Aufschwung für asiatische Internet-Werte Mitte...


Thema
abonnieren
Beiträge: 3
Zugriffe: 808 / Heute: 2
ARIBA, INC. - C. kein aktueller Kurs verfügbar
 
Ramses II:

Aufschwung für asiatische Internet-Werte Mitte...

 
10.12.00 13:30
Aufschwung für asiatische Internet-Werte Mitte nächsten Jahres

Frankfurt (vwd) - "Was habe ich da nur geordert? Das geht ja nur bergab!" - " Ich habe nordasia.com im im Februar für knapp 100 EUR/Stück gekauft. Jetzt ist er ganz schön gefallen. Was tun. Halten bis zum letzten Atemzug? Gibt es eine Grenze, bei denen Fonds Konkurs anmelden müssen?" - "Der Kurs geht soweit runter,dass man sich um den Rest der Anlage nicht mehr kümmern muss. Beim nächsten mal auf den Manager achten. Schlechter geht es sicher nicht." Der, der hier so gnadenlos von den Teilnehmern an einem Diskussionsforum der "Fuchsbriefe" abgewatscht wird, ist kein anderer als Volker Kuhnwaldt, Fondsmanager des nordasia.com (WKN 979 217) der Hamburger Gesellschaft Nordinvest.

Kaum ein Jahr zuvor noch hatten die selben Anleger Kuhnwaldt für die Erfolge des ebenso von ihm verantworteten Nordinternet, weiland Deutschlands erster
Internetfonds, gefeiert. Der Grund für den abrupten Schwenk von "Hosianna" auf "Kreuziget ihn": Seit Anfang dieses Jahres mußte der nordasia.com einen Wertverlust von 67,3 Prozent hinzunehmen. Ein Ergebnis, das sich auch Fondsmanager Kuhnwaldt beileibe nicht schön redet: "Klar, der Fonds ist ziemlich schlecht gelaufen." Allerdings sei das eine durchnaus marktkonforme Entwicklung gewesen. So sei etwa der MAIX (Munich Asian Internet Index), ein Index aus 32 an der Münchner Börse gehandelten asiatischen Internetunternehmen, im gleichen Zeitraum um 68,3 Prozent gefallen.

Der BAPNET (Bloomberg Asian Pacific Internet), ein Index aus 147 Titeln, sogar um 78,7 Prozent. Kritiker hätten ihm dagegen vorgeworfen, dass er den Einbruch an den asiatischen Börsen zu spät gesehen und nicht rechtzeitig Kasse gemacht habe. "Ich kann mit einem Branchenfonds nicht mal eben schnell in andere x-beliebige Werte einsteigen." Aber auch solcherlei Vorhaltungen seien seit den Einbrüchen an Nasdaq und Neuem Markt in den vergangenen Monaten deutlich weniger geworden. Auch den Vorwurf, die falschen Titel ausgewählt zu haben, will der Fondsmanager nicht auf sich sitzen lassen. Gerade erst sei er wieder für zehn Tage in Asien gewesen. Und außerdem sei es nicht wirklich problematisch, dass das Management eines asiatischen Branchenfonds in Hamburg sitze. "Wichtig ist, dass die Analysten             vor Ort ihre Pappenheimer kennen." Trotzdem habe er das Management nahezu jedes im Portfolio vertretenen Unternehmens entweder in Hamburg oder bei Visiten in Asien gesehen. Verantwortlich für den Einbruch der asiatischen Märkte und damit den Kurssturzflug des nordasia.com seien letztlich externe Faktoren wie die Zinspolitik der FED, die Rede Greenspans zur Bewertung der Technologie-Titel und die daraus resultierenden sogenannten Todeslisten gewesen. (mehr/vwd/jej/mig)
Antworten

