Erst mal ein herzliches Hallo zum Samstag. Ich sehe mit Interesse, daß Euch ALSTOM selbst heute umtreibt. Da will ich Euch nicht alleine lassen.
Anti, wenn man Deine Postings nicht genau liest, kann man schon den Eindruck ge-
winnen, Du windest Dich, hängst Dein Fähnlein in den Wind und suchst jetzt, wo
Du draußen bist, wortreich nach Rechtfertigungen. Ein wenig erinnert das an das
Statement eines Politikers. (Hättest vielleicht einer werden können).
Aber bevor Du aufbraust: ich sagte ja: wenn man Deine Postings nicht genau liest.
Ich habe sie genau gelesen (wie auch die der anderen, das ist eine Frage des Res-
pekts vor anderen Meinungen) und kann Deine Argumente daher gut verstehen.
Du hast recht mit dem Beispiel von dem Anwalt. Genauso ist es nämlich. Ich sage
immer: bei einer Aktie sollte man hundert Gründe aufzählen können, warum man sie
haben muß. Und im nächsten Moment hundert Gründe, warum man sie auf keinen Fall
haben sollte. Wer das kann, ist auch frei und souverän zur Entscheidung dafür
oder dagegen. Wir waren uns schon mal früher darin einig, daß man bei Aktien kein
Dogma kennen sollte, sonst wird man dessen Opfer. Man sollte sich die Freiheit
nehmen, seine Meinung jederzeit zu ändern. Das muß keineswegs heißen, daß man das,
was man gestern gedacht hat heute negiert; vielmehr geht es darum, daß man tempo-
rär eine andere Kulisse in den Vordergrund schiebt. Im Sinne der oben genannten
hundert Gründe.
Auch ich bin nicht etwa wegen der DB-Analyse raus. Wie die Zahlen vermutlich aus-
fallen, habe ich vorher schon gemutmaßt. Realiter ist es auch so gekommen. Dennoch
komme ich nicht am Markt vorbei. Und wenn der Markt in bestimmter Weise auf ein
bestimmtes Statement reagiert, kann ich das negieren, oder mich so verhalten, daß
ich in Abhängigkeit vom Marktverhalten meine persönliche Performance optimiere.
Nicht mehr und nicht weniger habe ich bzw. auch Du und einige andere, getan.
Was mich aber seither umtreibt ist folgende Frage:
Die Zahlen sind genau so gekommen, wie ich sie erwartet habe. Dennoch habe ich
im engeren Sinn nicht optimal gehandelt. Ich bin bei 0,51 raus und habe den Wieder-
einstieg verpaßt. Wäre es möglich gewesen, bei besserer Analyse und coolerem Ver-
halten z.B. bei 0,57 raus- und bei 0,47 wieder reinzugehen? Aus der Retrospektive
muß ich sagen: JA. Die Signale waren da, alleine die Filter waren falsch und in
der Folge die Auswertung und die gezogenen Konsequenzen.
Da es nicht mehr zu ändern ist, kommt die nächste Frage: kann ich das das nächste
Mal (bei den nächsten Zahlen) besser machen? Ich weiß: der Markt ist schizophren,
manipuliert. Genau daraus müßte aber ein Vorteil gezogen werden. Das hieße den Spieß
umzudrehen, die Analysten-Manipulateure mit ihren eigenen Waffen zu schlagen.
Das herauszufinden wäre eine Riesenherausforderung für uns hier, im Forum.
Ich fordere Dich, Anti, bully, Mannemer, Sylvester und auch alle anderen dazu auf, diese Frage zu diskutieren.
Der nächste Kasus Knacktus kommt schon bald, und dann könnten wir unsere Strategie
erproben. Wenn wir es richtig anstellen, kann unsere Auseinandersetzung hier bares
Geld wert sein.
(Späßchen am Rande: hoffentlich liest das der BLANKE HANS aus Berlin nicht; sonst
müssen wir uns drauf gefaßt machen, daß wir künftig unsere Beiträge im Forum ver-
steuern müssen: Als GELDWERTEN VORTEIL...;-))