Alan Greenspan: Das Zeitalter der Anmaßung (und der lange Weg zurück)
Die Anmaßung - Hybris - ist eine fantastische Sache. Diejenigen, die von ihr ergriffen wurden, bringt sie dazu, Sachen zu entschuldigen, die normalerweise unhaltbar sind.
Nehmen sie Alan Greenspan als Beispiel. Vor kurzem verfasste er ein Editorial in der Financial Times, in dem er behauptete, dass die Notenbank unter seinem Vorsitz keine Schuld an der Immobilienblase trage. Keinesfalls hat die Greenspan-Notenbank die verheerenden Folgen vorhersehen können, die ihre Geldpolitik zwischen 2001 und 2006 für den Immobilienmarkt und die allgemeine Wirtschaft mit sich bringen würde. "Es war nicht mein Fehler. Geben sie nicht mir die Schuld.", verlangt Greenspan.
Er wies sogar darauf hin, dass "das eigentliche Subprime-Problem" durch "Fehleinschätzungen" innerhalb der Gemeinschaft der Investoren befördert wurde. Schieben sie es also denjenigen, die verbriefte Sicherheiten herausgeben in die Schuhe. Geben sie den Investoren die Schuld. Aber bitte nicht dem "Maestro".
Ironischerweise scheinen viele der Kommentatoren in der Finanzpresse anfällig für diese selbstgerechte Herangehensweise zu sein. In Antwort auf Greenspans Unschuldsbekenntnis schrieb Martin Wolf ein Editorial in der Financial Times mit dem Titel: "Warum Greenspan nicht die größte Schuld trifft". Darin vertritt er folgende Auffassung: "Die Geldpolitik kann nicht für jede dieser Blasen verantwortlich gemacht werden." Anstatt die Schuld bei Greenspan zu suchen, verweist er den Leser darauf, den Blick woanders hinzulenken. Suchen sie die Verantwortung bei einer Kombination aus niedrigen langfristigen Real-Zinssätzen, der globalen Spar-Schwemme, der bisher so lang anhaltenden ökonomischen Stabilität und "der Liberalisierung der Hypothekenfinanzierung in vielen Ländern". Machen sie einen oder alle Faktoren dafür verantwortlich. Aber geben sie Greenspan nicht die Schuld!
Die Finanzpresse scheint sich darauf eingeschworen zu haben, die Fehlgriffe der Finanzpolitik ihres geliebten "Maestro" zu verteidigen. Vor nicht allzu langer Zeit veröffentlichte die Financial Times ein erstklassiges Bespiel für den schwärmerischen Geist, den die Presse in Bezug auf den ehemaligen Chef der Notenbank an den Tag legt. Das Bild des Alan Greenspan wurde großzügig über die Titelseite gepappt, zusammen mit der Überschrift "Greenspan besorgt über Immobilien", womit auf die Gefahren im Immobilienmarkt angespielt wurde.
Besorgt über die Immobilien? Diese Aussage bedarf eigentlich keiner weiteren Ausführung. Das spricht Bände über die schiere Arroganz und die absolute Dreistigkeit eines Mannes, der aufgrund seiner ultra-volatilen Geldpolitik großen Anteil am Entstehen des Hypothekenchaos hat.
Quelle / mehr: www.goldseiten.de/content/diverses/artikel.php?storyid=7132
Die Anmaßung - Hybris - ist eine fantastische Sache. Diejenigen, die von ihr ergriffen wurden, bringt sie dazu, Sachen zu entschuldigen, die normalerweise unhaltbar sind.
Nehmen sie Alan Greenspan als Beispiel. Vor kurzem verfasste er ein Editorial in der Financial Times, in dem er behauptete, dass die Notenbank unter seinem Vorsitz keine Schuld an der Immobilienblase trage. Keinesfalls hat die Greenspan-Notenbank die verheerenden Folgen vorhersehen können, die ihre Geldpolitik zwischen 2001 und 2006 für den Immobilienmarkt und die allgemeine Wirtschaft mit sich bringen würde. "Es war nicht mein Fehler. Geben sie nicht mir die Schuld.", verlangt Greenspan.
Er wies sogar darauf hin, dass "das eigentliche Subprime-Problem" durch "Fehleinschätzungen" innerhalb der Gemeinschaft der Investoren befördert wurde. Schieben sie es also denjenigen, die verbriefte Sicherheiten herausgeben in die Schuhe. Geben sie den Investoren die Schuld. Aber bitte nicht dem "Maestro".
Ironischerweise scheinen viele der Kommentatoren in der Finanzpresse anfällig für diese selbstgerechte Herangehensweise zu sein. In Antwort auf Greenspans Unschuldsbekenntnis schrieb Martin Wolf ein Editorial in der Financial Times mit dem Titel: "Warum Greenspan nicht die größte Schuld trifft". Darin vertritt er folgende Auffassung: "Die Geldpolitik kann nicht für jede dieser Blasen verantwortlich gemacht werden." Anstatt die Schuld bei Greenspan zu suchen, verweist er den Leser darauf, den Blick woanders hinzulenken. Suchen sie die Verantwortung bei einer Kombination aus niedrigen langfristigen Real-Zinssätzen, der globalen Spar-Schwemme, der bisher so lang anhaltenden ökonomischen Stabilität und "der Liberalisierung der Hypothekenfinanzierung in vielen Ländern". Machen sie einen oder alle Faktoren dafür verantwortlich. Aber geben sie Greenspan nicht die Schuld!
Die Finanzpresse scheint sich darauf eingeschworen zu haben, die Fehlgriffe der Finanzpolitik ihres geliebten "Maestro" zu verteidigen. Vor nicht allzu langer Zeit veröffentlichte die Financial Times ein erstklassiges Bespiel für den schwärmerischen Geist, den die Presse in Bezug auf den ehemaligen Chef der Notenbank an den Tag legt. Das Bild des Alan Greenspan wurde großzügig über die Titelseite gepappt, zusammen mit der Überschrift "Greenspan besorgt über Immobilien", womit auf die Gefahren im Immobilienmarkt angespielt wurde.
Besorgt über die Immobilien? Diese Aussage bedarf eigentlich keiner weiteren Ausführung. Das spricht Bände über die schiere Arroganz und die absolute Dreistigkeit eines Mannes, der aufgrund seiner ultra-volatilen Geldpolitik großen Anteil am Entstehen des Hypothekenchaos hat.
Quelle / mehr: www.goldseiten.de/content/diverses/artikel.php?storyid=7132
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