8 Mitsubishimanager festgenommen ...minus 5,1%


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Kicky:

8 Mitsubishimanager festgenommen ...minus 5,1%

 
06.05.04 12:53
TOKIO (dpa-AFX) - DaimlerChrysler  hat in Japan mit neuen Problemen
zu kämpfen. Wegen eines tödlichen Unfalls in Folge defekter Radnaben eines
Lastwagens nahm die Polizei am Donnerstag sieben frühere Manager des
DaimlerChrysler-Partners Mitsubishi Motors   fest. Grundlage
für das harte Vorgehen der Behörden ist ein Unfall in Yokohama vor zwei Jahren,
bei dem sich ein Rad von einem Lkw der inzwischen ausgegliederten
Nutzfahrzeugsparte Mitsubishi Fuso gelöst hatte. Das Rad tötete eine 29 Jahre
alte Mutter und verletzte ihre beiden Kinder. Bis März diesen Jahres wollte das
Unternehmen jedoch nicht zugeben, dass der Fehler an einer Radnabe Ursache des
Unfalls war.

SPÄTER RÜCKRUF DER LKW

   Erst danach rief Mitsubishi-Fuso, an dem DaimlerChrysler einen Anteil von 65
Prozent hält, rund 112.000 Lastwagen in die Werkstätten zurück. Die nun
festgenommenen Ex-Manager werden der Pflichtversäumnis mit Todesfolge bezichtigt
sowie beschuldigt, den Behörden falsche Angaben zu den defekten Fahrzeugteilen
gemacht zu haben. Zu ihnen gehört der frühere Mitsubishi Fuso-Chairman Takashi
Usami, der zur Zeit des Unfalls Vize-Präsident bei Mitsubishi Motors war, sowie
der frühere Mitsubishi Motors-Direktor Akio Hanawa. Die Polizei hatte kurz zuvor
die Zentrale von Mitsubishi Fuso durchsucht.

   Das Transportministerium in Tokio reichte außerdem Klage gegen den
Mitsubishi Motors-Konzern ein, dem Fuso zur Zeit des Unfalls gehörte. In einer
gemeinsamen Stellungnahme entschuldigten sich beide Konzerne erneut für den
Vorfall und sprachen den Angehörigen des Unfallopfers ihr Beileid aus.
DaimlerChrysler in Stuttgart wollte den Fuso-Fall nicht kommentieren.

MITSUBISHI-AKTIE STÜRZT AB

   Die Aktie von Mitsubishi Motors stürzte am Donnerstag in Tokio um 5,1
Prozent auf 259 Yen. Aktien von Mitsubishi Fuso, das im Januar 2003 von
Mitsubishi Motors ausgegliedert worden war, werden nicht amtlich gehandelt. Die
Razzia und Verhaftungen sind nach Einschätzung japanischer Medien ein weiterer
Schlag für das ohnehin angekratzte Mitsubishi-Image. DaimlerChrysler hatte
kürzlich entschieden, die weitere finanzielle Unterstützung einzustellen. Der
hochverschuldete japanische Autobauer will noch in diesem Monat einen eigenen
Sanierungsplan vorlegen./ln/DP/kro
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