keine endgültige Finanzierungslösung geeinigt.
Um die notwendige Umstrukturierung bewältigen zu können, braucht das Unternehmen nach Angaben von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Wolfgang Clement rund 700 Millionen Euro, davon rund 200 Millionen sofort, um Löhne und ausstehende Rechnungen bezahlen zu können. Der Ministerpräsident betonte, die Bundesregierung und das Land seien zu Bürgschaften in erheblicher Höhe bereit, um das Unternehmen zu retten. Die Gesamtsumme der Bürgschaften belaufe sich fast auf die Hälfte der notwendigen 700 Millionen Euro.
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Clement hatte nach dem Krisengipfel gegen Mitternacht in Düsseldorf erklärt, die Gläubigerbanken seien bisher noch nicht bereit, ihren Beitrag zur Rettung des Unternehmens zu leisten. Doch hoffe er, dass im Laufe des Donnerstags eine Lösung gefunden werde.
Sollte es auf dem Krisengipfel zu keiner Einigung kommen, müsse Babcock noch am Donnerstagabend Insolvenz anmelden, hatte Clement am Mittwochabend angekündigt. In diesem Fall droht nach Schätzungen des Betriebsrats der Verlust von mehreren tausend Arbeitsplätzen in Deutschland. Insgesamt beschäftigt Babcock Borsig weltweit 22.000 Mitarbeiter, 13.000 davon in Deutschland.