@arbieter bezüglich futures berechnung


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preisfuchs:

@arbieter bezüglich futures berechnung

 
21.08.01 18:05
DIE STANDARDISIERUNG
Voraussetzung für den transparenten und liquiden Handel mit Futures und Optionen ist eine Standardisierung der Verträge. Das heißt, sämtliche Marktteilnehmer gehen mit ihren Positionen Rechte und Pflichten ein, die auf den gleichen, genau festgelegten Bedingungen beruhen. Für jeden dieser standardisierten Kontrakte notieren an der ÖTOB Kurse, die die Händler am Handelsbildschirm sehen und die von Investoren über verschiedene Informationsanbieter in Echtzeit abgefragt werden können. In den Tageszeitungen, im Teletext und im Internet werden die Kurse des abgelaufenen Handelstages veröffentlicht.



WICHTIGE MERKMALE VON FUTURES
Basiswerte und Kontraktgrößen (Handelseinheiten):
Futures auf den Austrian Traded Index (ATX): Indexpunkte mal 5 Euro
Futures auf den CECE-Index (CEX), Czech Traded Index (CTX), Hungarian Traded Index (HTX) und Polish Traded Index (PTX): Indexpunkte mal 5 US-Dollar
Futures auf den Russian Traded Index (RTX): Indexpunkte mal 10 US-Dollar
Laufzeiten:
bei Index-Futures immer die nächsten drei Monate und der letzte Monat des nächsten Quartals. Letzter Handelstag ist der dritte Mittwoch (CECE-Futures) bzw. der dritte Freitag (ATX-Futures) im Monat.
Notiert wird der Terminkurs für jeden Basiswert und jede Laufzeit, d.h. der Preis, zu dem am Liefertag Käufer und Verkäufer den Basiswert kaufen bzw. liefern müssen. In der Zeitung werden der letzte Geld- und Briefkurs sowie der höchste und tiefste zustande gekommene Terminkurs und der Schlußabrechnungspreis angegeben (Bid, Ask, High, Low, Settlement-Preis):
Der niedrigere Geldkurs ist der Preis, zu dem Sie jederzeit eine Short Position im entsprechenden Kontrakt eingehen können.

Der höhere Briefkurs ist der Kurs, zu dem Sie jederzeit eine Long Position erwerben können.
Höchst und Tief geben den jeweils höchsten und tiefsten Terminkurs an, der während des Handelstages notiert wurde.
Der Schlußabrechnungspreis (Settlement-Preis) ist das arithmetische Mittel der jeweiligen Futures-Preise während einer bestimmten Zeitperiode (dzt. 15 Minuten). Er wird für die Bewertung offener Positionen herangezogen und bildet eine Grundlage für das Margining.
Die Zahl der gehandelten Kontrakte gibt den Tagesumsatz im entsprechenden Kontrakt an.



WICHTIGE MERKMALE VON OPTIONEN
Ein standardisierter Optionskontrakt (z.B. Call ATX Juni 840) wird auch als Optionsserie bezeichnet. Festgelegt sind dabei:

Basiswerte und Kontraktgrößen (Handelseinheiten):
Aktienoptionen auf derzeit 16 Fließhandelswerte:
Austrian A Stock Options
Bank Austria St., Böhler-Uddeholm, Energieversorgung Niederösterreich, Erste Bank St., Flughafen Wien, OMV, VA Stahl, VA Technologie, Österreichische Elektrizitätswirtschaft und Wienerberger Baustoffindustrie
Austrian B Stock Options
Austria Tabak, Brau Union, BWT, RHI und Wolford
Optionspreis mal 50 (d. h. ein Optionskontrakt bezieht sich auf 50 Aktien)

Optionen auf den Austrian Traded Index (ATX): Indexpunkte mal 5 Euro
Optionen auf den CECE-Index (CEX), Czech Traded Index (CTX), Hungarian Traded Index (HTX) und Polish Traded Index (PTX):
Indexpunkte mal 5 US-Dollar
Optionen auf den Russian Traded Index (RTX): Indexpunkte mal 10 US-Dollar

Laufzeiten und Verfallstage bzw. letzte Handelstage:
Für Aktien- und ATX-Optionen immer jeweils der dritte Freitag, bei CECE-Indizes jeweils der dritte Mittwoch in den drei nächsten Monaten und im letzten Monat des nächsten Quartals. Zusätzlich werden Long-term-Equity-Optionen auf den ATX (LEOs) angeboten, die Laufzeiten bis zu zweieinhalb Jahren haben und immer im Juni eines Jahres verfallen.
Verfügbare Ausübungspreise:
Für Indexoptionen immer mindestens fünf, das sind zwei im Geld, einer am Geld und zwei aus dem Geld; für Aktienoptionen immer mindestens drei, jeweils einer im, am und aus dem Geld.
Am Markt notiert nach Angebot und Nachfrage der Optionspreis für jede Optionsserie. Das heißt, jeweils für Optionen desselben Typs (Call oder Put), die denselben Basiswert und Ausübungspreis sowie dieselbe Laufzeit haben. Wichtig ist, daß der Optionspreis immer in bezug auf eine Option auf eine Aktie oder "einen" ATX angegeben wird. Da sich ein Kontrakt immer auf eine bestimmte Kontraktgröße bezieht, muß zur Ermittlung des Kontraktwertes also – wie oben bereits erwähnt – der entsprechende Multiplikator berücksichtigt werden.
Die Zeitungen mit täglichem Kurskasten veröffentlichen in der Regel für jede Optionsserie das Mittel aus den zuletzt am Markt gebotenen Geld- und Brief-Preisen (mittlerer Bid-Ask-Kurs). Zudem wird für jeden Basiswert angegeben, wie viele Optionskontrakte am Tag gehandelt wurden ("gehandelt"), wie viele Long bzw. Short Positionen noch nicht geschlossen wurden ("offen") und wie viele Put-Kontrakte im Verhältnis zu Call-Kontrakten gehandelt wurden ("Put/Call"). Im Teletext werden Geld-, Brief-, Schlußkurs sowie die in den Optionsserien gehandelten Kontrakte im einzelnen angeführt.
Händler und Portfoliomanager verwenden elektronische Informationsdienste, die Wertpapierkurse sowie Futures- und Optionspreise ohne Zeitverzögerung wiedergeben. Einige Informationsdienste bieten für den privaten und semiprofessionellen Bereich spezielle günstigere Pakete an, aus denen die aktuelle Preisinformation direkt in die eigene Positionsführung am PC einbezogen werden kann.
Die Zahl der offenen Kontrakte (Open Interest) zeigt, wie viele Kontrakte noch nicht glattgestellt bzw. ausgeübt wurden, also wie viele noch offene Long bzw. Short Positionen bestehen. Sie ist ein Hinweis auf die Tiefe des Marktes.  
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Arbeiter:

@priesfuchs

 
21.08.01 18:21
Danke noch ausführlicher :-)
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