Puh - eigentlich traut man sich ja gar nicht mehr irgendwas zu schreiben oder zu fragen. Im Zweifel wird man beschimpft oder als Lügner, Shortseller oder sonst was bezeichnet.
Anderseits ist es ein Forum zum Austausch.
Grund für die Fragen/Gedanken:
Ich bin jetzt mit der Aktie bei ca. -30%.
Ärgerlich aber was soll es. Hätte evtl. ja auch anders laufen können bzw. vielleicht kommt bald die Wende.
Was mir Bauchschmerzen macht, ist das Risiko dass der BVB in den nächsten Jahren nochmal eine Kapitalerhöhung machen muss.
Diese wäre nämlich meiner Meinung nach der Genickbruch für die Aktie und man wird dann viele viele Jahre von Kursen von 5 Euro (oder gar darüber) nur träumen und sich wahrscheinlich bei Kursen unter drei Euro wiederfinden.
Bevor jetzt jemand gleich wieder wütend los tippt: Bitte erst zu Ende lesen !
Wenn mir (!) das Risiko zu hoch ist, würde ich sonat potentiell eher die Reissleine ziehen und statt für die erhofften 5,50 für 4,50 oder 4,30 oder so verkaufen. Oder aber halten und abwarten wie sich die Zahlen entwickeln.
Diese Überlegung habe ich mir übrigens auch bei anderen Aktien in meinem Depot gemacht. Dort fiel mir die Einschätzung aber oft deutlich einfacher, weil einige Geschäftsmodelle so stark beschädigt waren, dass man schnell erkennen konnte dass es zukünftig weiter runter geht als dass man sich massiv erholt.
Ja und? Um diese Frage geht es doch die Ganze Zeit hier?
Jein würde ich antworten. Meistens geht es ja um Schulden und den Kurs und Forbes usw.
Ich versuche also gerade anhand der Bilanzen und Nachrichten ergebnisoffen mir eine Übersicht über die finanzielle Lage des BVB zu machen, um abzuschätzen ob der BVB Kapitalbedarf hat und ob er das alleine ohne Kapitalerhöhung regeln kann.
Der Reihe nach:
Der BVB hat in den Jahren vor Corona schwarze Zahlen geschrieben.
Jeweils auch getragen von teuren Spielerverkäufen.
Dann hat der BVB ordentlich Verluste wegen Corona gemacht. Auch mit den Spielerverkäufen.
Dann gab es eine Kapitalerhöhung.
Das Geld ist (fast?/ganz?) vollständig aufgebraucht.
Für das Geschäftsjahr 21/22 rechnet man mit einem Minus von 25 bis 29 Millionen.
Man hat Haaland für ca. 60 Millionen verkauft. Vielleicht kommen weitere Verkäufe dazu.
Man hat Adeyemi, Schlotterbeck, Özcan und Haller für ca. 90 Millionen (lt. Transfermarkt.de) verpflichtet.
Dazu hat man noch ? Millionen Handgeld an Süle gezahlt.
So weit so gähn ;-)
Meine Fragen an Euch:
Ist der Kader günstiger geworden? Gab ja ordentlich Abgänge (und paar könnten noch kommen) aber wurden ja auch neue Spieler geholt.
Nächstes Jahr laufen u.a. die Verträge von Hummels, Reus, Moukoko, Dahoud und Guerreiro aus. Man spart also ordentlich Gehalt, muss aber Wahrscheinlich auch wieder neue Spieler verpflichten. Nicht zu vergessen Bellingham (der wahrscheinlich wechseln wird, aber auch eine hohe Ablöse einspielen wird).
Muss der BVB zwingend eine Kapitalerhöhung machen wenn man die CL verpasst?
Nur dann?
Was ist wenn man das CL Achtelfinale verpasst?
Was ist mit dem Minus von der abgelaufenen Saison?
Schreibt man diese Saison ein schwarze Null (oder macht Gewinn) wenn man das Achtelfinale verpasst?
Verdammt langer Text, sorry. Aber gefühlt 50 Zeilen gingen ja schon dafür drauf im Vorhinein die Wogen zu glätten und deutlich zu machen dass es mir nicht !!!!! um Provokation oder ähnliches geht.