Analysten haben am 6. September unter anderem zu folgenden Themen und Aktien Einschätzungen und Empfehlungen herausgegeben:
SAP: Analysten von Goldman Sachs haben die Aktie des Software-Herstellers SAP auf ihrer "Recommended List" belassen. Die Experten erwarten laut einer am Donnerstag vorgestellten Studie einen Gewinn je Aktie (EPS) von 3,31 Euro in 2001 und 4,00 Euro in 2002. Als Grund nannten die Analysten die positiv zu wertenden langfristigen Aussichten, die Wettbewerbsfähigkeit und die Produkt-Strategie von SAP. Kurzfristig könne die Aktie aber unter Druck geraten.
AWD: Die Analysten von Morgan Stanley haben ihr Kursziel für die Aktien des Finanzdienstleisters AWD auf 65,00 Euro reduziert. Bislang hatten sie das Kursziel noch bei 85,00 Euro gesehen. Grund für die Herabstufung sei eine Anpassung der Prognosen an die aktuellen Verhältnisse auf den Aktienmärkten, hieß es in einer am Donnerstag in London vorgelegten Studie. Gleichzeitig behielten die Wertpapierexperten ihre Einstufung für das im MDAX notierte Unternehmen als "Outperform-V" bei.
PROSIEBENSAT1MEDIA Die Investmentbank Merrill Lynch hat angesichts der Spekulationen um den Zusammenschluss der börsennotierten ProSiebenSAT.1 Media AG mit deren Muttergesellschaft KirchMedia ihre langfristige Anlageempfehlung für die ProSiebenSAT.1-Media-Aktie gesenkt. Die Analysten stuften ihr Rating auf "Neutral" von "Buy" herunter. Demnach messen sie der Aktie nur ein begrenztes Wertsteigerungspotenzial bei. Wie Merrill Lynch in einer Kurzstudie am Donnerstag in London mitteilte, wurde dagegen die mittelfristige Empfehlung auf "Neutral" belassen. Die Investmentbank Dresdner Kleinwort Wasserstein sieht angesichts der Spekulationen um den Zusammenschluss der börsennotierten ProSiebenSAT.1 Media AG mit deren Muttergesellschaft KirchMedia kurzfristig weiteren Druck für die ProSiebenSAT.1-Media-Aktie. Die Möglichkeit der Verschmelzung unterstreiche ein Kernrisiko bei ProSieben, schreiben die Analysten in einer am Donnerstag in London vorgelegten Kurzstudie. Denn Anteilseigner, die sich für ein Investment in das frei zugängliche Fernsehen entschieden hätten, würden nach der Neuordnung des Medienimperiums von Leo Kirch auch Anteile an anderen Kirch-Medienanlagen in ihr Depot erhalten. Diese hätten jedoch ein potenziell höheres Risiko und erwirtschafteten weniger Gewinn, hieß es.
KONTRON: Analysten des HelebaTrust sehen die im NEMAX 50 notierte Kontron Embedded Computer auf dem Weg zur Weltmarktspitze. Der Hersteller von miniaturisierten Computern wolle um 60 Prozent profitabel wachsen, schrieb Dennis Nacken in einer am Donnerstag in Frankfurt veröffentlichten Analyse.
TOTALFINAELF: Die Analysten von der Landesbank Baden Württemberg haben die Aktien des französischen Öl-Konzerns TotalFinaElf von "Marketperformer" auf "Outperformer" heraufgestuft. Damit rechnen sie mit einer Entwicklung der Aktie um mindestens 10 Prozent über dem Marktdurchschnitt. Anlass für die am Donnerstag in Stuttgart vorgelegte Studie war die Bekanntgabe von Quartalszahlen durch den Konzern. Der französische Mineralölkonzern TotalFinaElf bleibt für die Analysten des Bankhauses Lampe ein "Outperformer". Das Kursziel für die im Dow Jones EURO STOXX 50 gelistete Aktie wurde in der am Donnerstag vorgestellten Kurzstudie von 174,70 auf 185,00 Euro erhöht. Die Gewinnschätzung wurde für das laufende Jahr von 10,75 auf 11,60 Euro je Aktie (EPS) angehoben. In 2002 sei hingegen wegen dann voraussichtlich sinkender Ölpreise nur noch ein EPS von 11,25 Euro möglich.
MICROSOFT: Die Analysten von Merrill Lynch haben die jüngsten Entwicklungen im Fall Microsoft als "nicht besonders bedeutend" bezeichnet. Dass der Vorwurf, der Software-Hersteller habe seinen Browser Internet Explorer illegal in das Betriebssystem Windows integriert, um Konkurrenten auszuschalten, fallen gelassen wird, sei so zu erwarten gewesen. Staranalyst Henry Blodget bestätigte in einer am Donnerstag veröffentlichten Analyse seine kurz- und langfristige Anlageempfehlung "Accumulate" für die Microsoft-Aktie.
MOTOROLA: Die Analysten von Merrill Lynch haben ihre Gewinnprognosen für das US-Technologieunternehmen Motorola nach unten revidiert. Die Schätzung für den Gewinn je Aktie (EPS) im laufenden Jahr nahmen die Experten von 25 Cent auf 19 Cent zurück und für das kommende Jahr verringerten sie ihre Prognose von 30 Cent auf 25 Cent. Anlass für die am Donnerstag in New York vorgelegte Studie war eine Umsatzwarnung von Motorola. Die Empfehlung "Neutral/Accumulate" für die Motorola-Aktien bestätigten die Experten.