ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Gewinne - Rohstoffsektor zieht an

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PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Die europäischen Aktienmärkte sind am Freitag freundlich ins Wochenende gegangen. Der EuroStoxx 50 gewann 0,63 Prozent auf 6.462,22 Punkte, nachdem er in dieser Woche an allen vier Tagen davor schwächer geschlossen hatte. Die Wochenbilanz ergibt ein Minus von 1,2 Prozent. Tagessieger am Freitag waren die Aktien der spanischen Bank Santander mit plus 2,7 Prozent.

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Ein stabiler Ölpreis und eine Erholung an der Wall Street stützten die Kurse. Am Anleihemarkt vor allem in den USA bleibt die Lage derweil angespannt und die Renditen auf hohem Niveau. Eine hohe Staatsverschuldung, die Inflation und Milliarden-Finanzierungen im KI-Sektor mahnen die Anleger zur Vorsicht. Analyst Ricardo Evangelista vom Broker ActivTrades verwies auf den verfahrenen Konflikt zwischen den USA und dem Iran, der den Druck von der Energiepreis-Seite aufrechterhalte und so die Zinssorgen an den Märkten schüre.

Außerhalb des Euroraums gewann der Schweizer Leitindex SMI 0,62 Prozent auf 14.456,98 Punkte. Der britische FTSE 100 zog um 0,64 Prozent auf 10.816,56 Zähler an.

Der Rohstoffsektor hatte in der Stoxx-600-Branchenübersicht den ersten Platz inne. Impulse gab es aus China als bedeutendem Nachfrager. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg plant die chinesische Führung, die Konjunktur mit stärkeren Finanzhilfen anzukurbeln. Damit will man auf schwächere Wirtschaftsdaten reagieren. Antofagasta gewannen im FTSE 100 mehr als 5 Prozent.

Der auf den höchsten Stand seit Mai gekletterte Goldpreis (Goldkurs) trieb Aktien von Goldminenbetreibern an. Endeavour Mining legten in London um gut 4 Prozent zu. Der Goldpreis ist im Aufwind, seit zur Wochenmitte das US-Finanzministerium überraschend angekündigt hatte, verstärkt langlaufende Staatsanleihen zurückzukaufen. Mit der Maßnahme will die US-Regierung die Renditen für Staatspapiere nach unten drücken, um so Kosten für den Schuldendienst zu senken.

Werte aus dem Artikel:
CAC 40 Index 7.913,79 +1,03%
Euro Stoxx 50 6.238,5 +1,02%
UK 100 10.497,34 +0,27%
CH 20 13.690,16 +0,48%

Neuigkeiten gab es im Bankensektor , wo der Fusionspoker unter italienischen Banken in die nächste Runde geht. Die einstige Krisenbank Monte dei Paschi di Siena (MPS) will für 34 Milliarden Euro in eigenen Aktien gleich zwei andere Institute kaufen und ihre eigene Übernahme durch die Großbank Intesa Sanpaolo (Intesa Sanpaolo Aktie) verhindern. Am Freitag legte MPS ein Gebot für die Bank BPM vor, die das Institut mit 25,3 Milliarden Euro bewertet. Zudem kündigte sie ein 8,7 Milliarden Euro schweres Gebot für die Banca Generali an, die mehrheitlich dem gleichnamigen italienischen Versicherer gehört.

Die MPS-Aktien verloren in Mailand 1,3 Prozent. Die BPM-Papiere gaben um ein knappes halbes Prozent nach und die Aktien von Banca Generali um gut 2 Prozent. Für Intesa Sanpaolo ging es um 0,7 Prozent abwärts.

Im Pharmasektor zog ein kleinerer Wert die Aufmerksamkeit auf sich. Ein erhöhter Ausblick und Aktienrückkäufe trieben die Aktien von Bavarian Nordic um gut 9 Prozent nach oben. Jefferies-Experte Benjamin Jackson betonte, das zweite Quartal des dänischen Impfstoffherstellers sei mit übertroffenen Umsatz- und Gewinnerwartungen gut verlaufen./ajx/he


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