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14 Gründe für ein Investment in BVB.

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halbgottt:

Yoni

 
21.02.16 23:12
Der Kader wurde nicht verschlankt, weil es eine finanzielle Notwendigkeit war, sondern weil es auch sportlich sinnvoll war.

Mit diesem Kader spielt der BVB aus Sicht der Aktionäre aktuell die sportlich erfolgreichste Saison aller Zeiten zum Zeitpunkt 22. Spieltag.

Im Meisterjahr 2010/11 war man am 22. Spieltag längst im Pokal ausgeschieden, aber auch in der Gruppenphase der EL

Im Meisterjahr 2011/12 war man in der CL debakulös ausgeschieden mit dem schlechtesten Ergebnis für einen deutschen Meister in der CL.

2012/13 bis jetzt spielte man in der Rückrunde in allen drei Wettbewerben, so viele Punkte holte man da in der Bundesliga am 22. Spieltag:

2012/13 42 Punkte
2013/14 42 Punkte
2014/15 25 Punkte

und jetzt: 51 Punkte

Du unterstellst, der Kader musste aus finanziellen Gründen verschlankt werden, ich verneine dies. Im Sommer wurde der Kader aus sportlichen Gründen verschlankt, weil Tuchel des wollte.
Im Winter wurde der Kader verschlankt, weil Januzaj weg gehen wollte. Und weil es für Hofmann ein sehr gutes Angebot kam und auch gehen wollte. Die hätten ansonsten auch einfach bleiben können.

Finanziell wäre es auch mit den beiden gut gegangen. Was am langen Ende bei den zu erwartenden Zahlen übrig bleibt, werden wir sehen. Das hängt stark vom sportlichem Erfolg ab, schau Dir einfach die vergangene Saison an. War kein Zufall, daß es nach 12 Monaten schwarze Zahlen gab.

In dieser Saison gibt es zwar keine CL Ausfallversicherung, dafür aber andere Dinge, die bessere Platzierung bringt mindestens 10 Mio Sponsoren Prämien, der sportliche Erfolg in der EL frisst zwar ordentlich Erfolgsprämien, letztlich wird das aber erst im 4. Quartal relevant: dann nämlich wenn es für diese Erfolge auch Sponsoren Prämien gibt, während die Spieler ihre Prämien längst erhalten haben.

Du kannst ja mal den Unterschied 9 Monatszahlen zu 12 Monatszahlen die letzten Jahre systematisch durchgehen.

Du unterstellst aufgrund der Halbjahreszahlen ein schlechtes Ergebnis für das Gesamtjahr, das ist ein Fehler. Das ist in etwa so, als ob man sich bei Apple wundern würde, daß im Weihnachtsquartal mehr iPhones verkauft werden würden als sonst.

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Yoni:

@Katjuscha #18494

 
21.02.16 23:29
Danke erstmal.
Aber ich komme irgendwie für 2015/16 auf deutlich andere Summen für EBITDA ex Transfers als von dir gezeigt, woran kann das liegen?

273,0 U ex T
+5,0 sbE
-21,5 Mat
-135 HR
-100 sbA

Sind doch nur 21,5 statt 37,0 Mios?
Antworten
Yoni:

PS, Halbgott

 
22.02.16 09:28
""Aber letztlich kannst Du dich gut am Verlauf des letzten Jahres orientieren: Nach 9 Monaten gab es einen Verlust, nach 12 Monaten aber schwarze Zahlen ohne Toptransfers, aber auch ohne sportliche Erfolge in der CL, was sehr wichtig ist.""

Übrigens ist diese Aussage ein wunderschönes Beispiel dafür, wie du dir die Dinge zurechtbiegst. Im letzten Jahr wurde vor allem deshalb noch hintenraus ein positiver Überschuss erreicht, weil die Erträge aus der CL-Ausfallversicherung noch ins vierte Quartal genommen wurden! Und du stellst diesen Verlauf als idealtypisch hin, ohne Worte.

So ein so schwaches EBITDA (!!) ex Transfers wie zum Halbjahresabschluss gab es schon sehr, sehr lange nicht mehr, da kannst du viel erzählen das kann jeder prüfen - als Fan finde ich das völlig in Ordnung und es passt haargenau zu der von mir geposteten Quelle und der von Watzke verkündeten, neuen Strategie. Nur wo findet in dieser Strategie ihr Investoren Platz? Das war auch schon meine Frage, als noch deutlich höhere EBITDAs aber niedrige FCFs erwirtschaftet wurden...

Antworten
tulmin:

Verstehe ich nicht

 
22.02.16 10:04
Die CL-Ausfallversicherung war doch nun mal ein Teil der Unternehmensstrategie nach der Meisterschaft um sich vor wirtschaftlichen Einbrüchen abzusichern, sollte es sportlich bergab gehen.