Werbung

Entdecke die beliebtesten ETFs von Amundi

Lyxor Net Zero 2050 S&P World Climate PAB (DR) UCITS ETF Acc
Perf. 12M: +206,18%
Amundi Nasdaq-100 Daily (2x) Leveraged UCITS ETF - Acc
Perf. 12M: +82,32%
Amundi MSCI New Energy UCITS ETF Dist
Perf. 12M: +78,15%
Amundi Global Hydrogen UCITS ETF - Acc
Perf. 12M: +71,16%
Amundi IBEX 35 Doble Apalancado Diario (2x) UCITS ETF Acc
Perf. 12M: +63,69%

Ramses II:

Teil 2

 
10.12.00 13:37
"Den zweiten Schlag haben die Märkte dann noch durch die Nahostkrise, den steigenden Ölpreis und die Unsicherheit über den Ausgang der
Präsidentschaftswahlen in Amerika bekommen." Auch die Gewinnwarnungen von Herstellern aus dem Bereich der Consumer-Elektronik, allen voran Apple und Intel, hätten die Märkte gedrückt. Obwohl Asien unter Normalbedingungen sehr heterogene Märkte besitze, hätten diese Faktoren dazu geführt, dass sie ihr Eigenleben aufgegeben hätten und derzeit als bloße Funktionen der Kursentwicklungen an der Nasdaq dastünden. Die Gesundung der amerikanischen High-Tech-Börse sei dann auch der Schlüssel für die Erholung der asiatischen Märkte, sagt Kuhnwaldt..

"Erst wenn die amerikanischen Investoren eine dynamischere Nasdaq sehen, werden sie auch wieder in Asien investieren." Im Bereich der Consumer-Elektronik komme dazu noch eine weitere, direkt Abhängigkeit der asiatischen Märkte von der Nasdaq hinzu. Denn viele der vermeintlichen High-Tech-Firmen in Asien seien letztlich nur die billigen,                    ausgelagerten Werkbänke amerikanischer Anbieter. Dennoch hätten es eine ganze Reihe von Unternehmen geschafft, von bloßen Erfüllungsgehilfen zu vollwertigen Herstellern mit eigenen Entwicklungslabors zu werden.

Beispiele dafür sind nach Ansicht von Kunhnwaldt etwa das südkoreanische

Unternehmen LG und der indische Hersteller von Internet-Software Infosys. Infosys habe bislang mehrfach amerikanische Unternehmen aufgekauft. So richtig die Wirkungskette auch für den Bereich der Consumer-Elektronik sei, so wenig stimme sie dagegen für den Internet-Bereich. Vielmehr hätten hier fremde Unternehmen nahezu unüberwindliche Markteintrittsbarrieren wie etwa die Sprache, die Schrift und weitreichende kulturelle Differenzen zu überwinden. Das eröffne den asiatischen Internet-Firmen blendende Perspektiven.

Denn etwa im Vergleich zu Amerika stecke die Nutzung des Internet dort noch in den Kinderschuhen, betont der Fondsmanager. "Der Grund für diesen zeitlichen Rückstand ist die unter anderem durch die Asienkrise des Jahres 1998. Seinerzeit konnten sich dort die Unternehmen und Regierungen nicht auf den Ausbau ihrer Internetaktivitäten konzentrieren. Denn mit ihrem Überlebenskampf waren sie vollauf beschäftigt." Allerdings: Was für die Nutzung gelte, könne noch lange nicht über die Infrastruktur ausgesagt werden. Immerhin verfüge der internetähnliche "I-Mode"-Service der japanischen NTT Docomo bereits über 15 Millionen Kunden.

Den rund eine Million kontinentaleuropäischen Abonnenten von Breitbandzugängen stünden 3,5 Millionen in Südkorea gegenüber. Das chinesische Handy-Netzt sei im weltweiten Vergleich bereits die Nummer zwei. Noch dazu sei der chinesische Mobilfunkmarkt überschaubar, da ihn nur wenige Anbieter wie etwa China Mobile dominieren. "Ein weiterer Grund für die Wachstumschancen des chinesischen Mobilfunkmarkts ist die Tatsache, dass viele Handys aus dem Ausland eingeschmuggelt werden, und deshalb für kleines Geld an den Mann zu bringen ist. Das erhöht den Verbreitungsgrad beträchtlich," sagt Kuhnwaldt.

