B. Förtsch: Gurus im Aufwind ES GEHT WIEDER LOS


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B. Förtsch: Gurus im Aufwind ES GEHT WIEDER LOS

 
20.03.02 07:57
Erinnern Sie sich noch an unsere letzte Titelstory? 15.000 Punkte, so lautete unser Kursziel für den Dow Jones. Zugegeben, im Moment scheint dieses Ziel noch etwas ambitioniert, doch es gibt gute Argumente, die uns in unserer Einschätzung bestärken und die wir in der letzten Ausgabe ausführlich besprochen haben. Und wie der Zufall so will, bekommen wir nun auch Schützenhilfe von den Gurus der US-Börsenszene. So meldeten sich unter anderem die Galionsfiguren Ralph Acampora und Abby Cohen zu Wort, deren Aussagen an der Börse immer noch hoch geschätzt werden.

Ralph Acampora, seines Zeichens Cheftechniker von Prudential Financial und bekennender Haussier, sieht in der jüngsten Aufwärtsbewegung von Dow Jones und Nasdaq seit den Tiefständen vom 21. September 2001 eine »qualitativ hochwertige Aufwärtsbewegung«. Die nach den Terrorattacken zu verzeichnenden Abschläge - im Dow Jones lag das Tief knapp unter 8.000 Punkten - seien, so Ralph Acampora sinngemäß weiter, keine möglicherweise noch zu unterschreitenden zyklischen Tiefs, sondern »die unverrückbaren zyklischen Tiefs«. Oder, um es mit anderen Worten auszudrücken, der Cheftechniker von Prudential Financial geht davon aus, dass die Baisse an den Weltbörsen ein für alle Mal beendet ist und wir uns nun wieder auf stetig steigende Kurse einstellen können. Treffsicherer hätte Ralph Acampora unsere Einstellung den Aktienmärkten gegenüber nicht wiedergeben können.

Doch wie sollten sich nun Acamporas Meinung nach die Anleger verhalten? Ganz einfach, sie sollten »aggressiv« in ausgewählte Aktien einsteigen. Auf seiner Favoritenliste ganz oben stehen unter anderem die Länder USA, Kanada und Australien, die durch eine an Breite gewinnende Aufwärtsbewegung der Börsenindizes positiv auffallen.

Noch konkreter äußert sich Abby Cohen, die Staranalystin aus dem Hause Goldman Sachs. Sie lässt sich nicht lumpen und gibt für Dow Jones und S&P 500 Jahresendziele heraus. Dabei setzt sie, die ansonsten eher fundamental orientiert ist, vor allem auf die Psychologie der Anleger.

Sie prognostiziert für den Dow Jones einen Stand von mindestens 11.300 Punkten und für den S&P 500 ein Niveau von 1.300 Punkten, jeweils zum Jahresende. Sollte jedoch die Stimmung unter den Börsianern deutlich besser werden und das Vertrauen in die US-Wirtschaft wachsen, könnte sich Abby Cohen auch ein Jahresziel von 12.400 Punkten im Dow Jones und von 1.425 Punkten im S&P 500 vorstellen.

Mit unserem Kursziel von 15.000 Punkten im Dow Jones innerhalb der nächsten 12 Monate befinden wir uns mit Abby Cohen und Ralph Acampora in allerbester Gesellschaft. Und dies zu einer Zeit, in der die Mehrheit der Anleger der Aktie als Investment immer noch sehr kritisch gegenübersteht und unterinvestiert ist.

Dies belegen zumindest einige Umfragen, die zeigen, dass die Bereitschaft zur Aktienanlage nach den katastrophalen Börsenjahren 2000 und 2001 deutlich zurückgegangen ist.

Damit haben wir aber für ein langfristiges Engagement in Aktien eine geradezu ideale Ausgangsbasis. Auf der einen Seite die fundamentalen Gründe, die eine Haussebewegung rechtfertigen; auf der anderen Seite die kritische Haltung der Anleger, die nur zaghaft wieder in Aktien investieren werden.

Ihr

Bernd Förtsch      Aktionäar vom 19.3.02
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