QUELLE N-TV.......
Wer Call-by-Call sinnvoll nutzt, kommt billiger durch den Telefontarif-Dschungel.
Montag, 18. August 2003
0,4 Cent pro Minute
Call-by-Call-Aufschlag entfällt
Die Bundesregierung plant offenbar, den gesetzlichen Aufschlag für Ortsnetzgespräche über Call-by-Call-Anbieter wieder zu streichen. Wie die "Berliner Zeitung" unter Berufung auf der Regierung nahestehende Kreise berichtet, soll bei der anstehenden Novelle des Telekommunikationsgesetzes der so genannte Infrastrukturaufschlag von 0,4 Cent pro Verbindungsminute wieder wegfallen. Das würde auch künftig preisgünstige Ortsgespräche ermöglichen.
Die entsprechende Vorschrift war erst Ende 2002 in das Gesetz eingefügt worden. Sie besagt, dass Call-by-Call-Anbieter von Ortsnetzgesprächen angemessen an den Kosten der Telekom-eigenen Teilnehmeranschlüsse beteiligt werden müssen. Einen Aufschlag müssen laut Gesetz die Konkurrenten des Ex-Monopolisten immer dann zusätzlich zu den regulären Netzzusammenschaltungsentgelten der Deutschen Telekom entrichten, wenn sie über das Netz der Telekom Lokalgespräche vermitteln.
Der Gesetzgeber wollte mit dem Aufschlag erreichen, dass alternative Anbieter von Lokalgesprächen nicht über Gebühr von den Milliardeninvestitionen der Telekom in ihre Ortsnetze profitieren. Da die Telekom aber zuletzt die Grundgebühren für Telefonanschlüsse kräftig angehoben habe, sei nun die Grundlage für die Erhebung des Infrastrukturaufschlages entfallen, hieß es.