Der CL Erfolg wurde vom Markt überschätzt, deswegen ist der Kurs abgeschmiert und die schwarzen Zahlen haben bestätigt, dass der Erfolg überschätzt. Vom Markt und von den Medien.
Antworten
Yoni:

tulmin

 
22.02.16 10:12
Es ging mir konkret um die Behauptung, dass der Vorjahresverlauf idealtypisch sei - nicht um eine Beurteilung der Versicherung als solches.
Antworten
tulmin:

Yoni

 
22.02.16 10:42
Von idealtypisch habe ich nichts gelesen, ist aber auch egal ...
Mir scheint, dass du dich auf die Zahlen rund um das Sportliche sehr fokussierst, Transferpolitik, CL etc.

Dass wird aber meiner Meinung dem BVB eben gerade NICHT gerecht, der gut gemanagt wird und sich gerade deswegen vom sportlichen Erfolg unabhängig macht. Dazu gehören für mich insbesondere die überdurchschnittliche starke Marke, die ein wirtschaftlicher Wettbewerbsvorteil ist - als auch diese Versicherung.

Und die schwarzen Zahlen zeigen, dass diese Rechnung oder diese Investitionen aufgehen.
Antworten
halbgottt:

Yoni

2
22.02.16 10:46
Von mir wird in diesem Fall nichts falsch dargestellt.

Im letzten Jahr gab es 12 Mio CL Ausfallversicherung. Hätte es diese nicht gegeben, hätte Borussia Dortmund ungefähr diesen Betrag von den Sponsoren bekommen, als Prämie für das Erreichen der Champions League. Dazu weitere Effekte, Merchandising zum Beispiel.

In diesem Jahr ist eine einzige Sache sehr wahrscheinlich anders: Es gibt keine CL Ausfallversicherung.

Aber eben nicht der Effekt des 4. Quartals. Dort wird man mindestens 10 Mio Sponsorenprämien bekommen für das Erreichen der CL. Weiterhin wird man im 3. Quartal deutlich höhere Einnahmen aus den internationalen Spielen erhalten, weil man gegen Porto wahrscheinlich weiter kommen wird, damit hätte man also weitere sehr wichtige Heimspieleinnahmen. Letztes Jahr hatte man im 2. Halbjahr ein Heinspiel gegen Juventus und das wars.

Die sportlichen Erfolge haben in jedem Fall einen krass höheren Effekt, als die CL Ausfallversicherung. Und genau das wird sich im zweiten Halbjahr zeigen. Auch beim Ergebnis. Zwar wird es sehr hohe Erfolgsprämien geben, allerdings bringt der unmittelbare Erfolg eben doch mehr, als der Misserfolg, völlig logisch. Diese Effekte kann man sich sehr schön anhand der Saison 2012/13 anschauen, auch EX Transfers gab es einen Gewinn, eben aufgrund der sportlichen Erfolge.

Ich habe übrigens soeben mit CFO Thomas Treß telefoniert, er hat mich angerufen. Die dpa Angaben sind irreführend. Die Sachlage wird bei den endgültigen Zahlen am 26.2.2016 im Nachtragsbericht geklärt. Die Transferleistungen für Immobile wurden am 13.1.2016 geleistet, also [u]nach[/u] dem Berichtszeitraum des Halbjahres, welches am 31.12.2015 endete.

Umsatzmäßig wird damit das laufende 3. Quartal extrem besser laufen als das Vorjahresquartal.
Antworten
Yoni:

halbgott

 
22.02.16 11:27
Aha, auf einmal war die CL-Versicherung also vorgesehen um einen Minderertrag in 2014/15 abzudecken. Das lese ich ehrlich gesagt zum ersten Mal. Sonst war immer die Rede davon, dass logischerweise die Mindereinnahmen aus dem Folgejahr mit der Versicherung abgedeckt werden sollten. Ich habe schon wieder das Gefühl, dass du dir da auf ganz billige Art und Weise etwas zurechtbiegst.

Wenn du mit deinem Vorjahresvergleich zu erzählen versuchst, dass das aktuell miese EBITDA zum Halbjahr dadurch entstanden ist, dass entscheidende Umsätze erst im zweiten Halbjahr(/vierten Quartal) kommen: Ex Transfers lag der Halbjahresumsatz bei 144 Mio €, das passt also pro rata temporis sehr gut zu dem Geschäftsjahresausblick. Das EBITDA ex Transfers war einfach nicht pralle, zumal ja sogar die Vorjahresaufwendungen Aufwendungen für die Versicherung weggefallen sein müssten.
Antworten
Yoni:

Halbgott, kürzen wir es einfach ab:

 
22.02.16 11:43
Von welchem EBITDA ex Transfers gehst du denn für dieses Geschäftsjahr aus, du scheinst dir da ja konkrete Gedanken gemacht zu haben?

Katjuscha wird hoffentlich noch einmal klarstellen, ob er 21,5 oder 37,0 Mios gemeint hat.
Antworten
halbgottt:

Yoni

 
22.02.16 12:03
"auf einmal war die CL-Versicherung also vorgesehen um einen Minderertrag in 2014/15 abzudecken"

Natürlich ist das so. Es deckt einen Minderertrag ab. Dafür ist die Versicherung da.

