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Marktkommentar: Claus Walter (Freiburger Vermögensmanagement): In elektrischen Energiehunger investieren

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Mit Spannung beobachten viele den wachsenden Stromverbrauch, der ein interessantes Feld für Anleger bieten könnte. Wer sich dabei keinen Rückschlag holen möchte, sollte aber nicht nur auf die Power von KI und Co. schauen.

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März 2026 

Mit Spannung beobachten viele den wachsenden Stromverbrauch, der ein interessantes Feld für Anleger bieten könnte. Wer sich dabei keinen Rückschlag holen möchte, sollte aber nicht nur auf die Power von KI und Co. schauen.

Eine Welt ohne Strom ist kaum mehr vorstellbar, im Gegenteil wächst der Bedarf in vielen Bereichen. Etwa für das Heizen im Winter mit Wärmepumpen oder das Kühlen in immer heißer werdenden Sommern mit Klimaanlagen. Aber auch das Aufladen von E-Autos verbraucht zunehmend elektrische Energie, genauso wie das Mining von Kryptowährungen wie Bitcoins oder die Nutzung künstlicher Intelligenz. Die voranschreitende Digitalisierung könnte den Stromverbrauch massiv in die Höhe treiben, denn die derzeit aus dem Boden schießenden Rechenzentren verbrauchen jede Menge Strom - nicht nur für die Rechenleistung, sondern auch für die Kühlung der Anlagen. „Der weltweite Strombedarf von Rechenzentren könnte sich von rund 600 TWh im Jahr 2025 auf etwa 1.600 TWh bis 2030 erhöhen, wobei KI-Anwendungen einen wesentlichen Treiber darstellen“, prognostizierte das Beratungsunternehmen McKinsey in ihrem im Februar erschienenen Strommarktreport 2026. 

Solche Szenarien beflügelten zuletzt Tesla- und SpaceX-Gründer Elon Musk in einem Interview sogar zu einer wirklich steilen These: Bald könnte es sich lohnen, Rechenzentren als Satelliten im Weltall mit dort besonders günstig zu produzierender Solarenergie zu betreiben. Sicher muss man nicht jeder Idee von Musk folgen und es gibt andere Experten wie OpenAI-CEO Sam Altman, der Rechenzentren im Weltall für eine „lächerliche“ Vision hält. Dass günstige und zuverlässige Stromerzeugung im Zuge der Digitalisierung zu einem ganz entscheidenden Faktor wird, ist jedoch eigentlich unumstritten. Dies zeigen auch Bemühungen etwa von Google oder Microsoft für die Versorgung von Rechenzentren Atomkraftwerke neu zu bauen oder alte Anlagen wieder in Betrieb zu nehmen - unabhängig davon, ob das eine wirklich durchsetzbare und rentable Idee ist. Stromversorgung ist ein Zukunftsthema und damit auch für Anleger interessant.

Power Profiteure Von der wachsenden Nachfrage nach Kraft aus der Steckdose dürften einerseits klassische Versorger profitieren, aber andererseits könnten auch andere Branchen interessant sein. Zum Beispiel die Hersteller von Notstromlösungen, denn die Zuverlässigkeit von Rechenzentren ist ein wichtiger Faktor und Ersatzaggregate für den Fall eines Blackouts gehören heute eigentlich zu jeder vernünftigen Planung. Es könnte sich auch lohnen, noch einen Schritt bodenständiger zu denken: Der Ausbau von elektrischen Netzen, Rechenzentren und Co. wird ganz sicher nicht ohne Kabel funktionieren. Hersteller von Stromstripen dürften genauso volle Auftragsbücher haben wie die Installateure solcher Leitungsgeflechte. Sind die Aktien dieser Unternehmen, die den Energiehunger der Zukunft zu stillen helfen, also todsichere Tipps, die automatisch zum Börsenerfolg führen? So einfach ist es leider nicht, denn an den Märkten wird eigentlich immer schon die Zukunftserwartung gehandelt. Das heißt, die Kurse vieler interessanter Unternehmen bilden die Entwicklung eines erhöhten Strombedarfs bereits ab. Sollte es zum Beispiel zu einem erneuten Einbruch der Weltwirtschaft kommen und im Zuge dessen auch der Strombedarf sich nicht wie prognostiziert entwickeln, können Erwartungen auch schnell enttäuscht werden. In den letzten Jahrzehnten hat sich die Zunahme des Strombedarf relativ gleichlaufend zur Weltwirtschaftsentwicklung bewegt. Auch wenn sich die zuletzt vermehrt aufgekommenen Zweifel mehren sollten, ob sich die enormen Investitionen in den Bereich künstliche Intelligenz irgendwann rechnen werden, könnte die Entwicklung ausgebremst werden. Also ist ein Investment rund um Strom auch nur eine Spekulation auf den KI-Erfolg?

Breite Basis Jein. Tatsächlich wird das Thema Digitalisierung und Co. eine gewichtige Rolle spielen, aber es darf auch nicht überbewertet werden. Global lag die Stromproduktion laut internationaler Energieagentur im Jahr 2025 bei 28.200 TWh und soll bis 2030 jährlich um 3,6 Prozent auf dann 33.600 TWh wachsen. Hauptwachstumstreiber ist, zumindest noch in den nächsten 5 Jahren, in dieser Prognose die Entwicklung in aufstrebende Wirtschaftsnationen wie China und Indien. Da ist KI natürlich auch ein Thema, aber letztlich nur ein Faktor unter vielen. Die Versorgung mit elektrischer Infrastruktur und Energie wird künftig wichtig sein und gehört nicht zuletzt auch zur kritischen Infrastruktur, auch ohne wilde Spekulationen um Satelliten-Rechenzentren. Trotzdem würden wir empfehlen, nicht nur auf den einen möglichen Gewinner zu setzen, der vielleicht heute noch gar nicht wirklich absehbar ist. Um Risiken zu verteilen, macht es Sinn, mehr als eine Option zu nutzen. Also zum Beispiel Unternehmen aus verschiedenen Branchen, Regionen und Währungsräumen, die alle bei einem zunehmenden Strombedarf profitieren sollten. Dieser Gedanke ist bei uns als Vermögensverwalter auch immer der Leitfaden für eine Gesamtvermögenstruktur. Denn wir setzen nicht nur auf einen Trend oder nur auf Aktien als Anlageklasse. Bei uns haben klassische rentable Industriewerte ihren Platz und wir empfehlen auch in festverzinsliche Wertpapiere und Edelmetalle zu investieren. Eine solche Mischung, die immer wieder an die aktuelle Lage angepasst wird, ist unserer Ansicht nach der beste Weg, um langfristig erfolgreich zu sein.



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