Mit großen Schritten hat der Euro in den vergangenen Wochen zum japanischen Yen zugelegt. Nach dem Sprung über den Abwärtstrend seit April 2011 (akt. bei 101,84 JPY) gab es einen nahezu ungebremsten Aufwärtsimpuls, in dessen Verlauf auch das Hoch vom März 2012 bei 111,47 JPY überwunden wurde, wie HSBC-Trinkaus&Burkhardt-Analyst Thomas Amend in „Der Markt heute“ schreibt. Im Bereich der Marke von 120 JPY und damit knapp unterhalb des Dreijahreshochs vom April 2011 bei 123,37 JPY scheine die Haussebewegung nun allerdings ins Stocken zu geraten. Neben den relativ hohen Schwankungsbreiten der letzten Handelstage als Indikation für einen nervösen Markt würde ein Abrutschen unter den steilen Aufwärtstrend seit Mitte November 2011 (akt. bei 116,22 JPY) als Indiz für eine anstehende Konsolidierung fungieren. In diesem Szenario sei ein Pullback bis zum angeführten Märzhoch aus dem vergangenen Jahr wahrscheinlich, heißt es. „Die technischen Indikatoren mahnen zur Vorsicht. So hat der Stochastik ein negative Divergenz ausgeprägt und im überkauften Bereich ein Verkaufssignal generiert. Die Trendfolger stehen zudem kurz davor, diesem Beispiel zu folgen. Mittelfristig stehen die Chancen auf eine Wiederaufnahme der jüngsten Aufwärtsbewegung nicht schlecht, wenn die Konsolidierung spätestens im Bereich des o. g. Märzhochs 2012 auslaufen sollte. Kurzfristig droht dem Euro aber ein Rücksetzer als Reaktion auf die Kursgewinne der letzten Wochen“, so Amend.
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