Europas größter Internet-Anbieter, T-Online, wird nach Einschätzung von Analysten für das Geschäftsjahr 2000 einen doppelt so hohen Umsatz wie 1999 und einen deutlich ausgeweiteten Verlust ausweisen. Die von der Nachrichtenagentur Reuters befragten Analysten sehen vor der für Mittwoch erwarteten Veröffentlichung der Geschäftszahlen im Durchschnitt einen Umsatz von 757,4 Millionen Euro nach 428,42 Millionen Euro im Jahr 1999. 542,64 Millionen Euro Umsatz stammen aus den Monaten Januar bis September.
Als Verlust vor Abschreibungen, Steuern und Zinsen (Ebitda) wird der Analysten zufolge hinter America Online zweitgrößte Anbieter weltweit durchschnittlich 108,4 Millionen Euro aufweisen, nach einem Vorsteuerverlust von 14,35 Millionen Euro in den Monaten Januar bis September. 1999 hatte das Ebitda 17,6 Millionen Euro (korrekt) betragen. Die Kundenzahl erwarten die Analysten im Durchschnitt zum Jahresende 2000 bei 7,79 Millionen. Zum Jahresende 1999 hatte T-Online 4,15 Millionen Kunden gezählt, Ende September 2000 waren es 7,04 Millionen Kunden.
T-Online will am Mittwoch mit vorläufigen Daten zum Umsatz, zum Ebitda und der Kundenzahl erste Eckwerte des Geschäftsjahres 2000 veröffentlichen. Das seit April als einer der schwergewichtigsten Titel am Frankfurter Neuen Markt gelistete Unternehmen hat im abgelaufenen Jahr wie seine Konkurrenten wegen ungewisser Geschäftsaussichten unter einem deutlichen Kurseinbruch gelitten. Am Montagnachmittag notierten die Aktien bei 15 Euro, gut zwei Drittel unter ihrem Höchststand von 48 Euro Anfang Mai. Die T-Online-Aktien wurden auch von einer vorübergehenden Führungskrise belastet, da nahezu das gesamte Management das Unternehmen ausgetauscht wurde.
Angesichts des Wachstums des Internet-Anbiet im In- und Ausland wird das Ergebnis den Analysten zufolge deutlich negativ ausfallen. Christoph Vogt, Analyst bei M.M. Warburg, geht im Jahr 2000 von einem Nettoverlust in Höhe von 485 Millionen Euro aus, nach minus 233 Millionen Euro in den Monaten Januar bis September. Die Zukäufe machen sich nach Vogts Einschätzung in einem deutlich höheren Personalaufwand und Abschreibungen auf Firmenwerte in Höhe von 274 Millionen Euro bemerkbar. Auch in den Jahren 2001 und 2002 sei nicht mit einer Trendumkehr zu rechnen. Auf Ebitda-Basis plant T-Online, im Jahr 2002 die Gewinnschwelle zu erreichen. Dieses Ziel könnte Vogt zufolge bei weiter sinkenden Gebühren für Internet-Zugänge in Frage stehen.
Auch andere Analysten rechnen damit, dass mittelfristig die Gebühren für Internetzugänge sogar entfallen werden, weshalb die Internet-Anbieter ihr Geschäftsmodell auf die Erzielung von Umsätzen aus Werbung und elektronischem Handel sowie die Vermarktung kostenpflichtiger Internet-Inhalte umstellen müssen. Bei T-Online dürfte der Umsatzanteil Werbung/E-Commerce nach Ansicht von Nils Machemehl, Analyst bei der Vereins- und Westbank, im Jahr 2000 auf 80 Millionen Euro von 16,38 Millionen Euro im Jahr 1999 gestiegen sein. Ende September betrug dieser Umsatzanteil 61,1 Millionen Euro. Die Zugangsentgelte werden Machemehls Prognose für das Jahr 2000 zufolge 652 Millionen Euro betragen nach 394,87 Millionen Euro im Jahr 1999.
Auf Interesse dürften bei den Investoren auch Hinweise auf die Kundenzahl im Ausland und die Geschäftsentwicklung bei Internet-Pauschaltarifen stoßen. So war die Kundenzahl in Frankreich bei der Tochter Club Internet zuletzt nahezu konstant geblieben, was die Kosten für die Kundengewinnung hochtreiben könnte. Zudem war das Geschäftsergebnis von T-Online durch nicht kostendeckende Internet-Pauschaltarife deutlich belastet worden, die den Kunden eine zeitlich unbegrenzte Internet-Nutzung ermöglichen.
Analysten erwarten eine deutlich ansteigende Nachfrage nach Pauschaltarifen, da die T-Online-Mutter Deutsche Telekom nun allen anderen Internet-Dienstleistern in Deutschland einen Pauschaltarif (Großhandelstarif) anbietet. Seit Mitte Dezember muss T-Online nach einer Entscheidung der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post zudem auf Mengenrabatte für die bei der Telekom eingekauften Telefon-Verbindungsminuten ins Internet verzichten. Analysten hatten die auf T-Online zukommenden Mehrkosten zuletzt als »beträchtlich« eingeschätzt.
Nach Angaben von Theo Kitz, Analyst bei Merck, Finck & Co., wird bei T-Online nach internationalem Vorbild eine Verschmelzung mit der profitablen Branchenauskunftssparte Gelbe Seiten der Mutter Deutsche Telekom geprüft. Die internationalen Konkurrenten Wanadoo und Seat Pagine Gialle weisen im Gegensatz zu T-Online auf Grund der Integration der Gelbe Seiten Gewinne aus. Die Deutsche Telekom hatte bereits angekündigt, die Gelben Seiten unter dem Namen T-Info wie andere Medieninhalte für Privatkunden auch bei T-Online zu bündeln.
