Von Stefan Paul Mechnig
Dow Jones Neswires
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Der Mobilfunkanbieter Drillisch strebt nicht vordringlich eine Übernahme des größeren Konkurrenten mobilcom an. Vielmehr wolle man zunächst gemeinsam versuchen, möglichst rasch Synergien zu heben, sagte Drillisch-Vorstandssprecher Paschalis Choulidis am Freitag der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires. Endziel sei jedoch ein Zusammenschluss der vier großen deutschen Mobilfunk-Serviceprovider. Binnen ein bis zwei Jahren strebe er an, Drillisch, debitel und Talkline unter dem Dach der mobilcom zu integrieren, sagte der Manager und konkretisierte damit erstmals offiziell seine Pläne
Choulidis äußerte sich nach einem ersten Treffen mit dem mobilcom-Vorstandsvorsitzenden Eckhard Spoerr in Hamburg. Man sei während des "angenehmen" Gespräches zu der gemeinsamen Ansicht gelangt, dass eine Konsolidierung der Branche sinnvoll sei. In der kommenden Woche sei eine weitere Unterredung geplant. Im ersten Schritt gehe es ihm darum, zusammen mit mobilcom nach Synergien zu suchen. Für den Fall, dass es dabei nicht schnell genug die gewünschten Erfolge gebe, schließe er auch eine Übernahme nicht aus, sagte Choulidis. Den Fusionsprozess von mobilcom mit der Internettochter freenet.de wolle er aber nicht torpedieren.
Die hessische Drillisch AG - Nummer vier unter den Service-Providern - hatte am Montag überraschend den Einstieg bei der rund viermal so großen mobilcom AG bekanntgegeben. Das Unternehmen hat sich mit rund 9,4% an der im TecDAX gelisteten Gesellschaft aus Schleswig-Holstein beteiligt. Mobilcom ist der zweitgrößte Diensteanbieter hinter debitel. Diese Unternehmen vermarkten als Zwischenhändler Produkte der Netzbetreiber T-Mobile, Vodafone, O2 und E-Plus.
DJG/stm/rio
Vom letzten Freitag!
In der kommenden Woche sei eine weitere Unterredung geplant.
Die Griechen machen Druck!!und die Umsätz bei Mob und Dri sprechen gerade im Moment für einen kurzen Waffenstillstand. Was sich aber ganz schnell ändern kann.
Gruß
Franke