Wieso liest Du das zum ersten Mal? Es wurde auf der Bilanzpressekonferenz erläutert. Man hätte bei einer höheren Platzierung erheblich höhere Sponsorenprämien erhalten.

Diese wären voll und ganz im den Umsatz eingeflossen, die CL Ausfallversicherung hingegen nicht. Das 3. und 4. Quartal wird nicht nur in dieser Saison sehr stark, bei sportlichem Erfolg ist das IMMER so. In der letzten Saison wurde einiges durch die CL Ausfallversicherung kompensiert, in dieser Saison ist es nicht nötig, eben weil man sportlichen Erfolg hat.  
Antworten
Mr.Turtle:

Yoni

2
22.02.16 12:44
ich habe das Gefühl, dass du die Saisonalität übersiehst. Der Weihnachtsmann schreibt jedes Jahr in den ersten drei Quartalen tiefrote Zahlen, ist aber doch völlig irrelevant.
Und die Bilanz mit Spielerverkäufen aufpeppen? Bei einem Umsatz von Richtung 300 Mios muss man aber eine Menge Großkreutze für 1,5 Mios verkaufen, bis das richtig Effekte hat. Gerade ->wie<- zur Saison die Leute verjubelt wurden schien mir sehr stark sportlich orientiert und sehr wenig Geldpolitik gewesen zu sein. Sonst hätte ich Kuba doch nicht verliehen, sondern die Kohle anderswo direkt eingestrichen. Die nennenswerten Transfers Kuba und Immmobile werden doch durch die Leihen erst viel zu spät ergebniswirksam, um die Bilanz aufzuhübschen.

Und zu den Steuern: 32 % ? Was ist denn da los? vor 2 Jahren mit den Rekordgewinnen waren es noch 15%, was ist denn bitte da passiert? Wenn die Steuern so starke Abzüge bewirken würden gäbe es das Modell Porto doch längst nicht mehr!
Antworten
Yoni:

Mr.Turtle

 
22.02.16 13:14
Auch du verwechselst offenbar EBITDA und Überschuss.
In diesem Halbjahr wäre ex Transfers ohne die Gehaltseinsparungen erstmals seit Jahren ein negatives Ergebnis VOR Abschreibungen berichtet worden. Das dritte Quartal ist wegen der niedrigen Umsätze dann saisonal eher schwach, was sich durch ein starkes viertes Quartal dann wieder ausgleicht.

Dass du hier irgendwas von Transferumsätzen schreibst, zeigt mir dass du meinen Punkt gar nicht verstanden hast.

Bzgl. Steuern: Cally hat Recht, kurzfristig gibt es noch Verlustvorträge, die die Steuerlast deckeln, so auch in den von dir angesprochenen Jahren mit den Rekordgewinnen. Nach dem diese verbraucht sind, drückt man die >30% bei Gewinnen aus Spielerverkäufen an Steuer ab. Auch das macht es schon wieder richtig schwer, bei steigenden Transferpreisen eine tatsächlich ausgeglichene Transferbilanz hinzubekommen. Mich wundert, dass dich das zu überraschen scheint.
Antworten
halbgottt:

Yoni

 
22.02.16 13:39
Mr. Turtle macht Dich auf die Saisonalität aufmerksam und Du argumentierst immer noch mit dem ersten Halbjahr. Dabei ist es völlig klar, daß das zweite Halbjahr eine enorme Bedeutung hat. Deswegen gab es im letzten Jahr nach 12 Monaten schwarze Zahlen und nach 9 Monaten eben nicht.

Aber egal, wie kommen hier nicht zu neuen Aspekten und drehen uns im Kreis.

Also reden wir mal über was anderes, nämlich über den aktuellen BVB Aktienkurs. Was erwartest Du denn vom BVB Aktienkurs? Aus Deinem Profil wird ersichtlich daß Du Dich für Hypoport und K+S interessierst. Erwartest Du, daß diese beiden Aktien besser performen werden als die BVB Aktie?

Ich vergleiche die BVB Aktie ständig mit dem Index und auch mit anderen Aktien und sehe hier ein sehr gutes Potential. Dabei geht es naturgemäß um viele weitere Faktoren und nicht nur um das, was wir hier diskutieren.

Der BVB Aktienkurs ist um 40% konsolidiert, derartige Konsolidierungen laufen immer länger als man denkt. Allerdings ist die BVB Aktie auf der Zeitschiene schon weit vorangeschritten, im Sommer 2016 sind die 5 Euro zwei Jahre her. Und genau im Sommer erwarte ich weitere Nachrichten, die ein Trigger für die BVB Aktie sein könnten, in so einem Moment interessiert dann weniger, wo der Aktienkurs vor zwei Jahren stand.

