Die Stimmung in der Industrie in Deutschland und der Eurozone ist im August auf den tiefsten Stand seit mehr als zwei Jahren gefallen. Die Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe in Deutschland und der Eurozone entwickelten sich nach endgültigen Angaben schwächer als vorab gemeldet. Der Industrie-PMI für die Eurozone erreichte mit 49,6 Punkten ein neues 26-Monats-Tief. Vorläufig war ein Wert von 49,7 Punkten gemeldet worden, nach 49,8 Zählern im Vormonat. Der entsprechende Index für Deutschland erreichte mit 49,1 Punkten, nach 49,8 Punkten vorläufig und 49,3 Zählern im Vormonat ebenfalls ein 26-Monats-Tief.
Der Einzelhandelsumsatz in Deutschland hat sich im Juli besser als erwartet entwickelt. Kalender-, saison- und inflationsbereinigt wurde ein Anstieg um 1,9 Prozent gegenüber dem Vormonat verzeichnet, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Analysten hatten hingegen mit einem Rückgang um 0,1 Prozent gerechnet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Juli 2021 verzeichnete der Einzelhandel im Juli 2022 ein inflationsbereinigtes Umsatzminus von 2,6 Prozent, während ein deutlich stärkeres Minus von 6,5 Prozent erwartet wurde.
In China ist der Caixin-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe im August stärker gesunken als erwartet. Der Index sank von 50,4 Punkten im Vormonat auf 49,5 Zähler und rutschte damit auch unter die Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Erwartet wurden 50,1 Punkte. Der Caixin-PMI bezieht anders als der offizielle Einkaufsmanagerindex auch kleinere Unternehmen mit ein.




