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Achtung Meinung gefragt Riesenstreit


Beiträge: 21
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satyr:

Achtung Meinung gefragt Riesenstreit

 
28.08.02 01:38
Hallo Jungs ich hatte einen Riesenstreit mit einem Bekannten.
Es ging darum er sagt
           
     Jedes Land das eine hohe Produktivität hat im Durchschnitt einen
     hohen Lebenstandart.Das würde gelten für jedes Land der welt ob  
     Indutrienation oder nicht.
     Ich war anderer Meinung will aber nicht sagen warum,weil ich nie-
     manden beeinflussen will.

Also Leute wie seht ihr das bitte wenn es geht ernsthafte Anworten.Ihr habt dafür bei mir eine Beschimpfung frei.
Lasst mich nicht hängen.    
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satyr:

Muss Industrienation heissen sorry schon spät o.T.

 
28.08.02 01:42
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Zwergnase:

Ist m.E. Unsinn, denn

 
28.08.02 01:50
der Begriff "Hoher Lebensstandard" müßte erstmal definiert werden. Ein Südeuropäer empfindet seinen Lebensstandard ganz anders als ein Mittel- oder Nordeuropäer oder ein Nordamerikaner oder Asiate. Lebensstandard bemißt sich nicht gänzlich an materiellen Dingen sondern an der Zufriedenheit jedes Einzelnen mit seinen Lebensumständen und der Wichtigkeit, mit denen er die Umstände bewertet.

Grüße von
           Achtung Meinung gefragt Riesenstreit 764530 Achtung Meinung gefragt Riesenstreit 764530
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Monika:

Hm...

 
28.08.02 02:00
Produktivität= Verhältnis zwischen Produktionsergebnis und Faktoreinsatz
(Input / Output )

Die Produktivität ist also eine reine Mengengrösse. Sie kann, da in ihr die von drei Produktionsfaktoren gemeinsam erbrachte Menge ins Verhältnis zu einem einzigen Produktionsfaktor gesetzt wird, niemals die Leistungsfähigkeit dieses einen Produktionsfaktors angeben.

Wichtiger als die derzeit ( aufs Jahr gerechnet ) bestehende Produktivität ist der Anstieg im Laufe der Zeit.
Grob kann festgestellt werden:
Arbeits- und Kapitalproduktivität sind (theoretisch) unbegrenzt
Bodenproduktivität ist von vornherein begrenzt

Von der Landwirtschaft geprägte Staaten mögen eine durchaus hohe Produktivität in der Landwirtschaft ( also vor allem Boden ) haben. Die Produktivitätssteigerungen sind jedoch begrenzt, die Kapitalbildung stockt, der Lebensstandard steigt nicht.
Steigt die Bevölkerung, sinkt der Lebensstandard.

M
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satyr:

Es ging um die Industrielle Produktion

 
28.08.02 02:10
Ich sage man kann die Produktion einer Industrienation erhöhen aber daraus folgt nich unbedingt,eine Lohnsteigerung und die ist Voraussetzung das der Lebenstandart steigt.
Er kann bei erhöhter Produktion sogar fallen wenn durch Preisdruck aus dem Ausland die Lohnkosten sinken müssen.
Antworten
Monika:

?!

 
28.08.02 02:24
erhöhte Produktion hat nichts mit Produktivität zu tun.
Wenn die Lohnkosten durch Preisdruck (Arbeitslosigkeit) sinken, steigt die Produktivität !

Wichtig in Deutschland sind die Kapitalstückkosten:
wenn eine doppelt so teure neue Machine doppelt so produktiv ist
lohnt sich die Anschaffung, es hängt also entscheidend vom
technischen Fortschritt ab, ob die Produktivität zunimmt.

Das entscheidende ist jedoch, das die produzierten Waren auch verkauft werden,
sinken die Güterpreise , z.B. aufgrund von Einkommensverlusten und Nachfragerückgang, so sinkt trotz technischen Fortschritts die Produktivität !

Genau das ist gerade im Chip/PC - Markt zu betrachten ...