Bei Hypoport oder K+S beurteile ich diesen charttechnischen Aspekt sehr anders. Da interessieren den Markt anscheinend kurzfristig sehr gute Nachrichten nicht so sehr, eben weil diese große Konsolidierung ihren Tribut fordert, ein Aspekt, den man bei der BVB Aktie mittlerweile vernachlässigen kann.
Antworten
tulmin:

Fußballgeschäft

4
22.02.16 14:24
Du hast ja schon öfters angedeutet, Yoni, dass du für die Fußballbranche nicht zuversichtlich bist und suchst dafür eine Bestätigung in den Zahlen. So weit so gut, so kann man vorgehen.

Ich hab da eine andere Perspektive, jenseits von einzelnen Zahlen. Ich bin nicht der klassische Fußballfan, ich interessiere mich für Marken. Ich sehe den Fußballboom, der eine wahnsinnig große mediale Reichweite hat. 1 Milliarde Menschen können den BVB sehen. So eine Reichweite ist eine Goldgrube, wo erreicht man schon so viele Menschen, wie beim Fußball. Ich gehe davon aus, dass dieser Boom längerfristig zu Geschäftfelderweiterungen führen wird, von den wir bis jetzt nur ahnen.

Natürlich bleibt der Fußball das Kerngeschäft, aber die Top Clubs mit einer starken Marke, werden mehr Möglichkeiten haben, sich vom sportlichen Erfolg wirtschaftlich unabhängig zu machen. Was dann wiederum eine gute Basis für sportlichen Erfolg ist.

Das Gefälle zwischen den Clubs wird größer werden, auch in England. Einerseits wird die Konkurrenz größer, andererseits lebt der Fußball aber auch von Konkurrenz.
Will man denn in Deutschland immer nur den FCB sehen? Und international will man nicht nur England sehen, die ohnehin bei den Weltmeisterschaften kein Aufsehen erregen können.

Den BVB sehe ich mit seinem Top Marketing und guten Management sehr gut aufgestellt, national sowieso. Er wird nicht als Verlierer aus diesem Wettbewerb heraus gehen, sondern als Gewinner. Meine Meinung.

Es ist für mich eher die Frage, wann der Markt dieses Potential entdeckt und die Unterbewertung abgebaut wird. Leider liegt der Fokus zu sehr auf dem sportlichen Erfolg, hier auch.

Es ist sehr schade, dass Watzke diese Zusammenhänge so selten heraus stellt, obwohl er sie ja sieht. Er streut hin und wieder Bemerkungen ein, wie die Weltmeisterschaften, aber zeichnet selten das ganze Bild.
Antworten
Yoni:

@tulmin

 
22.02.16 15:32
Spannendes Thema: So lange es keine Ansätze gibt, wie der ruinöse Wettbewerb durchbrochen werden kann, sehe ich tatsächlich schwarz für die renditeorientierten Investoren in der (deutschen!) Fussballbranche - selbst wenn es die Vereine tatsächlich schaffen sollten, sich über die Marke vom sportlichen Erfolg wirtschaftlich unabhängig zu machen.

Die Ligaverbände werden sich schon etwas einfallen lassen müssen, um gegen das Gefälle der Clubs anzuarbeiten, denn das schadet mittelfristig der Attraktivität und dem Zuschauerinteresse. Wobei wir uns wohl darauf einrichten können, dass der BVB zum Angriff blasen wird auf die Bayern - daher ist mE trotz der steigenden Umsätze auch kein Anstieg der FCFs zu erwarten. Das aktuelle Ausdünnen des Kaders ist ja kein Signal dafür, dass der BVB sich mit dem zweiten Platz zufrieden gibt und nun lieber die Investoren belohnen wird. ;)

Ich habe ja schonmal geschrieben, bei den Konzepten gegen das Gefälle hinter dem BVB und dem FCB gibt es sehr verschiedene Ansätze, von sehr gut für Investoren (Gehaltsobergrenze oÄ) bis sehr schlecht (Revenue Sharing; leider mE am Wahrscheinlichsten um das Geld im Fussball zu halten). Wenn man die Potentiale der Fussballbranche jenseits der aktuellen Zahlen analysieren möchte, dann sollte das doch einer der ersten Ansatzpunkte sein. Davon lese ich hier leider gar nichts.

@Halbgott
Nein, ich werde hier keine anderen grundverschiedenen Aktien besprechen und vergleichen, schon gar nicht auf Basis von (für mich irrelevanten) kurzfristigen Kursverläufen. Dass themenfremd mittlerweile sogar für Schweizer Briefkastenfirmen aus supidupi-Zukunftsbranchen getrommelt wird, empfinde ich als komplett nervig und auch ein bisschen peinlich. Schön, dass ich die Gelegenheit bekomme, das mal loszuwerden.
Antworten
tulmin:

Marken

2
22.02.16 19:42
Dass die stärkeren Marken mit der größeren Community wirtschaftlich unabhängiger sind, ist doch schon lange Realität. Die PL hat mit der Auslandsvermarktung viel eher angefangen, dementsprechend international eine größere Fangemeinde, was sich über die Netto-Reichweite dann unmittelbar auf die Werbeeinnahmen und TV-Gelder niederschlägt.

