- BYD-Aktie steigerte sich um knapp 20 Prozent.
- Umsatz zog um 3,5 Prozent auf 116,3 Milliarden Dollar an.
- Aktie gewann am Montag fast 8 Prozent zurück.
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Kurze Verkaufspanik bei E-Fahrzeughersteller BYD
Die Anteile von BYD, im vergangenen Jahr noch von einer hartnäckigen Korrektur mit Verlusten auf Crash-Niveau betroffen, überzeugten in den zurückliegenden Wochen mit relativer Stärke. Die Hersteller von E-Fahrzeugen werden angesichts der stark gestiegenen Benzinpreise als Krisengewinner gehandelt. Gegenüber ihren 52-Wochen-Tiefs hat sich die BYD-Aktie zuletzt um knapp 20 Prozent steigern können.
Am vergangenen Freitag kam es jedoch zu einer Schrecksekunde – zumindest für Anlegerinnen und Anleger abseits des Heimatmarktes in Hongkong. An Handelsplätzen wie Lang & Schwarz brach die Aktie vor dem Wochenende um rund 7 Prozent ein, nachdem der Konzern seine Geschäftszahlen für das vergangene Jahr veröffentlicht hatte.
Enttäuschende Umsatz- und Gewinnentwicklung
Zwar legte der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr um 3,5 Prozent auf umgerechnet 116,3 Milliarden US-Dollar zu. Das bedeutete allerdings das geringste Wachstum seit 6 Jahren. Bei der Profitabilität legte BYD sogar den Rückgang ein. Der anhaltend hart geführte Preiskampf sorgte für sinkende Fahrzeugmargen und einen Gewinnrückgang um 19 Prozent auf umgerechnet 4,72 Milliarden US-Dollar. Vor allem das Schlussquartal stellte mit einem Rückgang der Gewinne um 38 Prozent eine Belastung dar.
Gegenüber dem chinesischen Heimatmarkt entwickelte sich das internationale Geschäft äußerst positiv. 2025 lieferte BYD erstmals über eine Millionen Fahrzeuge ins Ausland, womit die Chinesen einmal mehr vor Tesla landeten. Im kommenden Jahr sollen die Auslandsauslieferungen um 50 Prozent auf 1,5 Millionen steigen. Hier hob BYD seine bisherige Konzernschätzung um 15 Prozent an. Neue, besonders leistungsfähige Batterie- und Ladesysteme sollen dabei das Interesse von Kundinnen und Kunden wecken.
Quelle: TradingView.com | BYD
Europa und Amerika verkaufen, Asien greift zu
Mit Blick auf das vergangene Jahr sprach Konzernchef Wang Chuanfu von einem "Höhepunkt". Das ließ Anlegerinnen und Anleger am Handelsplatz in Hongkong darauf hoffen, dass der Margendruck nachlassen und damit die Serie rückläufiger Quartalsgewinne enden könnte. Sie zeigten sich dementsprechend unbeeindruckt, die Aktie büßte gerade mal 0,7 Prozent an Wert ein, sodass der jüngste Aufwärtstrend ungefährdet blieb.
Der Ausverkauf an europäischen Handelsplätzen am Freitag entwickelte sich damit zum Wochenauftakt zu einem Bumerang. Bei Lang & Schwarz verzeichnete die Aktie am Montagnachmittag ein Plus von fast 8 Prozent, womit fast sämtliche am Freitag erlittenen Kursverluste aufgeholt werden konnten. Damit ist vor wenigen Tagen an dieser Stelle vorgestellte Setup für eine Fortsetzung der Erholung unverändert intakt.
Fazit: Spannendes Setup weiterhin intakt
Während europäische und amerikanische Anlegerinnen und Anleger BYD für seine am Freitagnachmittag veröffentlichten Quartalszahlen durchfallen ließen, nutzen Investoren am Handelsplatz in Hongkong die schwache Eröffnung für den Einstieg und grenzten die Verluste deutlich ein, wodurch der Chart weiterhin die Chance auf ein Kaufsignal bietet.
Aus fundamentaler Perspektive steht das Unternehmen angesichts eines KGVe 2026 von 22,2 allerdings in der Pflicht, seinen Umsatz- und Gewinnrückgang überzeugend zu adressieren, sonst droht eine Bewertungskorrektur und damit eine weitere Abwärtsbewegung, welche die U-förmige Konsolidierung bedrohen könnte.
Autor: ARIVA.DE Redaktion/Max Gross
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