PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Europas Aktienmärkte sind mit deutlichen Verlusten in das vierte Quartal gestartet. Insbesondere gestiegene Ölpreise belasteten am Donnerstag.
Für dich zusammengefasst:
Europas Aktienmärkte starten mit Verlusten ins vierte Quartal.
Der EuroStoxx 50 sank um 1,49 Prozent auf 6.175,45 Punkte.
Bankaktien führten die Verlierer mit einem Minus von 3,7 Prozent.
"Die hohen Ölpreise schüren die Sorge vor einem erneuten Preisschub und damit vor einer länger restriktiven Geldpolitik", erläuterte Marktanalyst Andreas Lipkow vom Handelshaus CMC Markets. Zudem nähmen angesichts steigender Renditen am Anleihenmarkt die Sorgen über die hohen Staatsschulden vieler Länder zu.
Der EuroStoxx 50 sank um 1,49 Prozent auf 6.175,45 Punkte. Damit sackte der Leitindex der Eurozone auf das Niveau von Mitte Juni.
Außerhalb des gemeinsamen Währungsraums büßte der Schweizer Leitindex SMI 1,50 Prozent auf 13.622,85 Punkte ein. Der britische FTSE 100 sackte um 1,68 Prozent auf 10.428,27 Punkte ab.
In dem angespannten Marktumfeld lagen Bankaktien mit einem Minus von 3,7 Prozent an der Spitze der Verlierer. Der Sektor brach mit den Abgaben aus der Seitwärtsbewegung der vergangenen Wochen nach unten aus. Der starke Anstieg der Staatsanleiherenditen schüre Befürchtungen hinsichtlich einer Verschärfung der finanziellen Rahmenbedingungen und einer Wachstumsverlangsamung, hieß es am Markt.
Ölwerte kamen trotz der hohen Notierungen von Rohöl kaum vom Fleck. Der Analysedienst Index Radar verwies auf eine Studie einer US-Bank, die eine Entspannung der Versorgung signalisiere.
Besser hielten sich Technologiewerte . Sie reagierten damit auf die Quartalszahlen von Micron . Kräftig gestiegene Umsätze und Gewinne sowie der Ausblick des US-Halbleiterunternehmens hatten die Zuversicht für die Nachfrage im Zuge des Booms der Künstlichen Intelligenz gestärkt. Das brachte den Halbleiterwerten Rückenwind, auch wenn die Aktien von Micron in New York zuletzt unter Gewinnmitnahmen gelitten hatten.
Der nachgebende Pharmasektor wurde etwas von Sanofi abgefedert: Die Papiere des französischen Konzerns stiegen um 0,6 Prozent. Die Ausweitung der Kooperation mit Regeneron Pharmaceuticals signalisiere die Fortschritte unter dem neuen Konzernchef, schrieb Experte Michael Leuchten vom Analysehaus Jefferies. Die Aktien seien zudem attraktiv bewertet./la/jha/
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