Okay, die Forderungen sind um 7 Mio und die Vorräte um 10 Mio € gestiegen. Gleichzeitig ist die Bilanzsumme entsprechend angestiegen. All das durch die Übernahmen von Cybio und Biometra sowie die operative Geschäftsausweitung. Möglicherweise kommen noch saisonale Effekte hinzu. Dazu müsste man erstmal den Geschäftsbericht abwarten.
Ich versteh nur nicht was du konkret dabei kritisierst bzw. befürchtest. Hier handelt es sich um einen Medtec-Unternehmen mit entsprechenden Vorräten. Ist ja kein Internetwert oder sowas.
Aber selbst wenn ich unterstelle, dass von den 10 Mio weiteren Vorräten die Hälfte abgeschrieben werden muss, wäre das Eigenkapital immernoch bei etwa 33-35 Mio € zum Geschäftsjahresschluß 2008/09. Ab diesem Geschäftsjahr könnten jährlich minimal 5 Mio € hinzu kommen. Im übrigen ist mir der Cashflow wichtiger. Die aktuelle Bilanz zum 30.Juni wirft die Frage auf, ob nicht durch den von dir angesprochenen Unterschiedsbetrag zwischen Debitoren und Kreditoren nicht auch durchaus zusätzlicher positiver Cashflow aus dem working capital zu erwarten ist. Selbst wenn also 5 Mio € nicht cashwirksam abgeschrieben werden, könnten auch die liquiden Mittel trotzdem weiter steigen, bzw. die Verbindlichkeiten abgebaut werden.
Aber um das klarzustellen. Auch ich lege natürlich wert darauf, dass AJA keine hohen Risiken eingeht, wenn es zu weiteren Übernahmen kommen sollte. Das werd ich der IR und dem Vorstand sicherlich auch ab und zu mitteilen. Bei starkem Wachstum ergeben sich immer auch Risiken, meist bilanzieller Natur. Ich finde aber AJA hat das bisher sehr gut gemacht. Für Cybio war der Kaufpreis sehr gering und ob da noch Wertberichtigungen anstehen, wird man sehen. Sie sind aber nicht im Ansatz so risikoreich, um 1 € Kursabschlag oder sowas zu rechtfertigen. Bei einem KBV von 1,1 und einem KUV von 0,5 ohnehin nicht. Zumal AJA nicht am Tropf von Banken hängt, sondern da auch das Land Thüringen Sicherheit bietet.
"Wir sehen euch nicht,
doch ihr seid da,
ihr seid die Helden vom BKA"
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