Die Stimmung in der europäischen und deutschen Wirtschaft hat sich im November überraschend deutlich eingetrübt. Die Einkaufsmanagerindizes sowohl für die Industrie als auch für den Dienstleistungssektor fielen nach vorläufigen Angaben deutlich schwächer aus als erwartet. Der Gesamtindex für die Privatwirtschaft der Eurozone sank um 0,7 Punkte auf 52,4 Zähler und damit auf den tiefsten Stand seit fast vier Jahren, wie der Datendienstleister Markit Economics auf vorläufiger Basis mitteilte. Erwartet wurde ein geringerer Rückgang auf 53,0 Punkte. In der Eurozone sank der Index für das verarbeitende Gewerbe von 52,0 auf 51,5 Punkte (Prognose: 53,0 Punkte) und der Index für den Dienstleistungssektor von 53,7 auf 53,1 Punkte (Prognose: 53,6 Punkte). In Deutschland verringerte sich der Index für das verarbeitende Gewerbe von 52,2 auf 51,6 Punkte (Prognose: 52,2 Punkte) und der Index für den Dienstleistungssektor von 54,7 auf 53,3 Punkte (Prognose: 54,5 Punkte).
Die deutsche Wirtschaft hat sich im dritten Quartal wie erwartet entwickelt. Das BIP schrumpfte um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt im Rahmen einer zweiten Schätzung mitteilte. Das ist der erste Rückgang zum Vorquartal seit dem ersten Quartal 2015. In der ersten Jahreshälfte 2018 war das BIP gestiegen, und zwar um 0,5 Prozent im zweiten und 0,4 Prozent im ersten Quartal. Der Export fiel von Juli bis September um 0,9 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Die Importe legten dagegen um 1,3 Prozent zu. Der Privatkonsum sank um 0,3 Prozent, was unter anderem an der Zurückhaltung der privaten Haushalte beim Kauf von neuen Autos lag, wie die Statistiker erklärten. Grundsätzlich seien die Verbraucher aber weiter in Kaufstimmung.
Quelle: www.godmode-trader.de