Hier eine Meldung aus einer Investorenkonferenz, die eine gute Zukunft für Altana verheißen:
16.11.2006 16:02
UPDATE2: Altana Chemie will über Zukäufe und organisch wachsen
(NEU: weitere Aussagen von Investorenkonferenz)
Von Heide Oberhauser-Aslan
Dow Jones Newswires
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Chemiesparte der Altana AG (Nachrichten/Aktienkurs), Bad Homburg, hat ihre Wachstumsziele bekräftigt und attraktive Dividenden sowie Akquisitionen in Aussicht gestellt. Der nach der Veräußerung der Pharma-Sparte künftig allein fortgeführte Spezialchemiebereich der Altana AG rechne in den kommenden Jahren weiterhin mit einem durchschnittlichen Wachstum von 10% pro Jahr, erklärte das Unternehmen am Donnerstag anlässlich einer Investorenkonferenz. Davon sollen rund 6% auf organischem Wachstum beruhen.
Altana werde jedoch auch durch Akquisitionen weiter wachsen, bekräftigte der DAX-Konzern. "Unsere Bilanz wird eine branchenübliche Nettoverschuldung ausweisen, aber genug Spielraum für weiteres Wachstum durch selektive Akquisitionen und die Verfolgung einer für die Aktionäre attraktiven Dividendenpolitik lassen", sagte Martin Babilas, Finanzvorstand der Altana Chemie AG. Dabei denke das Unternehmen an branchenübliche Ausschüttungen von 30% bis 40% des Gewinns, erklärte Babilas weiter. Am Anfang würden die Dividenden eher 30% des Gewinns betragen.
Die künftige Nettoverschuldung, die Babilas als moderat bezeichnete, soll seinen Angaben zufolge bei etwa 300 Mio EUR liegen. Arrondierende Akquisitionen gehören nach Aussage von Matthias Wolfgruber, Mitglied des Vorstands der Altana AG und Vorstandsvorsitzender der Altana Chemie AG, "zum täglichen Geschäft". Möglich sei aber auch die Ausweitung der vier Sparten über Zukäufe. Bei Akquisitionen dürfe jedoch die bestehende Profitabilität nicht verwässert werden, erklärte der Manager.
In ihren vier Geschäftsbereichen Additives&Instruments, Effect Pigments, Electrical Insulation und Coatings&Sealants verfüge Altana Chemie über führende Marktpositionen. Das Unternehmen sei in ausgewählten Nischenmärkten hervorragend positioniert, um auch weiterhin profitabel zu wachsen, sagte Wolfgruber. Für die größte Sparte Additives&Instruments, die Lack- und Kunststoffadditive sowie Messinstrumente herstellt, stellte Wolfgruber auch für die Zukunft eine EBITDA-Marge von 28% bis 30% in Aussicht, nach 30,3% im Neunmonatszeitraum.
Im vergangenen Geschäftsjahr setze die Chemiesparte insgesamt 907 Mio EUR um und erzielte ein EBITDA von 164 Mio EUR. Das Ergebnis vor Steuern hatte bei 104 Mio EUR gelegen. Für 2006 rechnet Altana nach Angaben von Babilas weiterhin mit einem Umsatzanstieg um etwa 40% auf mehr als 1,25 Mrd EUR und einem analogen Wachstum des EBITDA. Das Ergebnis vor Steuern soll 2006 zweistellig zulegen.
Babilas kündigte für die Zukunft im Konzern weiter EBITDA-Margen in einer Range von 18% bis 20% jährlich an. Die Rohmaterialkosten sollen 45% des Umsatzes betragen. Für Forschung und Entwicklung sollen 6% des Umsatzes ausgegeben werden.
Die derzeit noch im DAX notierte Altana AG, die noch aus den Bereichen Pharma und Spezialchemie besteht, wird sich nach dem wirtschaftlichen Übergang des Pharmabereichs auf die dänische Nycomed zum 1. Januar 2007 nur noch auf das Chemiegeschäft konzentrieren. Nach der Hauptversammlung am 3. Mai 2007, die über die Ausschüttung des Veräußerungsgewinns von ca 31 EUR je Aktie aus dem Pharmaverkauf und über die Dividende beschließen wird, wird der neue Chemiekonzern mit Sitz in Wesel als eigenständiger Konzern starten.
Mit der Aufgabe der Pharmasparte verliert Altana zwei Drittel ihres Geschäfts und wird zu einem Mittelständler. Der Chemiesparte traut Altana- Vorstandsvorsitzender Nikolaus Schweickart früheren Angaben zufolge eine Bewertung von 1,8 Mrd EUR bis 2 Mrd EUR zu; das würde für den MDAX reichen.
Webseite: www.altana.de
-Von Heide Oberhauser-Aslan, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29 725 113,
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DJG/hoa/jhe