Kein Wunder also, dass China Mobile mit einem Anteil von 6,3 Prozent des
Fondsvermögens die zweitstärkste Position im nordasia.com ist. Derzeit am
prominentesten vertreten ist der japanische Systemintegrator Net One Systems mit 8,9 Prozent. Beratungsdienstleistungen für den Einsatz des Internet, wie sie das Unternehmen anbiete, seien in Asien ein knappes Gut. Der japanische
Venture-Capital-Geber Jafco, mit 4,3 Prozent Anteil am Fondsvermögen viertstärkste Position im nordasia.com besitze eine starke Expertise, ein breit gestreutes Portfolio und ein ausgesprochen gutes Management. Außerdem sei der Titel auf dem derzeitigen Kursniveau ausgesprochen attraktiv.

Softbank, ebenfalls mit 4,3 Prozent Anteil am Fondsvermögen unter den
Top-Positionen des Portfolios vertreten, sei gerade mit Ariba ein Joint Venture für Japan und Korea eingegangen. China.com, mit 2,8 Prozent Anteil am Fondsvolumen ebenfalls eine der Core-Holdings im nordasia.com generiert laut Kuhnwaldt ihren Umsatz aus drei Geschäftsfeldern: Zum einen aus der Systemintegration und dem Beratungsgeschäft, zum anderen durch Internet-Portale und schließlich durch eine eigene Mediaagentur. Die Kriegskasse der Chinesen sei gut gefüllt, das Management              exzellent, das Geschäftsmodell plausibel.

Außerdem wende sich das Angebot von China.com auch an die kaufkräftigen
Auslandschinesen. Die Voraussetzungen dafür, dass die Titel im nordasia.com endlich den Anlegern auch die erhoffte Rendite bringen, sei allerdings die Realisierung der jüngst von Greenspan avisierten Zinssenkungen. Außerdem müßte die amerikanische Konjunktur eine weiche Landung hinlegt und der Ölpreis deutlich sinken. "Stimmen diese makroökonomischen Rahmendaten kann es los gehen," betont der Fondsmanager. Allerdings: Bis dahin prophezeit Kuhnwaldt den Anlegern noch ein weiteres Jammer-Quartal. "In den ersten drei Monaten des nächsten Jahres werden die Einnahmen aus der Internet-Werbung in Amerika auf ein Allzeittief fallen."
                 
Und wenn die amerikanischen Internet-Firmen husten, haben deren asiatische
Pendants die Grippe. Dazu kämen dann ebenfalls noch im ersten Quartal 2001
möglicherweise weitere Gewinnwarnungen von Herstellern aus dem Chip- und
Consumer-Elektronik-Bereich. Der Ausgabeaufschlag für den nordasia.com beträgt beträgt 5,0 Prozent, die jährliche Managementgebühr liegt bei bis zu 1,2 Prozent.
                  +++ Jörg E. Jäger

                  vwd/8.12.2000/jej/mig
Antworten
proxicomi:

Wenn der $ wieder fällt gehts dem Yen auch besser! o.T.

 
10.12.00 14:07
Antworten
Auf neue Beiträge prüfen
Es gibt keine neuen Beiträge.


Börsen-Forum - Gesamtforum - Antwort einfügen - zum ersten Beitrag springen

Neueste Beiträge aus dem ARIBA, INC. - COMMON STOCK Forum

Wertung Antworten Thema Verfasser letzter Verfasser letzter Beitrag
  24 Prognose Nasdaq bei 2000 Punkten: IZ bullshit 25.04.21 10:49
  12 Ich fasse es nicht! kaeseotto Elan 25.04.21 00:26
  15 Index-Zertifikate -- taugen die was ? Hasenfuß brontal 24.04.21 23:07
  12 Ich Riesenarschloch. Schon wieder 600€ verschenkt. Boxenbauer xpfuture 31.05.07 21:57
4 38 MR. SPOCK WÜRDE VERZWEIFELN ... Nase moebius 02.08.06 19:18

--button_text--