...dass der Zeitpunkt für das prognostizierte Durchschreiten der Talsohle von Branchenvertretern immer weiter nach hinten verschoben wird. Auch Herr Gerstenmayer sprach kürzlich in einem Interview mit der "Kleinen Zeitung" (hinter Bezahlschranke, Foto konnte ich leider hier nicht hochladen) davon, dass das erste Halbjahr 2024 noch sehr schwierig würde. Zuerst war ja noch von ca. Mitte 2023 die Rede, dann vom 3. oder 4. Quartal 2023, jetzt Anfang 2024. Meiner Meinung nach bestand der Kardinalfehler in einer Fehleinschätzung der Branche insofern, als dass der durch Corona ausgelöste Boom quasi als kontinuierliches Phänomen angesehen wurde. Es sollte doch einleuchten, dass wenn innerhalb kürzester Zeit während Corona Private und Institutionen beinahe gleichzeitig ihre Systeme austauschen/erneuern, sie dies nicht jedes Jahr wiederholen werden, insbesondere nicht in Rezessionszeiten.
KI war als disruptive neue Technologie natürlich ein Hoffnungsschimmer, aber auch das wird wohl nicht so schnell gehen wie sich das manche erhoffen. Zu beobachten ist halt auch, dass sowohl die Peers wie Unimicron, Shinko, Ibiden als auch Nvidia und AMD (natürlich von weit höherem Niveau) aus deutlich nachgegeben haben, wobei einerseits natürlich die sogenannten "Zinsängste", aber auch die multiplen Kriegs(krisen) und vor allem die jüngsten US-China-Sanktionen eine Rolle spielen. Wahrlich keine gute Zeit, aber nach dem Motto "buy on bad news" kann es auch noch Überraschungen geben.
Bei AT&S werden wir sehen, wie weit die anderen Geschäftsfelder die Flaute bei den Substraten kompensieren kann und wie weit die Einsparungen greifen.