Wohnanlage geplant
VON GÜNTER HOCHGÜRTEL, 31.01.07, 07:16h<!--Bildbox-->
 Die Willi-Eichler-Bildungsstätte, die zuletzt von der Drillisch AG als hauseigene Akademie genutzt wurde, soll jetzt in eine Wohnanlage umgewandelt werden. <!--Boxlinks-->
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Bad Münstereifel / Rodert - Es sieht momentan ziemlich trostlos aus rund um die ehemalige Willi-Eichler-Bildungsstätte in Rodert: Man sieht auf den ersten Blick, dass das 35-Betten-Haus, über 20 Jahre lang von dem SPD-nahen Willi-Eichler-Bildungswerk betrieben, seit längerer Zeit nicht mehr bewohnt ist. Lediglich die Hausmeisterwohnung ist noch belegt. Unweit des am Radberg gelegenen Komplexes gammelt ein Minigolfplatz vor sich hin, und auch auf dem benachbarten Bolzplatz hat offenbar schon Jahre keiner mehr gespielt.
Die Bildungsstätte, die 1999 aufgegeben wurde, soll jetzt zu einer Wohnanlage umgebaut werden. Ein entsprechender Antrag steht am Donnerstag dieser Woche zur Beratung im Münstereifeler Strukturförderungsausschuss an. Der aktuelle Eigentümer, der Telekommunikationsanbieter Drillisch AG, hatte das Haus seinerzeit gekauft und in eine hauseigene Akademie umgewandelt. Allerdings standen Nutzen und Einnahmen - man vermietete auch an anderen Firmen - in keinem Verhältnis zu den Ausgaben. Mit dem Ergebnis, dass Drillisch 2002 seine Aktivitäten in Rodert einstellte. Zurück blieb eine schwierig zu vermarktende Immobilie in exklusiver Lage - nämlich ein gutes Stück weg vom Ort.
Zehn Wohneinheiten
Es gab in der Vergangenheit immer mal wieder Pläne, die frühere Bildungsstätte in ein Tagungshotel mit öffentlicher Gastronomie umzuwandeln. Aber daraus wurde nichts. Schließlich rang man sich bei Drillisch dazu durch, den Umbau zu einer Wohnanlage ins Auge zu fassen. Zum Vorhaben befragte der „Kölner Stadt-Anzeiger“ Marc Brucherseifer, der mit dem Projekt befasst ist. Er wollte sich allerdings nicht äußern: „Solange die erforderlichen Genehmigungen nicht vorliegen, werde ich dazu nichts sagen.“
Aus der Verwaltungsvorlage für die anstehende Ausschusssitzung geht hervor, dass Brucherseifer insgesamt zehn Wohneinheiten auf zwei Ebenen plant. „Um die Einheiten auch im Souterrainbereich ausreichend belichten zu können, sind bepflanzte Abböschungen in Abschnitt des Nordflügels zum Innenhof vorgesehen“, heißt es im schrägen Beamten-Deutsch in der Vorlage. Das Dachgeschoss soll ebenfalls ausgebaut werden, ohne dabei Trauf- und Firsthöhen zu verändern. Um die spätere Wohnqualität zu steigern, sind Terrassen und Balkone geplant.
Ehe sich die Drillisch AG an den Umbau machen kann, muss der Stadtrat erst eine Änderung des Flächennutzungsplans beschließen. Bislang war der fragliche Bereich als „Sonderbaugebiet Bildung“ ausgewiesen. Bei der Offenlegung gab es kürzlich seitens der Bürger kaum Einwände. Weshalb davon auszugehen ist, dass auch die Stadt dem Eigentümer bei der Umwandlung der früheren Bildungsstätte keine Steine in den Weg legen wird.
quelle: kölner stadtanzeiger
http://www.ksta.de/html/artikel/1170147175267.shtml<!--ArtikelRels-->