Manu hatte 2011 bereits 11 Mio Facebookfans, zur gleichen Zeit hat der FCB noch verkündet, eine Facebook Seite bräuchte der Verein nicht, das würde keinen Sinn machen.

Nun erreicht ManU mittlerweile mehr als 70 Mio Fans über Social Media und ist dementsprechend ein attraktiver Werbe- und Sponsorpartner und wird wegen der Größe der Community andere Summen aushandeln können als eine weniger beliebte  Marke.

Die Bundesliga hat die Vermarktung verschlafen. Und England verpasst wohl eher den Anschluss zum WM Titel. Was Watzke jetzt mehrmals zu England und Weltmeistertitel gesagt hat (50 Jahre ohne Titel und vermutlich auch die nächsten 50 Jahre ohne Titel), klingt irgendwie schadenfroh, hat aber Inhalt.

Die Weltmeisterschaft hat die allerhöchsten Einschaltquoten, was nicht nur für Werbeeinnahmen Bedeutung hat, sondern auch für die Steigerung von Marktanteilen.

Die PL treibt die Transferpreise in die Höhe und kaufen sich die besten Spieler der anderen Ligen. Sie bilden weniger eigenen Nachwuchs aus, haben schlechtere Chancen bei der WM. Gleichzeitig gewinnen die Spieler über die PL eine große Fangemeinde. Özil ist der deutsche Spieler mit den meisten Fans, ein riesiger Vorsprung gegenüber Götze etc. !! Wer Özil bei der WM sehen will, guckt Deutschland. Es wird also über Özil auch ein Interesse am deutschen Fußball und an anderen deutschen Spielern geweckt.

Insofern setzt sich die PL durch ihre Transferpolitik auch wieder eigene Grenzen, was Steigerungsraten betrifft.

Yoni, es ist doch jetzt schon so, dass es beim Fußball um mehr geht als um Tore und Siegprämien. Es geht um Reichweite und Fangemeinden - denn Fans sind treu, d.h. über sie erzielt ein Sponsor Mehrfachkontakte, was die höchste Werbewirkung hat.

Dass dieser Markt seinen Höhepunkt erreicht, das glaube ich nicht. Der Markt hat sich durch die Digitalisierung verändert und ich glaube da ist noch viel zu holen.

Kontakte sind Money!
Antworten
halbgottt:

Kursperformance der BVB Aktie

 
22.02.16 20:16
Du brauchst ja auch gar nicht andere Aktien nennen, nur hätte ich gerne mal gewusst, was Du vom derzeitigen und künftigen Kursverlauf bei der BVB Aktie hältst. Fakt ist, daß die BVB Aktie seit dem letzten Spiel unter Klopp über 30% besser performt als der DAX und auch klar besser als der S-DAX performt. Fakt ist weiterhin, daß dieser Trend auch in der Rückrunde Bestand hat, obwohl die BVB Aktie da eher mau performt.

Und nein, es ist kein kurzfristiger Verlauf, vom 1.6.2015 bis jetzt ist es schon ein mittelfristiger Verlauf.

Dann sprichst Du von einem ruinösen Wettbewerb in der deutschen Fussballbranche. Wie kommst Du eigentlich darauf? Hast Du Dir den Bundesliga Report vom DFL mal kurz durchgeblättert? Das ist das Gegenteil von ruinös. Es gibt immer mehr Vereine die einfach schwarze Zahlen schreiben und dies immer wieder wiederholen. Das sind nicht nur die Bayern und Borussia Dortmund, sondern auch einige andere.

Seit ich bei der BVB Aktie investiert bin, schreibt Borussia Dortmund jedes Jahr schwarze Zahlen und so wie ich den Halbjahresbericht deute, wird das in einem Jahr des sportlichen Erfolges nicht anders sein, weil insbesondere der sportliche Erfolg in der KO Phase der Pokalwettbewerbe enorm wichtig ist, bzw. je weiter man kommt immer wichtiger wird. Wenn man in der 2. Pokalrunde des DFB Pokals besteht, ist das nicht der Rede wert, bei einem Viertel- oder Halbfinale sieht das gleich sehr anders aus.
Antworten
halbgottt:

Gefälle hinter dem BVB und FCB

2
22.02.16 20:30
letztes posting bezog sich übrigens auf Yoni und dieses posting auch.

Yoni, Du nennst ein Gefälle hinter den BVB und FCB. Das haben mittlerweile auch die anderen Vereine erkannt. Daher wird beim neuen TV Vertrag eine Decklung der Zweitliga Gelder aus dem TV Vertrag angestrebt.

Die Premier League hat aus diesem Grund die Solidarität mit den unteren Ligen komplett gekündigt und sich nur aus diesem Grund überhaupt gegründet, nämlich um mehr TV Gelder zu erhalten, das war 1992. Lang, lang ist es her.

Ich halte es für gut möglich, daß der neue TV Vertrag den Mannschaften hinter Bayern und Dortmund größere Stabilität zu verleihen und damit auch der Bundesliga insgesamt mehr Qualität zu verleihen.