Als Verlust vor Abschreibungen, Steuern und Zinsen (Ebitda) wird der Analysten zufolge hinter America Online zweitgrößte Anbieter weltweit durchschnittlich 108,4 Millionen Euro aufweisen, nach einem Vorsteuerverlust von 14,35 Millionen Euro in den Monaten Januar bis September. 1999 hatte das Ebitda 17,6 Millionen Euro (korrekt) betragen. Die Kundenzahl erwarten die Analysten im Durchschnitt zum Jahresende 2000 bei 7,79 Millionen. Zum Jahresende 1999 hatte T-Online 4,15 Millionen Kunden gezählt, Ende September 2000 waren es 7,04 Millionen Kunden.
T-Online will am Mittwoch mit vorläufigen Daten zum Umsatz, zum Ebitda und der Kundenzahl erste Eckwerte des Geschäftsjahres 2000 veröffentlichen. Das seit April als einer der schwergewichtigsten Titel am Frankfurter Neuen Markt gelistete Unternehmen hat im abgelaufenen Jahr wie seine Konkurrenten wegen ungewisser Geschäftsaussichten unter einem deutlichen Kurseinbruch gelitten. Am Montagnachmittag notierten die Aktien bei 15 Euro, gut zwei Drittel unter ihrem Höchststand von 48 Euro Anfang Mai. Die T-Online-Aktien wurden auch von einer vorübergehenden Führungskrise belastet, da nahezu das gesamte Management das Unternehmen ausgetauscht wurde.
Angesichts des Wachstums des Internet-Anbiet im In- und Ausland wird das Ergebnis den Analysten zufolge deutlich negativ ausfallen. Christoph Vogt, Analyst bei M.M. Warburg, geht im Jahr 2000 von einem Nettoverlust in Höhe von 485 Millionen Euro aus, nach minus 233 Millionen Euro in den Monaten Januar bis September. Die Zukäufe machen sich nach Vogts Einschätzung in einem deutlich höheren Personalaufwand und Abschreibungen auf Firmenwerte in Höhe von 274 Millionen Euro bemerkbar. Auch in den Jahren 2001 und 2002 sei nicht mit einer Trendumkehr zu rechnen. Auf Ebitda-Basis plant T-Online, im Jahr 2002 die Gewinnschwelle zu erreichen. Dieses Ziel könnte Vogt zufolge bei weiter sinkenden Gebühren für Internet-Zugänge in Frage stehen.
Auch andere Analysten rechnen damit, dass mittelfristig die Gebühren für Internetzugänge sogar entfallen werden, weshalb die Internet-Anbieter ihr Geschäftsmodell auf die Erzielung von Umsätzen aus Werbung und elektronischem Handel sowie die Vermarktung kostenpflichtiger Internet-Inhalte umstellen müssen. Bei T-Online dürfte der Umsatzanteil Werbung/E-Commerce nach Ansicht von Nils Machemehl, Analyst bei der Vereins- und Westbank, im Jahr 2000 auf 80 Millionen Euro von 16,38 Millionen Euro im Jahr 1999 gestiegen sein. Ende September betrug dieser Umsatzanteil 61,1 Millionen Euro. Die Zugangsentgelte werden Machemehls Prognose für das Jahr 2000 zufolge 652 Millionen Euro betragen nach 394,87 Millionen Euro im Jahr 1999.
Auf Interesse dürften bei den Investoren auch Hinweise auf die Kundenzahl im Ausland und die Geschäftsentwicklung bei Internet-Pauschaltarifen stoßen. So war die Kundenzahl in Frankreich bei der Tochter Club Internet zuletzt nahezu konstant geblieben, was die Kosten für die Kundengewinnung hochtreiben könnte. Zudem war das Geschäftsergebnis von T-Online durch nicht kostendeckende Internet-Pauschaltarife deutlich belastet worden, die den Kunden eine zeitlich unbegrenzte Internet-Nutzung ermöglichen.
Analysten erwarten eine deutlich ansteigende Nachfrage nach Pauschaltarifen, da die T-Online-Mutter Deutsche Telekom nun allen anderen Internet-Dienstleistern in Deutschland einen Pauschaltarif (Großhandelstarif) anbietet. Seit Mitte Dezember muss T-Online nach einer Entscheidung der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post zudem auf Mengenrabatte für die bei der Telekom eingekauften Telefon-Verbindungsminuten ins Internet verzichten. Analysten hatten die auf T-Online zukommenden Mehrkosten zuletzt als »beträchtlich« eingeschätzt.
Nach Angaben von Theo Kitz, Analyst bei Merck, Finck & Co., wird bei T-Online nach internationalem Vorbild eine Verschmelzung mit der profitablen Branchenauskunftssparte Gelbe Seiten der Mutter Deutsche Telekom geprüft. Die internationalen Konkurrenten Wanadoo und Seat Pagine Gialle weisen im Gegensatz zu T-Online auf Grund der Integration der Gelbe Seiten Gewinne aus. Die Deutsche Telekom hatte bereits angekündigt, die Gelben Seiten unter dem Namen T-Info wie andere Medieninhalte für Privatkunden auch bei T-Online zu bündeln.