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Automarkt-Liberalisierun g kostet 100.000 Jobs


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Brummer:

Automarkt-Liberalisierung kostet 100.000 Jobs

 
05.02.02 15:47
IG Metall: Automarkt-Liberalisierung kostet 100.000 Jobs

Noch berät die EU-Kommission über eine Neuregelung des Autovertriebs. Doch die in Deutschland werden schon die Geschütze gegen die Liberalisierung in Stellung gebracht. So befürchtet die IG Metall, dass die EU-Pläne bis zu 100.000 Arbeitsplätze bei mittelständischen Händlern kosten werden.

Vorstandsmitglied Achim Rhode sagte, je mehr das bisherige Regelwerk seinen Schutzcharakter für kleinere Händler verliere, desto mehr bauten die großen Automobilhersteller ihren Direktvertrieb aus. Außerdem könnten große Handelsketten den Autovertrieb übernehmen, kritisierte Rhode.

„Viele mittelständische Unternehmen werden vernichtet, weil jetzt erst recht die Großen die Kleinen fressen werden,“ sagte Rhode weiter. Tausende der rund 47.000 Unternehmen des Kfz-Gewerbes mit insgesamt 530.000 Beschäftigten in Deutschland könnten vom Markt verschwinden.

In Europa gebe es derzeit rund 108.000 autorisierte Händler und 172.000 unabhängige Reparaturunternehmen mit rund zwei Millionen Beschäftigten. Nach Meinung der IG Metall wird die Konzentration unter Händlern europaweit rasant zunehmen und zum Schaden der Verbraucher führen. „Statt sinkender Preise wird es zum Händlersterben und zum Abbau von Arbeitsplätzen kommen“, sagte Rohde.

Auch Bundeskanzler Gerhard Schröder hat deutlich Position gegen die Pläne der EU-Kommission. Die geplante „Gruppenfreistellungsverordnung“ berge enorme Wettbewerbsnachteile für die deutsche Autoindustrie, sagte der Kanzler. „Wer in gewachsene Strukturen und Systeme eingreift, muss sich nicht nur klar machen, was er fördert, sondern auch was zerstört wird“, sagte Schröder. Der Verband der Automobilindustrie und die Bundesregierung werden sich nach Schröders Worten zusammensetzen, um einseitige Entscheidungen zu Lasten der deutschen Automobilindustrie zu verhindern.

Monti will mit seinen Plänen die Macht der Autokonzerne eindämmen und den Verbrauchern niedrigere Neuwagenpreise bescheren. Er will unter anderem die enge Bindung der Vertragshändler an bestimmte Marken lockern. Ein Händler könnte demnach unter einem Dach künftig Autos verschiedener Hersteller verkaufen. Außerdem soll die Stellung freier Werkstätten und unabhängiger Ersatzteil-Anbieter gestärkt werden.

Umstritten war bis zuletzt der Gebietsschutz für die Vertragshändler der Konzerne. Industriekommissar Erkki Liikanen setzte sich für eine solche Klausel ein, um kleine und mittlere Unternehmen der Branche zu schützen. Montis letzter Entwurf habe keine Regelung zu den Absatzgebieten enthalten, hieß es in Brüssel.

Quelle: wiwo.de
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Karlchen_I:

Ist das schlimm.....

 
05.02.02 16:03
Das passiert, wenn es mehr Wettbewerb gibt. Furchtbar diese Globalisierung! Arbeitsplätze werden vernichtet - und das gerade bei den Vertragshändlern, die doch gerade nur das Beste für ihre Kunden wollen und nur kleine Preise für Inspektionen und Reparaturen verlangen. Und die Preise für Neuwagen sind doch bei uns schon die günstigsten in ganz Europa. All das Vertraute soll nun verschwinden. Schlimm.

Da muss doch unser Bundeskanzler eingreifen, der gewiss über jeden Verdacht erhaben ist, irgendwie mit der Autoindustrie verbandelt zu sein.  
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Brummer:

EU-Kommission billigt Entwurf zur Reform des Autoh

 
05.02.02 17:38
Die EU-Kommission hat am Dienstag in Straßburg ihren Vorschlag für neue Regeln zum europäischen Autovertrieb verabschiedet. Ziel ist es, den Autokauf billiger zu machen.

Ein Kommissionssprecher sagte am Dienstag in Straßburg, die Kommission habe den Entwurf zur Reform der Gruppenfreistellungsverordnung gebilligt. Details nannte der Sprecher zunächst nicht.

Vorab bekannt gewordene Pläne von Wettbewerbskommissar Mario Monti sahen vor, dass Hersteller mit einem bestimmten Marktanteil ihren Händlern künftig nicht mehr ihre Standorte und Verkaufsbezirke vorschreiben können. Damit wird das bisher bestehende System des Gebietsschutzes faktisch aufgehoben.


Quelle: ftd.de, Di, 5.2.2002, 17:09  

© 2002 Financial Times Deutschland
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hjw2:

Seltsame Logik bei der IG-Metall, völlig klar

 
05.02.02 18:12
Autos werden dann nicht mehr repariert.
Sie tun mir leid die IG-Metall Aufsichtsräte, wie immer haben sie nur das Wohl des Arbeiters im Auge.....hehe
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Schnorrer:

100.000 Arbeitsplätze entsprechen 10 Milliarden

 
05.02.02 18:29
Kostensenkung. Auf die Anzahl der produzierten Wagen heruntergerechnet, dürfte das eine Preissenkung von im Schnitt 5% bedeuten. Klasse. Aber dafür gibts 100.000 Autokäufer weniger, weil die keinen Job mehr haben.

Und mir noch Konkurrenz machen. Böse Welt.
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hjw2:

Schnorren wird auch immer schwerer, wo das nur

 
05.02.02 18:51
alles hinführt.....
Liegt wohl am Reformstauindikator....??
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Hiob:

und Jahreswagen gibts auch keine mehr, weil

 
05.02.02 18:52
die Neuwagen so billig werden, wie derzeit die Jahreswagen sind. Da muß man jetzt als Kunde sein Auto selber einfahren! Echt doof.
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hjw2:

Der Corsa soll in Dänemark fast 50% billiger sein

 
05.02.02 18:58
als im Autokanzlerland....seltsam seltsam..
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Schnorrer:

und der Golf 20% billiger. Alle überbezahlt hier? o.T.

 
05.02.02 19:26
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