DFL Chef Seifert nannte auf dem Neujahresempfang des HSV 1,1 - 1,5 Milliarden, das entspräche bei der oberen Zahl einer Steigerung von 79% für Borussia Dortmund wäre es aber erheblich mehr (andere TV Gelder Verteilung, bzw, Auslandsvermarktung überproportional) aber auch viele andere Vereine könnten mehr als eben diese 79% erhalten, aus oben genannten Gründen.

Da die meisten Bundesliga Vereine stabil schwarze Zahlen schreiben, werden diese höheren TV Gelder keineswegs den Wettbewerb ruinöser gestalten. Beim Vergleich mit der Premier League fällt auf, daß die Bundesliga keine Probleme hat, teuerst Spieler zu verkaufen und billiger zu kaufen. Da brauchst Du gar nicht nur auf Bayern und BVB schauen, Gladbach, Köln und einige andere sind beste Beispiele. Und wenn gar kein Geld da ist, wird eben nicht gekauft. Darmstadt ist ein extrem gutes Beispiel für gutes Wirtschaften und gleichzeitig sportlichem Erfolg. Neue Spieler kommen da ablösefrei und das wars. Ruinös ist da nichts.

Aber wie gesagt, lies Dir einfach mal den Bundesliga Report durch.
Antworten
halbgottt:

tulmin: Marken

 
22.02.16 20:38
Bei der vorletzten Analyse von Bankhaus Lampe am 30.9.2015 haben diese das werthaltige Prinzip der Marke untersucht und es einfach nicht begriffen. Sie sprechen vom Kaderwert und gleichzeitig vom Markenwert von Brand Finance. Als ob dies überhaupt etwas miteinander zu tun hätte. Einfach nicht begriffen.

Der Markenwert von Manchester United liegt bei über einer Milliarde, das hat mit dem Kaderwert nix zu tun. Ob da ein Rooney spielt oder nicht, ändert am Markenwert wenig bis nichts, ManU müsste jahrelang in der Bedeutungslosigkeit verschwinden, nach Jahrzehnten würde da der Markenwert sinken.

Auch der Markenwert des HSV ist völlig stabil, trotz jahrelanger sportlicher Tristesse.

Die Marke BVB
bvbaktie.blogspot.de/2014/05/die-marke-bvb.html
Antworten
Mr.Turtle:

Marke als eigener Wert

2
22.02.16 21:36
da der Kurs jetzt lange Zeit nicht mal den Kaderwert plus Cash abgebildet hat, scheint der Markt tatsächlich nicht zu sehen was dahinter steckt. Im Supermarkt um die Ecke kann man Kartoffelchips mit BVB Logo kaufen. Da muss man erstmal hin kommen!

Es ist etwas völlig anderes, ob man sein Geld mit fußballspielen verdient, oder ob man eine Möglichkeit hat, egal welchen Alltagsgegenstand - vom Bademantel bis zum Toaster - mit Premiumaufschlag zu verkaufen. Offensichtlich ist der BVB an dieser Stelle angekommen. Fußball ist in diesem Sinne nicht mal mehr als elementare Einnahmequelle zu sehen, sondern als Werbung für die Marke. Und mit dieser Marke verkauft man dann einfach egal alles, was in den Supermarkt passt. Die Kaderkosten müssen sich in dieser Betrachtung nicht mal selbst tragen, das sind 2 mal die Woche 90 Minuten Dauerwerbesendung. Mit dem Unterschied, dass die Leute bei dieser Werbung nicht wegzappen sondern extra einschalten. Wenn ich dieses Feature für Mercedes, Coca Cola, Müllermilch, Durex oder sonstwen anbieten könnte - was würden die mir wohl dafür pro Jahr bezahlen?
Der BVB dagegen bekommt dafür sogar noch so viel Kohle, dass die Herstellungskosten in Form von Spielergehältern praktisch abgedeckt sind.

Fußball ist eben Religion, ähnlich wie Apple. Das erklärt auch Apples Marge und Verkaufsgebahren, die Ware selbst ist ja objektiv betrachtet nicht wirklich der Konkurenz überlegen. Aber man geht nicht einfach in den Laden rein und mit dem Objekt der Begierde wieder heraus, sondern man hat das Glück gehabt, dass man ein Appleprodukt kaufen durfte. Beim BVB durfte man für unter 20 Euro pro Person die Dauerwerbesendung Life erleben. Oft genug durfte man das auch nicht, weil das Stadion leider schon ausverkauft war.
Antworten
tulmin:

Deutschland

 
22.02.16 22:29
Übrigens verstehe ich nicht, warum du so ausdrücklich für die deutsche Fußballbranche Bedenken hast, Yoni. ich würde eher denken, dass es in England auf lange Sicht enger wird und sich der Wettbewerb dort verschärft. Die bekommen doch durch die Aufholjagd anderer Ligen, z.B. durch die Reichweitensteigerung der Bundesliga mehr Konkurrenz.  
Antworten
tulmin:

@turtle

 
22.02.16 22:41
Kommst du aus Dortmund? Bei uns gibt es leider keine BVB Chips im Supermarkt :-)
Antworten
Yoni:

Halbgott

 
22.02.16 22:58
Ich glaube das ist ziemlich genau dein Problem: Du lässt dich vom Hochglanz-Blättchen wie dem Bundesliga Report unkritisch berieseln. Wenn alles super ist, warum haben die 16 Clubs hinter dem FCB und BVB offenbar eine durchschnittliche Eigenkapitalquote von ~17%? Rechne mal nach!

