Aufschwung für asiatische Internet-Werte Mitte nächsten Jahres
Frankfurt (vwd) - "Was habe ich da nur geordert? Das geht ja nur bergab!" - " Ich habe nordasia.com im im Februar für knapp 100 EUR/Stück gekauft. Jetzt ist er ganz schön gefallen. Was tun. Halten bis zum letzten Atemzug? Gibt es eine Grenze, bei denen Fonds Konkurs anmelden müssen?" - "Der Kurs geht soweit runter,dass man sich um den Rest der Anlage nicht mehr kümmern muss. Beim nächsten mal auf den Manager achten. Schlechter geht es sicher nicht." Der, der hier so gnadenlos von den Teilnehmern an einem Diskussionsforum der "Fuchsbriefe" abgewatscht wird, ist kein anderer als Volker Kuhnwaldt, Fondsmanager des nordasia.com (WKN 979 217) der Hamburger Gesellschaft Nordinvest.
Kaum ein Jahr zuvor noch hatten die selben Anleger Kuhnwaldt für die Erfolge des ebenso von ihm verantworteten Nordinternet, weiland Deutschlands erster
Internetfonds, gefeiert. Der Grund für den abrupten Schwenk von "Hosianna" auf "Kreuziget ihn": Seit Anfang dieses Jahres mußte der nordasia.com einen Wertverlust von 67,3 Prozent hinzunehmen. Ein Ergebnis, das sich auch Fondsmanager Kuhnwaldt beileibe nicht schön redet: "Klar, der Fonds ist ziemlich schlecht gelaufen." Allerdings sei das eine durchnaus marktkonforme Entwicklung gewesen. So sei etwa der MAIX (Munich Asian Internet Index), ein Index aus 32 an der Münchner Börse gehandelten asiatischen Internetunternehmen, im gleichen Zeitraum um 68,3 Prozent gefallen.
Der BAPNET (Bloomberg Asian Pacific Internet), ein Index aus 147 Titeln, sogar um 78,7 Prozent. Kritiker hätten ihm dagegen vorgeworfen, dass er den Einbruch an den asiatischen Börsen zu spät gesehen und nicht rechtzeitig Kasse gemacht habe. "Ich kann mit einem Branchenfonds nicht mal eben schnell in andere x-beliebige Werte einsteigen." Aber auch solcherlei Vorhaltungen seien seit den Einbrüchen an Nasdaq und Neuem Markt in den vergangenen Monaten deutlich weniger geworden. Auch den Vorwurf, die falschen Titel ausgewählt zu haben, will der Fondsmanager nicht auf sich sitzen lassen. Gerade erst sei er wieder für zehn Tage in Asien gewesen. Und außerdem sei es nicht wirklich problematisch, dass das Management eines asiatischen Branchenfonds in Hamburg sitze. "Wichtig ist, dass die Analysten vor Ort ihre Pappenheimer kennen." Trotzdem habe er das Management nahezu jedes im Portfolio vertretenen Unternehmens entweder in Hamburg oder bei Visiten in Asien gesehen. Verantwortlich für den Einbruch der asiatischen Märkte und damit den Kurssturzflug des nordasia.com seien letztlich externe Faktoren wie die Zinspolitik der FED, die Rede Greenspans zur Bewertung der Technologie-Titel und die daraus resultierenden sogenannten Todeslisten gewesen. (mehr/vwd/jej/mig)
Frankfurt (vwd) - "Was habe ich da nur geordert? Das geht ja nur bergab!" - " Ich habe nordasia.com im im Februar für knapp 100 EUR/Stück gekauft. Jetzt ist er ganz schön gefallen. Was tun. Halten bis zum letzten Atemzug? Gibt es eine Grenze, bei denen Fonds Konkurs anmelden müssen?" - "Der Kurs geht soweit runter,dass man sich um den Rest der Anlage nicht mehr kümmern muss. Beim nächsten mal auf den Manager achten. Schlechter geht es sicher nicht." Der, der hier so gnadenlos von den Teilnehmern an einem Diskussionsforum der "Fuchsbriefe" abgewatscht wird, ist kein anderer als Volker Kuhnwaldt, Fondsmanager des nordasia.com (WKN 979 217) der Hamburger Gesellschaft Nordinvest.
Kaum ein Jahr zuvor noch hatten die selben Anleger Kuhnwaldt für die Erfolge des ebenso von ihm verantworteten Nordinternet, weiland Deutschlands erster
Internetfonds, gefeiert. Der Grund für den abrupten Schwenk von "Hosianna" auf "Kreuziget ihn": Seit Anfang dieses Jahres mußte der nordasia.com einen Wertverlust von 67,3 Prozent hinzunehmen. Ein Ergebnis, das sich auch Fondsmanager Kuhnwaldt beileibe nicht schön redet: "Klar, der Fonds ist ziemlich schlecht gelaufen." Allerdings sei das eine durchnaus marktkonforme Entwicklung gewesen. So sei etwa der MAIX (Munich Asian Internet Index), ein Index aus 32 an der Münchner Börse gehandelten asiatischen Internetunternehmen, im gleichen Zeitraum um 68,3 Prozent gefallen.
Der BAPNET (Bloomberg Asian Pacific Internet), ein Index aus 147 Titeln, sogar um 78,7 Prozent. Kritiker hätten ihm dagegen vorgeworfen, dass er den Einbruch an den asiatischen Börsen zu spät gesehen und nicht rechtzeitig Kasse gemacht habe. "Ich kann mit einem Branchenfonds nicht mal eben schnell in andere x-beliebige Werte einsteigen." Aber auch solcherlei Vorhaltungen seien seit den Einbrüchen an Nasdaq und Neuem Markt in den vergangenen Monaten deutlich weniger geworden. Auch den Vorwurf, die falschen Titel ausgewählt zu haben, will der Fondsmanager nicht auf sich sitzen lassen. Gerade erst sei er wieder für zehn Tage in Asien gewesen. Und außerdem sei es nicht wirklich problematisch, dass das Management eines asiatischen Branchenfonds in Hamburg sitze. "Wichtig ist, dass die Analysten vor Ort ihre Pappenheimer kennen." Trotzdem habe er das Management nahezu jedes im Portfolio vertretenen Unternehmens entweder in Hamburg oder bei Visiten in Asien gesehen. Verantwortlich für den Einbruch der asiatischen Märkte und damit den Kurssturzflug des nordasia.com seien letztlich externe Faktoren wie die Zinspolitik der FED, die Rede Greenspans zur Bewertung der Technologie-Titel und die daraus resultierenden sogenannten Todeslisten gewesen. (mehr/vwd/jej/mig)