"Damit sind doch manche Ebitda-Träumerein hier Quatsch. Oder seh ich das falsch?
Entweder man kauft ne sehr poriftable Firma für viel Geld.
Oder man kauft ne weniger profitable Firma für wenig Geld.
Letztlich kommts aufs Gleiche raus. Man muss Synergien erzielen."
Stimmt, aber ne Übernahme alla Victorvox wird es wohl nie mehr geben, für nen Appel und nen Ei ;-). Also würde ich, wenn ich mir das Management von Drillisch anschaue ne Übernahme von einer Firma die nicht so profitabel ist und damit günstiger ist bevorzugen, denn die Profitabilitätssteigerung besorgt dann shcon P.C. ! Talkline ist sicherlich nicht so teuer wie manche meinen, es kommt immer auf die Qualität der Kunden an und da hat Talkline wohl sehr viele Kunden teuer dazugekauft letzthin, ansonsten wäre das Kundenwachstum nicht zu erzielen gewesen, nur glaube ich kaum, dass Choulidis die Kunden auch wieder teuer abkaufen würde. The Phone House ist, wenn man das Franchising mit der T-Com und die restlichen Shops weglässt sicherlich sehr günstig zu haben. Aber Debitel ist sicherlich was Synergien betrifft die beste Entscheidung. Und ganz nebenbei hätte man noch Debitel Light in der Tasche, oder bei Talkline Easymobile ! Also auch im Discountmarkt würde man wachsen. Sollte das Gerücht, wonach Metro (saturn usw.) seine Verträge mit Debitel nicht mehr verlängert bewahrheiten, dann wird der Preis dadurch auch nicht teurer und das Permira schon lange dabei ist das Asset Debitel zu verkaufen ist doch auch sonnenklar, also schauen wir mal, es gibt aktuell nur eine Firma die überhaupt in der Lage ist so etwas zu kaufen und daraus einen Nutzen zu ziehen, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass ein anders Private Equity Unternehmen Debitel von Permira erwerben wird, also bleibt denen nur noch der Börsengang und da muss man immer erst schauen was reinkommt ! Und ganz nebenbei ist ne IPO schweineteuer !
Und nochmals, Drillisch wird nicht übernommen, vergesst es, zu diesen Preisen läuft da nicht und mehr will aktuell wohl niemand zahlen, deshalb wollen sie aktiv konsolidieren und haben dies jetzt öffentlich kund getan und glaubt bitte nicht, dass P.C. jetzt plötzlich durchgeknallt ist, das ist alles Kalkül, der hätte sich bis jetzt doch immer lieber die Zunge abgebissen, als das er irgendetwas nach Aussen kommuniziert hätte ! Die Verhandlungen werden wohl schon weiter sein, als sich so mancher hier vorstellen kann. Und die Kapitalbeschaffung ist sicherlich nicht das Problem, da gibt es genung Banken, Fonds oder Private Equities die da gerne helfen würden. Und Debitel macht aktuell ein Ebitda von glaube ich 170 Mio. Euro bei einem Umsatz von 2,2 Mrd. Euro glaube ich, also würde wir wohl next year ein Ebitda jenseits der 200 Mio. Euro machen ;-)
Und bitte glaubt nicht, dass ne KE für 4 oder 5 Euro durchgeführt wird, da wird der Kurs zuerst schon hochgezogen und dann wird die KE durchgedrückt und ne Kurshalbierung ist auch lächerlich, 200 Mio. Euro ebitda bei einer KE von weiteren 32,5 Mio. Aktien macht also 65 Mio. Aktien geteilt durch sagen wir mal 120 Mio. Euro, macht also fast 2 Euro Gewinn pro Aktie, selbst bei einer KE von 65 Mio. neue Aktien wäre das EPS immer noch über 1 Euro und somit der Kurs klar zweistellig und bei 65 Mio. Aktien mal sagen wir 7 Euro macht 455 Mio. Euro Cash ;-), also wo liegt das Problem ?
Weiß nicht wieso man sich da "finanztechnisch auskennen" muss. Wichtig ist doch einen Mehrwert zu erzielen, und den erzeilt man nur, wenn der Übernahmepreis geringer ist als das was man dann letztlich aus dem übernommenen Unternehmen rausholen kann.
Würde da schon mal gerne ne Rechnung zu sehen, auch wenn cidar jetzt wenig Zeit hat.
Gruss lire