schon mal im Spätsommer 2007.
Da wurden die hohen Erwartungen auch enttäuscht und solche Nebenwerte wurden dann, obwohl sie günstig waren, vom Markt nicht beachtet. Der Dax steig damals sogar noch im 2.Halbjahr, aber AJA fiel im Spätsommer relativ stark und zwar sogar leicht unter das damalige Eigenkapital.
Dafür fiel der Kurs allerdings im Jahr 2008 nicht mehr. Im Gegenteil, während der Dax crashte, stieg die AJA-Aktie an.
AJA ist halt ein klassischer Nebenwert, der bei steigenden Gesamtmärkten dann links liegen gelassen wird, wenn man selbst kein Momentum im operativen Geschäft entwickelt. Dann sagen sich die Anleger, wir steigen lieber hier aus und gehen in die gut laufenden BlueChips. Das kann sich kurzfristig rentieren, ist aber mittelfristig oft ein Fehler. AJA muss allerdings dringend im 1.Halbjahr des neuen Geschäftsjahres beweisen, welch Margenpotenzial man hat. Man kann nicht nur von Fantasie leben. Und ich glaube, wenn AJA es nicht schafft, wird die HV Ende März 2011 diesmal auch nicht so angenehm wie in den letzten Jahren. Irgendwann will der Aktionär Rendite sehen und nicht Steigbügelhalter für ein Thüringenprojekt sein, um dort die Arbeitsplätze zu sichern. Ich bin sehr für Arbeitsplatzerhalt und neue Arbeitsplätze, aber sowas geht bei gesunden Unternehmen Hand in Hand. Die Anzahl der Mitarbeiter steigt, aber auch der Gewinn nach Steuern pro Aktie.
"Aber jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, worauf er stolz sein könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angehört, stolz zu sein."
Arthur Schopenhauer