"BVB will für Champions League auf Gewinn verzichten."
Ich finde, dass ist von der Zeitung oder dpa unglücklich formuliert.
Variante 1 => kein Gewinn
Es kann heißen, man ist bereit 0 Euro Gewinn zu machen, damit man CL spielt.
Variante 2 => weniger Gewinn
Es kann auch heißen, dass man statt 8 Mio. Euro Gewinn nur noch 2 Mio. Euro Gewinn macht
Das Ganze hört sich ein wenig an wie folgende Logik :
Entweder spielen wir nächstes Jahr CL und machen deswegen dieses Jahr keinen Gewinn oder weniger Gewinn oder wir spielen nächstes Jahr keine CL und machen deswegen überhaupt Gewinn oder mehr Gewinn.
Es ist theoretisch ja auch möglich, dass man nächstes Jahr CL spielt und trotzdem dieses Jahr Gewinn macht, vielleicht gerade sogar deswegen, da es bei besserer Tabellenplatzierung am 34. Spieltag 2015/2016 höhere Prämien durch die Sponsoren gibt.
Falls man mit einigen Spielern verlängert und deswegen höhere Gehälter zahlt und keine weiteren Transfers erfolgen, könnte ich mir theoretisch sogar vorstellen (auch wenn ich beide nachfolgenden Dinge für sehr unwahrscheinlich halte), dass bei großem sportlichen Misserfolg man sowohl in der folgenden Saison keine CL spielt als auch in 2015/2016 keinen Gewinn erzielt.
Zudem gibt es ja nicht nur die absoluten Topstars wie Auba, Reus, Hummels, Gündogan und Co, die Spitzentransfererlöse bringen könnten und möglicherweise dazu führen, dass bei Nichtverkauf kein Gewinn anfällt und nur bei Verkauf Gewinn, sondern es gibt ja auch noch die nicht ganz so teuren Spieler wie Hofmann, Bender usw., die evtl. auch zu eben solchen Transfererlösen führen, dass der Gewinn in 2015/2016 auf jeden Fall >0 Euro ist.
Ich halte es mittlerweile beim BVB auch für sekundär, ob in einer Saison Gewinne erwirtschaftet werden oder nicht, wichtiger sind sportlicher Erfolg und gute Substanz im Kader.
Man weiß ja jetzt auch noch nicht, wie weit man es in der EL schafft, evtl. reichen die dortigen Einnahmen auch aus, um einen Gewinn auszuweisen, ohne dass man weitere Spieler in dieser Saison verkauft.
"Wirtschaftlich sieht sich der einzige börsennotierte deutsche Fußballclub dazu in der Lage mit mehr als 50 Millionen Euro auf dem Festgeldkonto, komplett abgetragenen Schulden und guten Aussichten auf weiteres Umsatzwachstum. Mehr Geld will der BVB zunächst nicht bei Banken anhäufen."
Den letzten Satz finde ich wieder merkwürdig.
Wenn Leistungsträger verkauft werden und nicht entsprechend gleich teure neue Spieler verpflichtet werden, wie will man dann verhindern, dass der Cashberg weiter anwächst???
Es sei denn es sind noch größere Investitionen in Infrastruktur wie zum Beispiel Stadion rote Erde usw. geplant.