Du schaust wieder nur auf Gewinne und kapierst immer noch nicht, dass es auf den Free Cash Flow ankommt bei der Beurteilung der Schärfe des Wettbewerbs. Der wird zuuufälligerweise nicht ausgewiesen. Aber da offenbar kein Geld da ist um die Verbindlichkeiten abzubezahlen, die seit 2012 noch gestiegen sind, kann man sich denken wie hoch die FCFs wohl sein werden.

@tulmin
In England kann man wenigstens drauf hoffen, dass irgendein steinreicher Investor auch mal Fussballmanager spielen will und den Laden aus Spass übernimmt. Nichtmal das geht in Deutschland, das Höchste der Gefühle sind die strategischen Investoren, die blöderweise an euren Anteilen vorbei aber zum Wohle des Vereins über Kapitalerhöhungen mit ins Boot geholt werden.
Antworten
Katjuscha:

Yoni, man dreht sich hier im Kreis

2
23.02.16 03:42
Was du zum Nettogewinn, FCF und EK-Quoten vieler Vereine schreibst, ist absolut richtig, nur zeigt das nur die unterschiedliche Sichtweise auf Fussballvereine.

Erklär mir doch mal wieso Fussballvereine zwingend positive FCFs, Nettogewinne und hohe EK-Quoten haben müssen!

Ich seh das ja noch bei Klubs ein, die hochverschuldet sind. Die müssen dann über einen gewissen Zeitraum ihren FCF entweder operativ erwirtschaften, Tafelsilber verkaufen (Stadion, Unternehmensanteile, Topspieler) oder sich Eigenkapital über Investoren beschaffen. Letzteres gelingt ja auch, wie du selbst schon angesprochen hast.

Ich kann mich nur wiederholen. Es geht um Markstellung beim Fussball. Wie man die stabil hält oder verbessert, da haben die Vereine unterschiedliche Herangehensweisen. Wer schlecht wirtschaftet, fällt im Normalfall auch sportlich mittel-langfristig zurück, zumindest in Deutschland, wo man nicht unbegrenzt Zugriff auf Investoren bekommt, aber ausreichend, um sich als Traditionsverein wie Hertha, Stuttgart oder HSV im Profifussball zu halten.

Übrigens wird die gesellschaftliche Bedeutung des Fussballs in der Diskussion immer völlig vergessen. Das sieht man sogar bei unterklassigen Vereinen von der 3.-6.Liga, wo Vereine zur Not dann auch mal vom Steuerzahler gerettet werden oder man Freundschaftsspiele mit Bayern etc. veranstaltet, um nicht pleite zu gehen. Das kann man ja gerne kritisieren, wenn solche Vereine auch noch künstlich am Leben gehalten werden, aber Fakt ist, dass die Vereine enen hohe gesellschaftliche Bedeutung für die Kommune und die Region haben. Wenn man das mal auf den BVB bezieht, der ja bekanntlich vor 10-12 Jahren mehr oder weniger pleite war, kann sich doch kein Mensch vorstellen, dass so ein Traditionsverein auch wirklich in die Pleite entlassen wird oder sich nach einer formellen Insolvenz nicht sofort wieder erholen würde. Dieser Aspekt sollte eigentlich zugunsten einer Bewertung von börsennotierten Fussballklubs bedacht werden, denn gesellschaftliche Marktstellung ist ein riesiges Pfund, mit dem man wuchern kann. Das ist aus meiner Sicht in die Überlegungen einzubeziehen, wie man Fussballvereine bewertet.

Aber nicht deshalb halte ich es für überflüssig, Nettogewinne und Freecashflows oder hohe EK Quoten auszuweisen. Vielmehr wird ein Fussballverein seinen operativen Cashflows vollumfänglich investieren, sowohl in die Mannschaft als auch die Infrastruktur, um die Marktslellung zu sichern. Und diese Investitionen erhöhen wieder die Abschreibungen, so dass schon allein aus dem Grund der Investitionen die Nettogewinne nie großartig steigen werden, wenn man sportlich erfolgreich ist. Man könnte überspitzt gesagt fast soweit gehen zu sagen, dass ein Verein mit steigendem sportlichen Erfolg wohl kaum steigende Nettogewinne ausweisen sollte und wird. Denn das geht nur durch den Verkauf des Tafelsilbers (Topspieler, Stadion, etc.), was man aber genau im gegenteiligen Fall macht, also wenn es einem sportlich und finanziell dreckig geht. Ein finanziell und sportlich sehr gut dastehender Verein wird also genau diese Verkäufe nicht vornehmen und deshalb keine Nettogewinne machen. Wozu auch? Schon rein steuerlich unsinnig. Es ist sicherlich kein Zufall, dass Vereine mit bilanziellen Problemen und im sportlichen Mittelmaß am ehesten noch Nettogewinne und positive FCFs machen, weil sie es einfach müssen. Topvereine haben das gar nicht nötig. Ganz im Gegenteil. Sie werden weiter in Wachstum und Marktstellung investieren und dabei finanzielle Steuerbelastungen vermeiden. Wichtig ist nur, dabei nicht völlig zu überdrehen, also die Kosten nicht so hochzutreiben, dass man nicht mal mehr positive Ebitdas und OCFs erreicht. Weil dann könnte man längerfristig natürlich seine Marktstellung beschädigen. Da besteht aber unter Watzke nun nicht mal im Ansatz Gefahr.

