Am Freitag stellt Morgan Stanley Capital International (MSCI) die Gewichtung seiner Indizes in einem ersten Schritt auf Aktien im Streubesitz um. Experten rechnen damit, dass durch die Maßnahme des Wertpapierhauses weltweit Beträge in dreistelliger Milliardenhöhe bewegt werden.
Künftig werden nur die frei handelbaren Aktien (Free Float) bei der Gewichtung berücksichtigt. Damit sollen Kursverzerrungen vermieden werden. Mit der Umstellung folgt MSCI einem internationalen Trend. Im September wurden die Dow Jones Stoxx-Indizes umgestellt. Die Deutsche Börse will 2002 nachziehen.
Für die Aktienmärkte hat die Umstellung eine große Bedeutung. Denn Fonds, die mit ihrem Portfolio die jeweiligen Indizes abbilden, müssen ihre Depots an die neue Struktur anpassen. Es kommt somit zu einer immensen Umschichtung. MSCI schätzt, dass die Indizes weltweit für ein Vermögen von 3.000 Milliarden Dollar als Messlatte dienen.
Von der Neuausrichtung werden die USA und Großbritannien am meisten profitieren, da dort viele Aktien im Umlauf sind. Zu den Verlierern zählen Euroland und Japan wegen der hohen Staatsanteile bei Wertpapieren. Ungünstiger als auf Deutschland wird sich die Änderung in der Euro-Zone nur auf Frankreich auswirken.
Gewinner und Verlierer
Zu den größten Verlierern bei den Einzeltiteln zählen in der Regel Telekomwerte, an denen der Staat noch zu einem hohen Maß beteiligt ist. Morgan Stanley schätzt, dass allein aus der Aktie der Deutschen Telekom rund 1,6 Milliarden Dollar fließen. Pharma- und Energiewerte werden dagegen profitieren.
Neben der Änderung der Gewichtung werden auch Unternehmen ausgetauscht. In den deutschen Indizes neu aufgenommen werden Aixtron, Altana, Deutsche Börse, Deutsche Post, Fresenius Medical Care, Infineon, MLP, Porsche, Software AG und Wella. Dagegen fliegen Bilfinger Berger, D.Logistics, Dyckerhoff, EM.TV, FAG Kugelfischer und Hochtief raus.
Wie wird sich nun die Umstellung konkret auswirken? Beginnt ab Freitag die große Umschichtung? "Die Änderungen sind bereits weitestgehend in den Kursen enthalten", meint Frank Geilfuß, Analyst beim Bankhaus Löbbecke. Seit Monaten habe sich jeder ausrechnen können, wie sich die Umstellung auswirken wird. Dieses Argument lässt Klaus Stabel von Intermediär Center Frankfurt nicht gelten. Er weist darauf hin, dass vor allem strikt indexorientierte Fonds die Anpassungen erst zu den Schlusskursen vornehmen werden.
© 29.11.2001 www.stock-world.de
Künftig werden nur die frei handelbaren Aktien (Free Float) bei der Gewichtung berücksichtigt. Damit sollen Kursverzerrungen vermieden werden. Mit der Umstellung folgt MSCI einem internationalen Trend. Im September wurden die Dow Jones Stoxx-Indizes umgestellt. Die Deutsche Börse will 2002 nachziehen.
Für die Aktienmärkte hat die Umstellung eine große Bedeutung. Denn Fonds, die mit ihrem Portfolio die jeweiligen Indizes abbilden, müssen ihre Depots an die neue Struktur anpassen. Es kommt somit zu einer immensen Umschichtung. MSCI schätzt, dass die Indizes weltweit für ein Vermögen von 3.000 Milliarden Dollar als Messlatte dienen.
Von der Neuausrichtung werden die USA und Großbritannien am meisten profitieren, da dort viele Aktien im Umlauf sind. Zu den Verlierern zählen Euroland und Japan wegen der hohen Staatsanteile bei Wertpapieren. Ungünstiger als auf Deutschland wird sich die Änderung in der Euro-Zone nur auf Frankreich auswirken.
Gewinner und Verlierer
Zu den größten Verlierern bei den Einzeltiteln zählen in der Regel Telekomwerte, an denen der Staat noch zu einem hohen Maß beteiligt ist. Morgan Stanley schätzt, dass allein aus der Aktie der Deutschen Telekom rund 1,6 Milliarden Dollar fließen. Pharma- und Energiewerte werden dagegen profitieren.
Neben der Änderung der Gewichtung werden auch Unternehmen ausgetauscht. In den deutschen Indizes neu aufgenommen werden Aixtron, Altana, Deutsche Börse, Deutsche Post, Fresenius Medical Care, Infineon, MLP, Porsche, Software AG und Wella. Dagegen fliegen Bilfinger Berger, D.Logistics, Dyckerhoff, EM.TV, FAG Kugelfischer und Hochtief raus.
Wie wird sich nun die Umstellung konkret auswirken? Beginnt ab Freitag die große Umschichtung? "Die Änderungen sind bereits weitestgehend in den Kursen enthalten", meint Frank Geilfuß, Analyst beim Bankhaus Löbbecke. Seit Monaten habe sich jeder ausrechnen können, wie sich die Umstellung auswirken wird. Dieses Argument lässt Klaus Stabel von Intermediär Center Frankfurt nicht gelten. Er weist darauf hin, dass vor allem strikt indexorientierte Fonds die Anpassungen erst zu den Schlusskursen vornehmen werden.
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