M
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satyr:

Ja aber gibt es einen Zusammenhang mit

 
28.08.02 11:10
dem Lebensstandart? Wie verhält der sich zur Produktivität?
Antworten
preisfuchs:

wegen dem scheiss einen riesen streit?

 
28.08.02 11:18
du bist mir ja einer.
energetisch gesehen hätte ich es ruhen lassen ausser bei ariva da macht streiten spass, gell AO
Antworten
gurkenfred:

tendenziell steigt der

 
28.08.02 11:22
gesamtwirtschaftliche Wohlstand mit zunehmender produktivität.
ob und wie sich das auf den "lebenstandard" des einzelnen auswirkt, ist dann keine ökonomische, sondern vorwiegend eine politische frage: wie sind die machtverhältnisse der besitzer von prod.-faktoren, d.h. wer entscheidet letztlich über die verwendung des ertrags aus dem produktivitätszuwachs.
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Wurzelzwerg:

Ja

 
28.08.02 11:24
Es gibt ganz eindeutig eine positive Korrelation zwischen Produktivität und Lebensstandard einer Volkswirtschaft. Eine Aussage über deren Stärke kann man allenfalls treffen, wenn man den Begriff Lebensstandard präzise definiert.
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satyr:

Streiten klar um was sonst?

 
28.08.02 12:08
Ich sehe auch einen Zusammenhang zwischen Produktivität und Lebensstandart.
Aber mir ging es darum,daß man das nicht verallgemeinern kann.
Die Produktivität soll in der BRD in Zukunft gesteigert werden,wie kann das gehen,heute morgen hat Busch(NTV) Der schlechte IFO index hänge mit den hohen Tarifabschlüssen zusammen,das mag sein aber wenn ich durch niedrige Löhne
die Wirtschaft ankurble entziehe ich dem Binnenmarkt Geld und die Exportwirtschaft hat den Vorteil sie kann billiger produzieren und auf dem Weltmarkt günstiger anbieten.
Aber wird sie dann wirklich konkurrenzfähiger würde ein schwacher Dollar aufgrund
der besseren wirtschaflichen Entwicklung in BRD und Europa den Vorteil wieder zunichte machen.
Ich denke dies wird eines der wichtigsten Themen auch für die Zukunft des Aktienmarktes.
Inwieweit sollte der Staat eingreifen um die Wirtschaft zu steuern oder sollte man es dem Markt überlassen.
War es ein Fehler in Amerika die Rezession aufzuhalten und künstlich einen Aufschwung einzuleiten oder hätte man besser die Finger aus dem Markt lassen sollen.Und zusehen wie man in das tiefe Tal fällt um dann den Aufschwung
beschleunigen.
Oder wären wir dann in eine tiefe Depression gefallen die über Jahre anhält.
Also die Spezialisten nach vorn .


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Wurzelzwerg:

Falsch

 
28.08.02 12:14
Deine Argumentation basiert zunächst auf dem Denkfehler, daß man durch moderate Lohnabschlüsse dem Binnenmarkt Geld entzieht. Das ist vollständiger Unsinn.
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ecki:

Keine Sorge satyr,

 
28.08.02 12:17
die Depression kommt erst noch. Double dip, triple dip, bloss noch dip.... ;-)

Es kommt wirklich auf die Definition von Lebensstandard an. Wenn die Produktivitätssteigerung z.B. "nur" zu einem sichereren Arbeitsplatz führt, ohne Reallohnsteigerung, ist das etwa gar nichts?

Du brauchst jedenfalls trennscharfe Begriffe zum diskutieren.

Grüße
ecki  
Antworten
Wurzelzwerg:

alles falsch

 
28.08.02 12:17
Außerdem stimuliert eine Senkung den Lohnniveaus primär die Binnennachfrage und nicht die Exportnachfrage. Letzteres ist nur ein unbedeutender Sekundäreffekt.
Antworten
satyr:

@ Wurzelzwerg Wieso

 
28.08.02 12:48
Wenn die Löhne sinken also der Verbraucher hat weniger Geld wird er mehr kaufen?
Stimmt das wirklich weniger Geld und mehr Konsum die Quadratur des Kreises?
Antworten
Wurzelzwerg:

Erklärung

 
28.08.02 13:17
Der Verbraucher hat eben nicht weniger Geld. Eine Lohnsenkung ist lediglich eine Umverteilung von Beziehern von Arbeitseinkommen zu Beziehern von Kapitaleinkommen. Die Kaufkraft der Bevölkerung bleibt nahezu unverändert.
Aber der entscheidende zweite Effekt ist eine Zunahme der Investitionen, die ja direkt Nachfrage darstellen, so daß in der Summe eine deutliche Steigerung der Inlandsnachfrage resultiert.
Antworten
Reila:

Wurzelzwerg,

 
28.08.02 13:27
das glaubst Du doch nicht etwa wirklich, was Du da schreibst. Ob jemand investiert, hängt von den Verwertungsmöglichkeiten ab, nicht davon ob er Geld hat. Wenn er Verwertungsmöglichkeiten sieht, wird er sich das Geld borgen, falls er keines hat. Falls Du ein augenfälliges Beispiel benötigst, schau doch mal, wo die Araber die Ölmilliarden investieren? Zu welchen Investitionen haben denn die steigenden Bankengewinne in D bis 2000 geführt? Ach, ich will gar nicht weiter darüber nachdenken.

R.
Antworten
Wurzelzwerg:

??

 
28.08.02 13:50
Ich kann deiner Argumentation leider nicht ganz folgen.
Die Wahrheit ist jedoch: Ein Projekt wird dann verwirklicht, wenn es sich lohnt. Bei gesunkenen Löhnen sind mehr Projekte rentabel als bei höheren Löhnen. Das ergibt sich direkt aus dem Kalkül der Unternehmen. Folge: mehr Investitionen, mehr Nachfrage, mehr Wachstum. Ist doch nicht so kompliziert, oder?
Antworten
Kritiker:

Ich finde es schade, daß...

 
28.08.02 14:11
hier bei Meinungen immer auf den anderen eingedroschen wird. Damit kommt man den Problemen nicht näher.
Ich halte den Denkansatz von satyr für äußerst interessant.
Doch sogleich kommt die Vermischungs-Suppe. Monika spricht von der Produktivität einer Firma, andere vom Bruttosozialprodukt eines Volkes.
Ich glaube Lebensstandard hat immer etwas mit der Umgebung und dem Vergleich zu tun. Über dem Durchschnitt habe ich einen höheren, setzt aber voraus, daß die "Anderen" einen niedrigeren haben. Zweitens, ob ich mit meinem Einkommen mein Leben finanzieren kann.
Hohe Produktivität eines Volkes bringt sicher höheren Lebensstandard gegenüber anderer Völker, aber nicht unbedingt des einzelnen.
Übrigens Maßnahmenm der Politiker wären nur sinnvoll, wenn die mehr von der Sache verstehen würden als die Wirtschaft, ist aber bestimmt nicht so und z.Zt. überhaupt nicht!! Sehr komplex, die Sache - Kritiker.
Antworten
satyr:

Ich hab nachgeschaut

 
28.08.02 16:03
Die Produktivität ist wenn ich es richtig verstanden habe eine Größe
die eigentlich Firmenspezifisch ist.Je höher die Kosten um so niedriger die Produktivität.Dabei wird alles eingerechnet Standortkosten Löhne Steurern usw.
Also alle Kosten die nötig sind um ein Produkt herzustellen.
Um die Produktivität zu steigern,muß man die Kosten senken zb die Lohnkosten,
da aber in Ländern wo der Lebenstandart niedrig ist meistens die Kosten für Lohn
und Standort,niedriger sind ,haben die eine höhere Produktivität.
Wobei man das auch nicht pauschal sagen kann denn ist die Infrastruktur schlecht
steigen dann wieder die Transportkosten um das Produkt zum Kunden zu bringen.

@ Reila lange nichts gehört.
Was ich auch so sehe ist ob mal einfach gesagt die Firmen die ihre Produktivität
erhöhen die Gewinne dazu verwenden,um neue Arbeitsplätze zu schaffen.
Oder ob sie die höheren Gewinne schlicht einstecken.
Antworten
satyr:

Up o.T.

 
28.08.02 16:29
Antworten
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