Ausblick: Die Märkte am Montag, finanzen.net

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02.09.2002 08:15:00


   
Die deutschen Standardwerte starteten die vergangene Woche mit Verlusten. Der DAX schloss am Montag bei 3.783 Punkte (Freitag: 3.828 Zähler), der Dow Jones bei 8.919 Punkte (Freitag: 8.873 Zähler). Am Dienstag beendete der DAX den Handelstag mit positiven Vorzeichen bei 3.851 Punkte. In den USA standen die Indizes zum Handelsschluss auf rot. Der Dow Jones ging mit 8.824 Punkten aus dem Tag. Zur Wochenmitte ging es bei den deutschen Blue-Chips um 4,4 Prozent oder 3.682 Punkte in den Keller. Das Minus des Dow Jones viel mit Minus 1,5 Prozent oder 8.694 Punkte geringer aus. Am Donnerstag hat sich der negative Trend fortgesetzt. Der DAX schloss mit einem Minus von 0,6 Prozent bei 3.660 Zähler. Der Dow Jones verlor 0,3 Prozent bei 8.670 Punkte. Zum Wochenschluss ging es zunächst nochmals bergab. Doch mit Eröffnung der Wall Street schoss der DAX in die Gewinnzone, so dass am Ende des Tages der DAX ein Plus von 1,4 Prozent auf 3.713 Zähler verzeichnen konnte. In den USA haben Gewinnmitnahmen den Dow Jones in der letzten Handelsstunde ins Minus gedrückt. Er schloss mit einem Verlust von 0,1 Prozent bei 8.663 Punkte.

Das konjunkturelle Highlight in Deutschland war vergangene Woche der Ifo-Geschäftsklimaindex für August. In Westdeutschland sank der Index auf 88,8 Punkte, nach 89,9 im Juli und 89.3 Punkte im August 2001. Damit hatte sich der Index zum dritten Mal in Folge verschlechtert und signalisierte, dass der Aufschwung zumindest vorübergehend unterbrochen sein könnte. Die über 7.000 befragten Unternehmen beurteilten vor allem die Geschäftsaussichten für die kommenden sechs Monate pessimistisch. Der entsprechende Index fiel von 102,4 Zählern im Juli auf 100,8 Zähler, insbesondere aufgrund der Verschlechterung im verarbeitenden Gewerbe. Weiterhin sank der Index für die Bewertung der aktuellen Geschäftslage auf 77,3 Punkte, nach revidiert 77,9 im Juli und 83,0 im August 2001. In Ostdeutschland ging der Geschäftsklimaindex auf 99,1 Zähler zurück, gegenüber einem Vormonatsstand von 99,6 Zählern. Im Vorjahresmonat wurde noch ein Indexwert von 101,2 Punkten gemeldet. Der Rückgang resultiert auch hier vorwiegend aus der ungünstigeren Entwicklung in der Industrie.

In den USA stand aus konjunktureller Sicht das Verbrauchervertrauen im Vordergrund. Der private Konsum macht in den USA etwa zwei Drittel des Bruttoinlandsproduktes aus. Dem entsprechend schockierte es die Börse, dass das US-Verbrauchervertrauen im August extrem negativ ausfiel. Der entsprechende Index sank von revidiert 97,4 Punkten im Juli auf 93,5 Punkte, während Volkswirte lediglich eine Abnahme auf 97,0 Punkte erwartet hatten. Der Index der gegenwärtigen Bedingungen fiel auf 92,0 Zähler, nachdem der Index für Juli von 99,2 auf 99,4 Zähler revidiert wurde. Auch der Erwartungs-Index verringerte sich auf 94,5 Punkte. Für Juli wurde der Erwartungs-Index von vorläufig 95,7 auf nun 96,1 Punkte korrigiert.

Die Gewinnerliste im DAX führten am Freitag die BASF, Metro, Bayer, Deutsche Post und RWE an. Die Top-Verlierer waren adidas-Salomon, Fresenius M.C., Allianz, Epcos und TUI.

Aus konjunktureller Sicht stehen heute folgende Daten an:

12:00 EU; Einzelhandelsumsatz im Juni

15:30 EU; EZB, Ausschreibung des 2-Wochen-Refi-Zinstender

20:00 CH; Bekanntgabe der Zusammensetzung der STOXX-Indizes


DAX Schlusskurs: 3.713 (+1,4%) Punkte

Dow Jones Schlusskurs: 8.663 (-0,1%) Punkte

NASDAQ-Future: 941 (-0,3%) Punkte

V-DAX: 41,74 (-2,1%) Punkte

Zur Eröffnung werden beim DAX folgende Indexstände erwartet:

Deutsche Bank: 3.677 Punkte

Citibank: 3.681 Punkte

Lang&Schwarz: 3.690 Punkte

Heute bleiben in den USA die Börsen aufgrund des Labor Day (Tag der Arbeit) geschlossen. Dieser Feiertag wird am ersten Montag im September begangen und ist schon seit 1894 ein Nationalfeiertag. Der Ursprung geht zurück auf die Kampagne einer frühen Arbeiterbewegung, der Knights of Labor. Für die meisten Amerikaner bedeutet Labor Day auch das Ende der Sommermonate. Für die Börse ist der Monat September, der historisch schwierigste Monat. In diesem Jahr kommen noch zusätzliche Belastungsfaktoren hinzu. So ist am 11. September der erste Jahrestag der Terroranschläge gegen das World Trade Center in New York und gegen das Pentagon in Washington. Weiter herrscht Verunsicherung hinsichtlich eines drohenden Präventivschlags der USA gegen den Irak. Schließlich weisen die Konjunkturdaten in den USA ein sehr heterogenes Bild auf, die für die nächsten Wochen keinen großen Optimismus erwarten lassen.
 
-rg-


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