Antibiotika frisch auf den Tisch


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Antibiotika frisch auf den Tisch

 
09.09.01 17:42

Shrimps-Cocktail:
Antibiotika frisch auf den Tisch


In Europa sind vor allem Länder wie Spanien und Frankreich betroffen. Aber auch in deutschen Krankenhäusern steigt die Zahl der zu behandelnden Patienten.

Während diese Krankheiten bis vor wenigen Jahren sehr einfach mit einem Antibiotikum - wie zum Beispiel Penicillin - zu behandeln waren, treten jetzt immer mehr Erreger auf, die gegen ein oder sogar mehrere Antibiotika resistent geworden sind. Der Grund: Antibiotika werden in vielen Ländern, aber auch bei uns, falsch eingesetzt. Vor allem in der Tiermast werden sie immer noch massenhaft als Wachstumsbeschleuniger benutzt. Als bestes Beispiel dienen hier die asiatischen Shrimp-Farmen. Vor allem in Entwicklungs-und Schwellenländern ist der Antibiotika- Einsatz in der Tierproduktion vollkommen unreguliert. Ohne Antibiotika wäre die enge Teichhaltung der Shrimps unmöglich, da die Tiere an Infektionskrankheiten zu Grunde gehen würden.

In der EU sind Antibiotika zur Mast seit 1998 verboten, zur prophylaktischen Krankheitsvermeidung allerdings erlaubt. Auch dieser flächendeckende Einsatz von Antibiotika fördert die Bildung von Resistenzen. Normalerweise töten Antibiotika alle Bakterien ab. In der Massentierhaltung sind Antibiotika zur Vorbeugung in geringer Dosis ständig vorhanden. Dabei werden die Erreger nur zum Teil abgetötet, die übrigen vermehren sich weiter, wenn auch verlangsamt.

Bakterien pflanzen sich durch Teilung fort. Dabei mutieren die Erreger wesentlich häufiger als etwa die Zellen von Tieren oder Menschen. Bei diesen Mutationen können spontane Resistenzen gegen das Antibiotikum in der Umgebung auftreten. In Folge wachsen die Erreger ungehemmt. So können unter Idealbedingungen aus einem resistenten Salmonellen-Erreger in nur zwölf Stunden eine Milliarde Erreger werden. Deshalb sind importierte Lebensmittel, die unter Einsatz von Antibiotika produziert worden sind, potenziell gefährlich, da sich einzelne, aber gefährliche Bakterien, bei der Lebensmittelkontrolle selten auffinden lassen. Solche Erreger treten aber immer häufiger auf. Besonders gefürchtet sind Bakterien mit Resistenzen gegen mehrere Antibiotika.

Auch in Deutschland gab es schon Fälle, in denen Patienten nicht mehr mit Medikamenten geholfen werden konnte, weil die Erreger gegen alle Antibiotika resistent waren. Nicht selten führen solche Bakterienerkrankungen zum Tod.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt in ihrem Gesundheitsreport 2000 vor der zunehmenden Resistenz von Bakterien und fordert drastische Maßnahmen gegen den Missbrauch von Antibiotika.

Weitere Infos zum Thema:

www.internutrition.ch/sicher/sich/antibiot.html target="_new" rel="nofollow">www.internutrition.ch

www.borreliose.de/forum/messages/2636.html target="_new" rel="nofollow">www.borreliose.de

www.interpharma.ch/info/wissens/DG/99_2/d/A1.html target="_new" rel="nofollow">www.interpharma.ch

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