Der Markenwert ist sicherlich schwer bezifferbar. Ich würde nicht ganz so weit gehen wie Mr.Turtle, weil ich auch Gefahren darin sehe, wenn man sozusagen sein Seele verkauft, in dem man sein Log auf alle möglichen Produkte druckt. Aber es zeigt natürlich was theretisch denkbar wäre, wenn der Vorstand denn wollte. Im Grunde ist der BVB wie eine erfolgreiche Plattform, auf der man etliche Vermarktungspotenziale hat. Mich erinnert das immer an Internetplattformen wie Amazon, Facebook, Google und Co, die man ja auch nicht ständig nur nach KGV bewertet, sondern an ihrer erreichten Marktstellung, die sie sich langfristig gesichert haben. Wenn man erstmal einen bestimmten Marktanteil erreicht hat und ein gewissen Markennamen hat, ist man nur noch sehr schwer zu verdrängen, Man hat einen Burggraben geschaffen. Und das ist beim BVB nicht anders. Letztlich können dann all diese Firmen auf ihrer "Plattform" etliche Geschäftsmodelle aufziehen, solange sie den Kern nicht zu sehr beschädigen und damit die Akzeptanz des Kunden/Fan riskieren.


Fazit: Die beste aller Welten für mich als BVB Aktionär wäre, wenn der BVB jahrelang immer nur minimale Nettogewinne (im Durchschnitt) erzielt und all seine operativen Cashflows komplett investiert. Dabei wird es Jahre mit negativem FCF und positivem FCF geben, je nach Transferbilanz, aber im Durchschnitt der nächsten 5 Jahre hoffe ich auf eine schwarze Null bei diesen wichtigsten Kennzahlen. Man könnte natürlich auch die Investitionen komplett einstellen und dann sofort fette Gewinne ausweisen, sei es durch Spielerverkäufe oder niedrigere Gehälter, aber was soll das? Dann fällt man ins sportliche Mittelmaß zurück. Man würde ja einem Industrieunternehmen auch nicht empfehlen, seine Maschinen zu verkaufen und die besten Mitarbeiter nicht anständig zu bezahlen. Macht ja unternemerisch keinerlei Sinn. Aber komischerweise gibt es beim BVB immernoch Leute, die am liebsten Topspieler verkaufen würden und Gehälter deckeln, nur dmit man für die Aktionäre hohe Gewinne ausweisen kann und sich wieder als symphatischer Verein rüberkommt, der auf die Jugend im Kader setzt. Man hat da als Tradionalist oft einen Tunnelblick, weil man die Zeit so geil fand, als der BVB aus unternehmerischen Zwang heraus auf die Jugend setzen musste und Tafelsilber verkaufen musste. Hat dann unter Klopp sportlich funktioniert, aber wird erstens nicht immer funktionieren, und ist zweitens auch gar nicht notwendig. Man wird mit Watzke, Zorc und Tuchel einen guten Mittelweg finden, aus dem Halten von Topspielern durch höhere Gehälter, von sehr guter Jugendarbeit und Durchleitung von 2-3 Talenten in den Profibereich, sowie gelegentlichen Verkäufen von Leistungsträgern, wenn die denn unbedingt aus persönlichen Gründen wegwollen und die Vertragssituation das als sinnvoll erscheinen lässt. Aber über allem steht der sportliche Erfolg.
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tulmin:

ja, richtig

 
23.02.16 10:53
auch nochmal die gesellschaftliche Funktion zu unterstreichen, die auch im Public Viewing zum Ausdruck kommt. Neben der Reichweite ist dies auch ein weiterer, wichtiger Faktor für die Werbewirtschaft, weil Werbebotschaften in einem positiven Umfeld besser aufgenommen werden, mit weniger Aversion. Hat also Effizienz.

Durch technologischen Fortschritt bedingt, nimmt das lineare Fernsehen ab, was die Mediaplanung auf den Kopf stellt, d.h. Live-Events mit hohen Einschaltquoten sind sehr attraktiv. Sämtliche Großkonzerne dieser Welt stecken ihr Geld in den Fußball. Warum sollten diese Quellen versiegen, der Trend zeigt in eine andere Richtung.
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